SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka: „Wir müssen couragiert bei Waldhof auftreten!“

Kehrt Kapitän Felix Weber nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre gegen Waldhof in die Startelf zurück? 

Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass sich die Löwen und der SV Waldhof zum letzten Mal gegenüberstanden. Nun ist es wieder soweit, am Montagabend, 5. August 2019, gastieren die Sechzger in Mannheim. Anpfiff im Carl-Benz-Stadion ist um 18.60 Uhr. Magenta Sport überträgt die Partie live.

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Nicht nur Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka freut sich auf das Spiel in der Kurpfalz. „Montagabend, das Flutlicht ist an, zwei Traditionsvereine“, so seine Begründung. Dazu sei Mannheim noch ungeschlagen. Und sein Team habe mit dem 3:0-Heimerfolg gegen Zwickau unterstrichen, dass es nicht nur gut spielen kann, sondern auch Ergebnisse abliefere. „Wir sind in einer guten Verfassung, deshalb fahren wir positiv nach Mannheim“, so der 40-Jährige.

Bei der Aufstellung hat Bierofka diesmal ein Luxusproblem, da Kapitän Felix Weber nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurückkehrt. Seinem Vertreter Aaron Berzel bescheinigte der Coach gegen Zwickau eine sehr gute Leistung. Wer von Beginn an beim SV Waldhof ran darf, steht deshalb noch nicht fest. „Ich muss eine Entscheidung treffen“, sagt er. Aber anders als bei Torhütern sei es keine mit einer solchen Tragweite. „Bei Feldspielern kann es immer wieder schnell in die andere Richtung gehen“, so der Trainer, der ohnehin durch die Verletzung von Semi Belkahia nur über drei erfahrene Innenverteidiger verfügt.

Erneut ist Stefan Lex eine Option für den 18er-Kader nach seiner Verletzung. Er könnte den Platz des 19-jährigen Leon Klassen einnehmen, der gegen Zwickau sein Debüt in der 3. Liga gab und gleich den Treffer von Herbert Paul vorbereitete. Diese Entscheidung, so Bierofka hätte aber weniger mit der Leistung des Linksfußes zu tun, sondern vielmehr mit den Regularien: „Leon fällt nicht unter die U23-Regel, weil er für Russland spielberechtigt ist.“ Der U-Nationalspieler ist zwar in Deutschland geboren, spielt aber für die Auswahl des Heimatlandes seiner Eltern.

Eine besondere Note bekommt das Spiel gegen Waldhof, weil mit Jochen Kientz (Manager) und Bernhard Trares (Cheftrainer) zwei ehemalige Löwen-Spieler für die sportlichen Geschicke der Kurpfälzer zuständig sind. Besonders Trares „hat Fußspuren hier hinterlassen“, wie Bierofka weiß. „Jedem, der sich mit Sechzig beschäftigt, ist Bernhard Trares ein Begriff. Aus meiner Sicht ein herausragender Spieler, sehr aggressiv und laufstark, aber auch ein guter Fußballer. Er hat alles, was man als Spieler und Trainer braucht.“

Sechzig auswärts in der Kurpfalz.

Das spiegle sich auch bei seiner Mannschaft wider. „Er lässt Fußball spielen. Waldhof ist keine Mannschaft, die lange Bälle spielt, sondern sie hat guter Fußballer in ihren Reihen, versucht auch, durch Kurzpassspiel nach vorne zu kommen.“ Es sei ein „interessantes“ Team, entsprechend habe er seine Jungs vorm Gegner gewarnt.

Sowohl Trares als auch Bierofka waren während ihrer aktiven Zeit 1860-Kapitäne. Das ist aber nicht das Einzige, was die beiden verbindet. Bei der Gegneranalyse vor der Relegation zur 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken war Trares dem Löwen-Trainer behilflich. „Er hat mir wichtige Informationen gegeben, weil er den Gegner aus der Liga sehr gut gekannt hatte. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.“ Das spiele aber beim Aufeinandertreffen während der 90 Minuten keine Rolle. „Da geht’s um drei Punkte. Jeder will, dass seine Mannschaft gewinnt“, erklärt Bierofka.

