SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka sieht sein Team vor Karlsruhe auf dem richtigen Weg.

Oliver Kreuzer und Daniel Bierofka liegen sich nach dem Klassenerhalt 2016 in den Armen. 

Die Löwen gastieren am Sonntag, 25. November 2018, beim Tabellendritten Karlsruher SC. Rund 3.000 Fans begleiten die Sechzger nach Nordbaden. Anpfiff im Wildparkstadion ist um 13 Uhr.

Cheftrainer Daniel Bierofka nutzte die Länderspielpause. „Wir haben die Jungs gebrieft, sie auf bestimmte Dinge, die sie besser machen sollten, angesprochen. Gleichzeitig haben wir das verstärkt, was bisher gut funktioniert hat.“ Dazu gehört auch die taktische Flexibilität. „Wir können mehrere Systeme spielen. Die Mannschaft hat sich verbessert, muss das aber in positive Ergebnisse ummünzen“, so die Forderung des 39-Jährigen. Ob mit Dreier- oder Viererkette wollte der Löwen-Trainer nicht verraten. „Wir werden das System wählen, das am besten zum KSC passt. Wir fahren nach Karlsruhe, um die drei Punkte zu holen“, erklärt er selbstbewusst.

Seit vier Spielen sind die Löwen ungeschlagen. Das ist das Positive. Auf der anderen Seite haben sie nur eine der letzten neun Partien gewonnen. „Wir haben insgesamt nur vier Mal verloren, sind nach Niederlagen die fünftbeste Mannschaft der Liga“, sagt Bierofka. Die Gegner hätten Respekt, „weil sie wissen, dass es nicht einfach ist, uns zu schlagen.“ Doch das reicht dem Löwen-Trainer nicht. „Wir müssen den Spielverlauf auf unsere Seite ziehen. Die Partien sind alle eng. Meistens gewinnt die cleverere Mannschaft.“

Dass es in Karlsruhe nicht leicht wird, etwas Zählbares einzufahren, darüber ist sich Bierofka bewusst. „Der KSC hatte – ähnlich wie letztes Jahr – mit Startproblemen zu kämpfen.“ In der Vorsaison scheiterten die Nordbadener als Tabellendritter erst in der Relegation zur 2. Bundesliga an Erzgebirge Aue. „Die Qualität ist auch in dieser Saison sehr hoch. Im Kader sind viele erfahrene Spieler. Der Verein will unbedingt aufsteigen.“

Und mit Oliver Kreuzer haben die Badener einen Sportdirektor, auf den Bierofka große Stücke hält. Er war es, der am Ende der Saison 2015/2016 Bierofka zum Interimstrainer beförderte. „Wir haben in den drei Spielen den Abstieg verhindert. Das schweißt zusammen. Wir haben uns immer mal wieder SMS geschrieben, haben ein gutes Verhältnis.“

In Karlsruhe passiert derzeit etwas, wovon die Löwen träumen. Das altehrwürdige Wildparkstadion wird umgebaut. Die Nordtribüne ist bereits abgerissen. Einen Stimmungsnachteil sieht Bierofka für die Heimmannschaft dadurch nicht. „Durch die Laufbahn ist der Wildpark ohnehin nicht so eng wie andere Stadien. Uns dürfen die Bauarbeiten nicht beeinflussen.“

Unterstützung erhalten die Löwen wieder von 3.000 Fans, die ihr Team nach Karlsruhe begleiten. „Der KSC hat eine gewisse Ausstrahlung und Tradition“, sagt Bierofka über den Kontrahenten. Doch er weiß, dass dies nicht der alleinige Grund für die Euphorie im Sechzger-Umfeld ist. „Der Verein lebt wieder. Die Fans können sich – anders als in der Zweiten Liga – mit der Mannschaft identifizieren, verzeihen auch Rückschläge. Das müssen wir mit Leistung entsprechend honorieren.“

Schön wäre es, wenn der Schiedsrichter diesmal seinen Einfluss auf die Spielleitung begrenzt. Mit Harm Osmers hat der DFB einen bundesligaerfahrenen Unparteiischen für das Duell der Traditionsteams eingeteilt. Nicht nur die Partie gegen Halle wirkt noch nach, auch wenn Bierofka erklärt: „Schiedsrichter sind auch nur Menschen. Aber es waren in der bisherigen Saison viele Entscheidungen, die gegen uns getroffen wurden.“

Diese Sichtweise wird durch das Internetportal liga3-online.de, dass vom früheren Referee Babak Rafati nach jedem Spieltag strittige Szenen analysieren lässt, erhärtet. Neben Münster sind die Löwen am häufigsten von Fehlentscheidungen betroffen. Das passt ins Bild. „Natürlich müssen wir selbstkritisch sein. Doch wenn das Spiel gegen Halle normal gelaufen wäre, dann verlassen wir den Platz als Sieger.“

Gegen den KSC wird Herbert Paul wieder in den Kader zurückkehren. Auch Markus Ziereis stieg wieder ins Mannschaftstraining ein. „Wir werden versuchen, Zier wieder einzugliedern“, sagt Bierofka. Er ist aber für Sonntag ebenso wenig eine Option wie Semi Belkahia, der im Testspiel gegen den FC Ingolstadt 90 Minuten durchspielte und überzeugte. „Semi ist erst 19. Wenn die Entwicklung so weiter geht, dann kann er ganz nach oben kommen. Wir werden ihn kontinuierlich aufbauen und irgendwann reinwerfen“, so Bierofka über das Verteidiger-Talent.

Einer, der gesetzt ist, auch wenn es zuletzt nicht mehr ganz so gut für ihn lief, ist Adriano Grimaldi. „Er muss wieder den Biss entwickeln, um sich im torgefährlichen Bereich durchzusetzen. Das ist seine Stärke.“ Dabei denkt Bierofka an die Szene gegen Halle, die in der 21. Minute zum ersten Elfmeter für die Sechzger und zum Platzverweis gegen Toni Lindenhahn führte. „Adi muss sich die Tore erarbeiten und einfach den Ball über die Linie drücken“, lautet sein Rat.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

KSC: 1 Uphoff (Tor) – Thiede, 3 Gordon, 5 Pisot, 6 Roßbach – 8 Stiefler, 20 Groiß – 37 Choi, 7 Lorenz – 9 Pourié, 30 Fink. 
Ersatz: 28 Müller (Tor) – 2 Camoglu, 4 Stoll, 11 Röser, 14 Sané, 15 Sverko, 17 Kircher, 18 Möbius, 21 Thiede, 22 Kobald, 25 Hanek, 27 Stroh-Engel.
Nicht dabei: 10 Wanitzek (5. Gelbe Karte).

1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 7 Lex, 17 Wein, 5 Moll, 18 Karger – 10 Grimaldi, 9 Mölders.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 8 Seferings, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 20 Bekiroglu, 22 Berzel, 25 Willsch, 27 Belkahia, 34 Böhnlein, 44 Klassen.
Nicht dabei: 6 Mauersberger (Gesichtsfraktur), 23 Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), 21 Türk (Knieprobleme), 24 Ziereis (Narbenentzündung), 31 Koussou, (Oberschenkelzerrung), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 38 Lacazette (krank), 39 Bonmann (Narbeneinriss im Knie).

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover); Assistenten: Christian Meermann (Vechta), Axel Martin (Nordholz).

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