SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka: „Uerdingen muss PS erst mal auf die StraSSe bringen!“

Ex-Löwe Stefan Aigner ist einer vielen namhaften Spielern im prominent besetzten KFC-Kader. 

Für die Löwen geht’s am 23. Spieltag nach Duisburg. Dort treffen Felix Weber & Kollegen am Samstag, 9. Februar 2019, auf den KFC Uerdingen 05. Anpfiff in der Schauinsland-Reisen-Arena ist um 14 Uhr. Das BR Fernsehen und Magenta Sport übertragen die Partie live.

Zu den Gratulanten von Trainer Daniel Bierofka, der zwei Tage vor dem Auswärtsspiel am 7. Februar 2019 seinen 40. Geburtstag feierte, gehörte KFC-Stürmer Stefan Aigner. Beide verbindet seit gemeinsamen Sechzger-Zeiten eine enge Verbundenheit. „Ich wünsche Aiges auch alles Gute – aber nicht gegen uns“, so der Löwen-Coach, der seine Jungs vor dem ehemaligen Mitspieler warnt: „Er hat seine Qualität, wenn es Richtung Tor geht. Aber er ist nicht der Einzige im Uerdinger Team, auf den wir aufpassen müssen.“

Daniel Bierofka wird 40. Happy Birthday!

Lange lief es bei den Krefeldern nach Plan. Die Vorrunde beendete der Aufsteiger auf Rang drei, nur jeweils ein Punkt hinter dem Karlsruher SC und dem VfL Osnabrück. Doch schon im letzten Spiel vor der Winterpause gab es ein 0:4 in Unterhaching. Auch im neuen Jahr setzte sich der Negativtrend fort. Im Anschluss an das 0:3 zu Hause gegen Würzburg war die Zeit von Stefan Krämer als Trainer der Uerdinger beendet. Auch Ex-Löwe Stefan Reisinger konnte als Interimscoach den Abwärtstrend nicht stoppen. Trotz einer 2:0-Führung bis zur 84. Minute unterlag das Team in Meppen mit 2:3.

Nun soll es Norbert Meier richten. Der 60-Jährige unterschrieb beim KFC einen Vertrag bis 2020, um die Aufstiegsambitionen von Präsident und Mäzen Mikhail Ponomarev am Leben zu halten. Zuletzt trainierte Meier den 1. FC Kaiserslautern (Januar bis September 2017), Darmstadt 98 (Juli bis Dezember 2016), Arminia Bielefeld (Februar 2014 bis Juni 2016) und Fortuna Düsseldorf (Januar 2008 bis Mai 2013). Mit den Rheinländern war er sogar in die Bundesliga aufgestiegen.

Sechzig auswärts in Duisburg gegen Uerdingen.

„Uerdingen ist angeschlagen“, weiß Bierofka, fügt aber gleich an: „Wir auch!“ 2019 wartet seine Mannschaft ebenfalls noch auf einen Dreier. Dazu kommt die schwere Verletzung von Quirin Moll (Kreuzbandriss) und die Rote Karte von Aaron Berzel. „Wir dürfen aber nicht in den Jammermodus verfallen, sondern müssen die Situation so annehmen, wie sie ist.“ Der 40-jährige Trainer fordert ein enges Zusammenrücken von allen im Verein und bedingungslose Unterstützung des Teams. „Die Jungs müssen sich zerreißen und Siegeswillen zeigen!“

Optimistisch stimmt den Trainer, dass die Mannschaft gegen Osnabrück Moral bewiesen hatte, in Unterzahl zurückkam und den Ausgleich schaffte. Ärgerlich sei dann das 1:2 nach einem Standard gewesen. „In vielen Situationen machen wir es gut“, findet Bierofka, „aber im Moment werden wir für jeden Fehler knallhart bestraft. Oft sind es nur Kleinigkeiten. Du darfst keine Sekunde unaufmerksam sein.“

Bierofka wird in der Aufstellung für Samstag nicht nur „sachliche“ Argumente einfließen lassen. „Ich höre auch auf mein Bauchgefühl.“ Einer, dem er aufgrund seiner Erfahrung gerne das Vertrauen ausgesprochen hätte, ist Jan Mauersberger. Doch nach überwundener Gesichtsverletzung zwickt den Innenverteidiger nun der Rücken. „Ich habe Hoffnung, dass er am Freitag trainieren kann, auch wenn die Rückmeldungen der medizinischen Abteilung nicht gut sind.“ Eine weitere Option wäre der junge Semi Belkahia, bisher noch ohne Punktspieleinsatz. „Ihn da reinzuschmeißen, das müssen wir uns genau überlegen“, äußert sich der Trainer eher skeptisch.

Erneut fehlt den Löwen die „Blaupause“ für den Gegner. Wie Meier die Krefelder bei siner ersten Partie als Coach genau einstellt, ist „schwer einzuschätzen. Für uns ist das eine Wundertüte. Deshalb müssen wir in erster Linie auf uns schauen und auf alles vorbereitet sein. Wir kennen ja die Situation bereits!“ Schon einige Male in dieser Saison trafen die Löwen auf Mannschaften, deren Trainer gegen sie ihre Premiere feierten.

An der Qualität des KFC-Kaders gibt es trotz der drei Niederlagen in Serie keine Zweifel. Namen wir Aigner, Weltmeister Kevin Großkreutz, Maximilian Beister oder Innenverteidiger Dominic Maroh verfügen allesamt über Erstliga-Erfahrung. Dazu wurde der Kader im Winter – unter anderem mit Adriano Grimaldi vom TSV 1860 – nochmals kräftig verstärkt. „Aber auch für Uerdingen ist die 3. Liga kein Zuckerschlecken. Du musst die PS erst mal auf die Straße bringen“, weiß Bierofka, der seinen Jungs empfiehlt, ohne Angst in Duisburg aufzutreten. „Wir müssen wieder dahin kommen, um mit dem Selbstvertrauen zu Auswärtsspielen zu fahren, dass wir gewinnen können.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

KFC: 1 Vollath (Tor) – 6 Großkreutz, 32 Maroh, 25 Erb, 7 Dorda – 28 Konrad, 5 Krempicki – 9 Beister, 13 Aigner, 11 Rodriguez – 35 Osawe.
Ersatz: 36 Benz (Tor) – 4 Schorch, 8 Litka, 10 Pflücke, 14 Khalil Mohammad, 16 Dörfler, 17 Holldack, 21 Yesil,23 Chessa, 38 Kefkir, 33 Lukimya.
Nicht dabei: 15 Bittroff (Syndesmoseriss), 20 Ibrahimaj (Sehnenabriss im Oberschenkel), 27 Udegbe (Schulteroperation), 30 Daube (Probleme an der Patellasehne), Grimaldi (Verletzung am Sprunggelenk).

1860: 1 Hiller (Tor) – 4 Weber, 17 Wein, 32 Lorenz –28 Paul, 38 Lacazette, 20 Bekiroglu, 36 Steinhart – 7 Lex, 9 Mölders, 18 Karger.
Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 11 Köppel, 13 Owusu, 14 Dressel, 19 Abruscia, 24 Ziereis, 27 Belkahia, 31 Koussou, 34 Böhnlein, 44 Klassen.
Fraglich: 6 Mauersberger (Rückenprobleme).4
Nicht dabei: 5 Moll (Kreuzbandriss), 16 Kindsvater (Adduktorenprobleme), 22 Berzel (Rotsperre), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss).

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür); Assistenten: Thorsten Braun (Saarbrücken), Niklas Dardenne (Nettersheim).

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