SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka: „Würzburg hat mehr Leidenschaft gezeigt!“

Ursachenforschung (v. li.): Co-Trainer Oliver Beer, Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel und Chefcoach Daniel Bierofka. 

Für den Spielausgang war die Anfangsphase entscheidend. Darin waren sich sowohl Löwen-Trainer Daniel Bierofka als auch Kickers-Coach Michael Schiele einig. 1860-Torschütze Stefan Lex sprach von einer wilden Anfangsphase. „Wir hatten überhaupt keinen Zugriff!“

Löwen-Trainer Daniel Bierofka war mehr von dem Auftreten seiner Mannschaft als von der Niederlage enttäuscht. „Die ersten 25 Minuten waren für mich entscheidend, weil wir einfach körperlich und mental nicht auf dem Platz waren. So darfst du nicht ins Spiel gehen. Wir waren viel zu passiv, haben zu viele Zweikämpfe verloren. Deswegen geht der Sieg für Würzburg in Ordnung. Sie haben uns den Schneid abgekauft, was wir zugelassen haben“, analysierte der 40-Jährige. Dazu habe sein Team „zwei Mal sehr schlecht verteidigt“. Nach dem 0:2 habe man noch einmal alles probiert. „Würzburg hat mehr Leidenschaft gezeigt, hatte mehr Präsenz auf dem Platz. Wir dagegen konnten nicht unser Gesicht der letzten Wochen zeigen, haben nicht die Intensität auf den Platz gebracht, zu der wir in der Lage sind. Wir waren vom Kopf nicht da. Darüber werden wir reden müssen.“ Bierofka sieht sein Team trotzdem auf einem guten Weg. „Wir müssen den Kopf oben behalten, auch wenn es keine perfekte Englische Woche war.“

SPIELBERICHT Beginn verschlafen: Löwen verlieren 1:2 in Würzburg.

„Wir waren gut im Spiel, hatten einige Ballgewinne und gute Umschaltaktionen“, analysierte Würzburgs Trainer Michael Schiele, der sich über das Gegentor ärgerte. „Da waren wir vielleicht etwas zu gierig, laden den Gegner ein. Aber Owusu nimmt den Ball auch überragend mit“, zeigte er Verständnis für seine Defensive, die ansonsten kompakt stand. „Das 1:0 war gut herausgespielt, beim 2:0 hatten wir Glück bei der Ballmitnahme von Elva. Eigentlich war er schon verstolpert.“ In der 2. Halbzeit habe sein Team das Tor verteidigt, hatte durch Baumann noch die Chance zum 3:1. „Wenn wir das machen, wäre es für uns ruhiger geworden. Trotzdem: Wir haben Sechzig über 90 Minuten gut vom Tor weggehalten, nichts zugelassen.“

„Wir haben nur zweimal zehn Minuten an unsere Limits anschließen können“, brachte Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel die Problematik auf den Punkt. „Das war ab der 35. Minute bis zur Pause und in der Schlussphase. Ansonsten sind wir den eigenen Ansprüchen klar hinterhergelaufen. Damit kannst du kein Spiel gewinnen.“ Wieso das so war, dafür hatte der Österreicher keine plausible Erklärung. „Gerade in den ersten 20 Minuten waren wir viel zu inkonsequent, haben die Positionen nicht so besetzt, wie wir es in den letzten Wochen getan haben.“ An der Kraft könne es nicht gelegen haben, weil diese Defizite am stärksten in der Anfangsphase auftraten, schloss er konditionelle Gründe aus.

Torschütze Stefan Lex ärgerte sich über die Niederlage. „Wir haben uns viel vorgenommen. Es ist oft schwer, ins dritte Spiel einer Englischen Woche reinzukommen“, konstatierte er. „Die ersten fünf Minuten waren gar nicht so schlecht.“ Es wäre für den Gegner fiel zu leicht gewesen, die Tore zu erzielen. „Bis zur 25, 30 Minute war es ganz wild. Da haben wir uns komplett auf das Würzburger Spiel eingelassen, auf das Hin und Her. Wir hatten überhaupt keinen Zugriff. Dann bekommen wir auch noch auswärts einen Konter zum 0:2. Das darf überhaupt nicht passieren!“ Danach sei es schwierig gewesen, auch wenn der Anschluss relativ zeitnah fiel. „Für die 2. Halbzeit hatten wir uns nochmals viel vorgenommen. Leider waren wir nicht zwingend genug“, fand der 29-Jährige. Über sein Tor konnte sich der Erdinger nicht richtig freuen. „Ich hätte lieber Punkte mitgenommen. In dieser Situation konnten wir uns mal durchsetzen, ansonsten war nicht viel Zug nach vorne.“ Unterm Strich könne man mit den sechs Punkten aus der Englischen Woche aber gut leben. „Im Vorfeld hätten wir das sofort unterschrieben. Das ist okay, trotzdem hätte ich aus Würzburg gerne was mitgenommen.“

„Wir haben es verpennt“, fand Felix Weber. „Wenn du 0:2 hier in Würzburg zurück liegst, dann wird es ganz schwer“, orakelte er. Durch den Anschlusstreffer sei trotzdem noch nichts verloren gewesen. „Aber in der 2. Halbzeit waren wir nicht kreativ genug nach vorne und hinten sind wir auch ein bissl geschwommen. Ich glaube aber, dass wir in den ersten 20 Minuten das Spiel verloren haben.“ Sein Blick geht nach vorne, es sei in den verbleibenden neun Spielen noch alles drin. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir so schnell wie möglich die 47 Punkte haben. Die schaffen wir, da bin ich mir sicher!“

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