SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka lobt die Intensität bei seiner Mannschaft.

Dank Torhüter Marco Hiller konnte Löwen-Trainer Daniel Bierofka am Ende ju 

Sowohl Löwen-Trainer Daniel Bierofka als auch Hachings Coach Claus Schromm sprachen von „Glücksache“ beim Elfmeterschießen. Trotzdem hatte Bierofka ein gutes Gefühl, während Schromms schlimmste Befürchtungen bestätigt wurden.

„Die Mannschaft hat sehr intensiven Fußball gespielt. Das musste sie auch machen, um den Platz als Gewinnern zu verlassen“, sagte Löwen-Trainer Daniel Bierofka, der sich freute, dass sein Team seiner Forderung nach mehr Leidenschaft als zuletzt in Würzburg nachgekommen war. „In der 1. Halbzeit haben wir es nicht ganz geschafft, den Spielfluss von Unterhaching zu verhindern. Nach der Pause ist es uns besser gelungen.“ Mit dem Umschaltspiel war der 40-Jährige nicht ganz zufrieden. „Das kann man besser machen!“ Bis auf zwei Standardsituationen – die eine führte zum Gegentor, bei der anderen rettete das Aluminium – sei sein Team „sehr stabil“ gestanden, hätte gut verteidigt. „Immer wieder ist es uns gelungen, Nadelstiche zu setzen. „Ich muss meiner Mannschaft für die Intensität gratulieren. Aber heute hätte es kein Team verdient, zu verlieren. Elfmeterschießen ist immer Glückssache.“ Diese Aussage revidierte Bierofka teilweise, denn er hatte ein gutes Gefühl wegen seines Torhüters Marco Hiller, der bereits im Achtelfinale beim TSV Dachau zum Matchwinner wurde. „Für ihn freut es mich. Er ist mit seiner Explosivität sehr gut auf der Linie und heute zum zweiten Mal zum Toto-Pokal-Helden avanciert.“

SPIELBERICHT Hiller wird zum Elfmeterkiller: Löwen bezwingen Unterhaching im Pokal.

Unterhachings Coach Claus Schromm fand, dass seine Jungs gut ins Spiel gekommen seien. „Wir haben über 90 Minuten ein anderes Gesicht gezeigt, als das letzte Mal, wo wir im Grünwalder Stadion gespielt haben.“ Mutig und stabil hätte sein Team in der 1. Halbzeit agiert. „In der 2. Halbzeit bekommen wir dann nach einer missglückten Eröffnung das 1:1. Danach hatten wir eine ähnliche Situation, wo wir den Ball an die Latte köpfen.“ Im Gegensatz zu seinem Löwen-Kollegen Bierofka hatte Schromm bei der Entscheidung vom Punkt kein gutes Gefühl. „Elfmeterschießen bei Unterhaching ist unterirdisch, egal mit welcher Mannschaft. Da gibt’s die schlimmsten Geschichten.“

Für Prince Owusu, dem einzigen Löwen-Torschützen aus dem Spiel heraus, war es ein „sehr wichtiges Tor. Es war ein Derby, wir wussten, was auf dem Spiel steht.“ Zumal das Team in Würzburg enttäuscht hatte. „Wir sind durch einen Standard in Rückstand geraten. Das kann passieren“, so der 22-Jährige. Aus der Ruhe hatten sich die Löwen dadurch nicht bringen lassen. „Wir wollten weiter darauf hinarbeiten, damit wir unsere Chancen bekommen.“ Trotz seines Treffers übte Owusu Selbstkritik. „Wir hatten einige Umschaltchancen, die ich zwei, drei Mal nicht gut ausgespielt habe. Ich weiß also, an was ich schrauben muss.“ Ihm persönlich sei es entgegengekommen, dass Sascha Mölders in der Halbzeit eingewechselt wurde. „Sascha hat vorne die Bälle festgemacht, dadurch konnte ich mehr aus der Tiefe kommen.“ Elfmeterschießen sei Glückssache. „Aber man hat gesehen, dass wir einen starken Keeper haben. Er hat schon die ganze Woche über gut performt. Wir müssen ihn jetzt die nächsten Tage auf Händen tragen.“ Owusu wäre auch bereit gewesen, vom Punkt anzutreten. „Aber letztlich hat der Trainer entschieden, wer schießt!“

Matchwinner Marco Hiller, der sich von den Fans auf dem Zaun vor der Westkurve nach Spielende feiern ließ, konnte nur noch krächzen. „Ich war vorher schon erkältet“, führte es als Entschuldigung an, „aber natürlich war auch das Spiel nicht gut für meine Stimme!“ Bei allen fünf Elfmetern der Hachinger ahnte der 22-Jährige die richtige Ecke. „Leider hat es nur für drei gehaltene Elfer gereicht. Aber zum Glück war es genug“, stapelte der Matchwinner tief. Es sei Wahnsinn, vor so einer Kulisse ein Derby zu gewinnen. „Aber wir haben es uns verdient. So ein Spiel tut mir besonders gut, weil ich sonst von der Bank zuschauen muss.“ Der Einzug ins Halbfinale sei deshalb so viel Wert, „weil Haching super drauf ist. Wir sind durch einen Standard unglücklich in Rückstand geraten, aber zurückgekommen. Das Spiel hat gezeigt, dass einiges drin ist, wenn wir als Mannschaft zusammenhalten und alles reinhauen.“

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