Und die Löwen können mit breiter Brust in die Rhein-Neckar-Metropole fahren, besonders nach dem 3:0-Heimsieg gegen Zwickau, das bis dahin noch kein Gegentor kassiert hatte. „Wir haben gesehen, was möglich ist, wenn wir couragiert auftreten und die Laufstärke, die wir auf jeden Fall haben, auf den Platz werfen. Ich denke, dass wir in jeder 2. Halbzeit bisher die läuferisch überlegene Mannschaft waren. Darauf müssen wir aufbauen.“

Aber Waldhof sei ein anderer Gegner als Zwickau, ein anderes Spiel. Dafür brauche es eine neue Strategie. „Zwickau hat mehr lange Bälle gespielt, ist auf die zweiten Bälle gegangen. Mannheim wird mehr Fußball spielen.“ Der Aufsteiger remisierte bisher in allen drei Partien, ist also noch unbesiegt. „Wir müssen couragiert auftreten. Das muss die Mannschaft verinnerlichen. Ohne Mut und Überzeugung kannst du nicht erfolgreich sein.“ Genau diese Tugenden hätten seine Jungs zuletzt gezeigt. „Wir müssen das jetzt konservieren, weiterentwickeln und Selbstvertrauen gewinnen, damit wir in der Lage sind, solche Spiele wie gegen Zwickau, öfter für uns zu entscheiden.“

Die sieben Neuen der 3. Liga – Teil zwei: Waldhof Mannheim.

Obwohl Bierofka kein Freund der Rotation ist, lässt er sich am Ende der Englischen Woche offen, vielleicht doch die eine oder andere Änderung vorzunehmen. „Es ist normal, dass es an den Körnen fehlt beim dritten Spiel innerhalb von acht Tagen.“ Das gelte besonders für die laufintensiven Außenpositionen oder für junge Spieler wie Dennis Dressel oder Fabian Greilinger, den er schon gegen Zwickau geschont hatte. Auch der 34-jährige Sascha Mölders sei ein Kandidat, sollte er eine Pause benötigen. „Aber ich bin froh, wenn sich eine Mannschaft eingespielt hat und die Automatismen da sind. Das heißt aber nicht, dass ich Spielern wie Simon Seferings oder Markus Ziereis das nicht zutraue!“

Ohnehin ist Bierofka positiv überrascht, wie gut seine Mannschaft bisher das Fehlen von Langzeitverletzten wie Eric Weeger, Semi Belkahia, Quirin Moll oder Nico Karger kompensierte. „Wir schaffen es im Moment, das im Kollektiv aufzufangen.“ Trotzdem ist der Löwen-Trainer keiner, der sich auf dem Status Quo ausruht – auch seine Spieler nicht. Zufriedenheit bezeichnet er als Stillstand. Sollte sich diese einstellen, wäre er der Erste, der dazwischen gehen würde, wie er betont. „Man kann sich immer weiterentwickeln“, so sein Credo.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

Waldhof: 25 Scholz (Tor) – 26 Marx, 23 Schultz, 5 Seegert, 4 Conrad – 21 dos Santos, 6 Schuster – Deville, 8 Diring, 9 Sulejmani – 17 G. Korte.
Ersatz: 1 Königsmann (Tor) – 3 Celik, 7 R. Korte, 10 Ferati, 13 Christiansen, 14 Deville, 15 Schwarz, 18 Gouaida, 19 Bouziane, 22 Just, 27 Sprecakovic, 28 Weik, 30 Koffi, 31 Hofrath, 32 Flick.
Nicht dabei: 11 Weißenfels (Bänderriss).

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein – 16 Kindsvater, 14 Dressel, 20 Bekiroglu, 11 Greilinger – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 3 Lang, 7 Lex, 8 Seferings, 10 Gebhart, 19 Niemann, 22 Berzel, 24 Ziereis, 25 Willsch, 33 Klassen, 34 Böhnlein.
Nicht dabei: 2 Weeger (Sehnenverletzung), 5 Moll (Reha nach Kreuzbandriss), 6 Metzger (Handbruch), 18 Karger (Sehnenriss), 27 Belkahia (Kreuzbandriss), 40 Kretzschmar (3. Torwart).

Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin); Assistenten: Julius Martenstein (Cölbe), Dennis Meinhardt (Fulda).

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