SECHZIGMÜNCHEN.
 

Radi feiert 84. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Petar Radenkovic war auf und neben dem Platz ein Star, ein Entertainer durch und durch. 

Petar Radenkovic, der wohl erste echte „Star" der Bundesliga, feiert am 1. Oktober 2018 seinen 84. Geburtstag. Die Löwen gratulieren „Radi“ dazu recht herzlich.

Das Bild ist jedem Sechzger bestens bekannt: Der lange Kerl mit der Torwartmütze fuchtelt wie wild mit der rechten Hand in Richtung Schiedsrichter, fordert brüllend einen Abseitspfiff, doch noch während er sich grimmigen Gesichts beklagt, zuckt er blitzartig mit der anderen Hand hoch und wehrt scheinbar aus dem Nichts den kommenden Scharfschuss ab. Mit der Rechten reklamieren, mit der Linken parieren...

Die Rede ist von Petar Radenkovic, Meisterlöwe und Kult-Torhüter, der seinen 84. Geburtstag feiert. Geboren wurde er am 1. Oktober 1934 in Belgrad. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er Torwart bei OFK Belgrad und in der Nationalmannschaft, holte mit der Olympia-Auswahl 1956 Silber in Melbourne. Dann aber gab es Ärger, denn Radi wollte zu Roter Stern wechseln, durfte aber nicht, also setzte er sich in den Zug und fuhr nach Deutschland, landete erst bei Wormatia Worms, bis ihn ein gewisser Max Merkel 1962 nach München zu den Löwen holte.

Von den Sechzgern, so erzählte er mal, wollte er am Anfang aber am liebsten gleich wieder weg. Das lag an einem Oktoberfest-Besuch rund um seinen 28. Geburtstag. „Wir saßen im Bierzelt, links von mir der Rudi Brunnenmeier, er trank drei Maß, rechts der Stemmer Fonsi, der kam auf sieben Maß. Ich dachte mir, um Himmels willen, was ist denn das für eine Mannschaft.“ Es sollte die erfolgreichste in der Geschichte der Löwen werden.

Mit Sechzig errang Radi alle großen Erfolge in dieser Zeit - 1963 Süddeutsche Meisterschaft, 1964 Pokalsieg, 1965 Europapokal-Endspiel-Teilnahme, 1966 Meisterschaft und 1967 Vize-Meisterschaft. Sein letztes Bundesligaspiel absolvierte er am 3. Mai 1970 beim 0:0 im Grünwalder Stadion gegen Rot-Weiß Essen. Mit 35 Jahren beendete er seine aktive Laufbahn. Insgesamt lief er 215 Mal für die Löwen in der Bundesliga auf.

Aber auch außerhalb des Platzes war Radi ein Star. Unter heutigen Aspekten sogar ein Popstar, der einzige, den die Löwen jemals hatten. Mit seinem Hit „Bin i Radi, bin i König“ stürmte er die Charts. Wochenlang lag er mit dieser Nummer auf Platz eins der Hitparade - vor den Beatles. Mit Roy Black ging er während der Fußball-Sommerpause auf Tournee. Radi erzählte später mal, mit dem Song habe er mehr verdient als in seiner Eigenschaft als Profi-Fußballer.

Weltberühmt wurde Radi für seine unkonventionelle Interpretation der Torhüterrolle. Oft verließ er seinen Strafraum mit dem Ball am Fuß, manchmal drang er sogar in die gegnerische Spielfeldhälfte vor. Er wurde dafür bestaunt. Und ein gewisser Franz Beckenbauer sagte einmal, dass er Radenkovic „zu den besten Torhütern aller Zeiten“ zähle.

Radi, der eine Wohnung in Schwabing besitzt und dessen Tochter in Unterhaching wohnt, feiert in seiner heimatstadt Belgrad seinen Geburtstag.

Die Löwen gratulieren ihrem Kult-Torhüter zum 84. Geburtstag und wünschen ihm alles Gute, Gesundheit und weiterhin viel Lebensfreude.

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