SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka spricht von Fifty-Fifty-Chance in Würzburg.

Hat vorm Spiel bei den Würzburger Kickers die Qual der Wahl: Löwen-Trainer Daniel Bierofka. 

Zum dritten Mal in dieser Saison müssen die Löwen in der 3. Liga an einem Montag auswärts ran. Am 7. Oktober 2019 geht es nach Mainfranken zum FC Würzburger Kickers. Anpfiff in der flyeralarm Arena ist um 18.60 Uhr. Magenta Sport überträgt die Partie live.

Sechzig auswärts in Unterfranken.

Aus den letzten vier Spielen holten die Löwen neun Punkte, landeten dabei ihren ersten Auswärtsdreier nach zuvor neun Partien ohne Sieg in der Fremde. „Wir haben uns Selbstvertrauen erarbeitet“, sagt 1860-Chefcoach Daniel Bierofka. „Die Jungs haben gemerkt, dass es sich lohnt, in Spiele zu investieren. Gerade gegen Kaiserslautern, wie wir da gefightet und gebissen haben. Die Wahrscheinlichkeit ist dann groß, dass das Glück auf deine Seite springt.“

Die Art und Weise, wie sich sein Team gegen die Pfälzer präsentierte, hat dem 40-Jährigen imponiert. Einen ähnlich engagierten Auftritt erwartet er in Würzburg. „Wie es dann ausgeht, kann man nicht sagen. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe. Würzburg hat sich in den letzten Wochen gesteigert.“ Ohnehin sei ein Derby immer eine Fifty-Fifty-Chance. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, um mit drei Punkten nach Hause zu fahren“, verspricht Bierofka.

Vor dem Gegner hat der Löwen-Trainer Respekt, besonders vor der Offensive der Unterfranken. „Mit Pfeiffer haben sie einen guten Stürmer geholt, sehr kopfballstark, sehr gefährlich im Sechzehner.“ Auch Albion Vrenezi kenne er seit seiner Zeit in der Augsburger Reserve. „In Regensburg hat er sich nicht so durchsetzen können. Für die 3. Liga ist er aber ein sehr guter Spieler, stark im Dribbling und gefährlich, wenn er nach innen zieht.“ Fabio Kaufmann bezeichnet der Löwen-Coach als „Zweitligaspieler. Er ist sehr dynamisch, hat viel Zug zum Tor. Dazu kommen mit Rhein und Sontheimer zwei Spieler, die in NLZs ausgebildet wurden. Nach vorne ist schon viel Qualität bei Würzburg da!“

Nicht ganz so sattelfest hat sich die Kickers-Defensive in der bisherigen Saison gezeigt. 27 Gegentore sind absoluter Minuswert in der Liga. „Zuletzt waren sie etwas stabiler“, so Bierofkas Feststellung. Trotzdem ist die Ausrichtung klar. „Wir müssen Würzburg unter Stress setzen, sie defensiv fordern und sie so bespielen, dass ihnen Fehler unterlaufen. Wir dürfen nicht zu passiv sein, müssen einen guten Ball nach vorne spielen, hinten kompakt stehen und die Umschaltmomente nutzen. Das, was wir in Duisburg nicht so geschafft haben.“

Mit Stefan Lex, Herbert Paul und Phillipp Steinhart kehren drei Spieler nach Verletzung bzw. Sperre zurück. Gesetzt sind sie aber aufgrund der aktuellen Konkurrenzsituation nicht. „Man merkt es jeden Tag im Training. Keiner kann sich sicher sein. Jeder versucht, mir das Leben so schwer wie möglich zu machen.“ Bierofka hat die Qual der Wahl hat. „Natürlich wird es Enttäuschungen geben. Es liegt in meiner Verantwortung, die Entscheidung zu treffen, wer für das Spiel am besten passt.“ Das sei auch für ihn keine einfache Situation „da jeder zeigt, dass er in die erste Elf will“.

Große Veränderungen sieht der Trainer aber keine vor. „Die Jungs haben es sich erarbeitet, dass sie diesen Bonus für das Spiel kriegen. Aber die Karten werden nach jedem Spiel neu gemischt“, kündigt er an. Nicht im Kader werden Marco Metzger, Noel Niemann, Eric Weeger und Kristian Böhnlein stehen. Das Quartett sammelt Spielpraxis in der U21. Ein Thema könnte Efkan Bekiroglu wieder fürs Pokalspiel gegen Unterhaching am kommenden Freitag werden. „Effe trainiert am Montag mit dem Athletiktrainer intensiver“, erzählt Bierofka. Verläuft dieser Test positiv, „wäre er eine Option für die Bank. Aber wir werden kein Risiko eingehen. Für mich ist die Liga wichtiger!“

Aufgrund der Tabellenkonstellation könnten die Löwen bei einem Erfolg in Würzburg einen gewaltigen Sprung nach vorne machen und an die Spitze heranschmecken. „In der Liga musst du immer in beide Richtungen schauen“, bremst Bierofka aufkommende Euphorie. „Momentan ist die Liga sehr ausgeglichen. Mit einem Sieg wärst du auf Platz acht, bei einer Niederlage hast du gerade mal nach hinten drei Punkte Vorsprung plus die Tordifferenz.“ Doch der Löwen-Trainer sieht die momentane Situation als positiven Druck: „Wir haben eine Riesenchance, können uns von den hinteren Plätzen absetzen und den Anschluss an das vordere Tabellendrittel schaffen. Diese wollen wir nutzen!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

FWK: 40 Müller (Tor) – 34 Ronstadt, 22 Hägele, 27 Schuppan, 38 Herrmann – 8 Gnaase, 12 Sontheimer, 30 Rhein – 7 Kaufmann, 10 Vrenezi – 16 Pfeiffer.
Ersatz: 33 Verstappen (Tor) – 5 Kwadwo, 6 Zulciak, 9 Widemann, 11 Cakmak, 14 Hansen, 17 Langhans, 20 Breitkreuz, 21 Hemmerich, 23 Kraus, 25 Meisel, 26 Schweers.
Nicht dabei: 9 Baumann (Sprunggelenksverletzung), 13 Frisorger (Muskelverletzung), 19 Ibrahim (Leistenverletzung), 18 Breunig, 24 Stephan (beide Verletzung nach Verkehrsunfall).

1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 22 Berzel, 33 Klassen – 17 Wein, 10 Gebhart, 23 Rieder – 16 Kindsvater, 9 Mölders, 11 Greilinger.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 7 Lex, 8 Seferings, 13 Erdmann, 14 Dressel, 21 Owusu, 24 Ziereis, 28 Paul, 36 Steinhart.
Nicht dabei: 3 Lang (Rot-Sperre), 5 Moll (Reha nach Kreuzbandriss), 18 Karger (Aufbautraining nach Sehnenriss), 20 Bekiroglu (Muskelverletzung), 27 Belkahia (Kreuzbandriss), 40 Kretzschmar (3. Torwart), 2 Weeger, 6 Metzger 19 Niemann, 34 Böhnlein (alle U21).

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Philipp Reitermayer (Karlsruhe), Mario Hildenbrand (Wertheim).

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