SECHZIGMÜNCHEN.
 

Werner Lorant feiert 71. Geburtstag.

Seltener Gast im Grünwalder Stadion: Werner Lorant vor einem Jahr beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. 

Werner Lorant schrieb mit den Löwen Geschichte. Als erster Trainer gelang ihm der direkte Durchmarsch von der Dritten in die Erste Liga. Heute am 21. November 2019 feiert er seinen 71. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.

Kürzlich wurde Lorant für 25 Jahre Mitgliedschaft im TSV München von 1860 e.V. geehrt. Er hatte 1992 die Löwen als Trainer in der damals drittklassigen Bayernliga übernommen, führte sie direkt in die Bundesliga und etablierte sie dort als feste Größe. Der gelernte Maler und Anstreicher war selbst Profi bei Borussia Dortmund, Rot-Weiß Essen, 1. FC Saarbrücken, Eintracht Frankfurt, FC Schalke 04 und Hannover 96. Wegen seiner rustikalen Spielweise war der Verteidiger bei den Gegnern gefürchtet.

Das war auch später als Trainer nicht anders. „Ich wechsle nur aus, wenn sich einer ein Bein bricht“, blaffte Lorant einst die Journalisten an. Nicht nur deswegen wurde er in der Fußball-Branche als „Werner beinhart“ bezeichnet. Auch der Titel seiner Biographie, „Wer Angst hat verliert“, passt in dieses Bild.

1997 führte er den TSV 1860 in den UEFA-Cup. Seinen größten Erfolg feierte Lorant in der Saison 1999/2000 mit den zwei Derbysiegen gegen den FC Bayern und dem Erreichen der Qualifikationsspiele zur Champions League als Tabellenvierter.

Mit dem 2010 verstorbenen 1860-Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser bildete Lorant fast zehn Jahre ein kongeniales Duo. Die Männerfreundschaft, zwischen die anfangs kein Blatt Papier passte, geriet völlig aus den Fugen, als Lorant 2001 entlassen wurde. „Den interessiert doch nur noch seine scheiß Allianz Arena. Um darin zu spielen, dazu brauchst du auch eine Mannschaft, die gewinnt“, polterte der im westfälischen Welver geborene Lorant damals gegen die Pläne des Präsidenten, der sich dann aber nicht davon abhalten ließ, mit dem Rivalen FC Bayern München ein Stadion zu bauen.

Lorant prophezeite früh, dass das nicht gutgehen würde. Er sollte Recht behalten. Selbst konnte er später mit keinem anderen Verein mehr an die Erfolge mit den Sechzgern anknüpfen. Es folgten viele Engagements, teilweise mit extrem kurzen Verweilzeiten bei Klubs in der Türkei, Südkorea, Zypern, Iran, China und der Slowakei. Zuletzt rettete er den Bezirksligisten TSV Waging und den österreichischen Klub Union Hallein vor dem Abstieg. Das gelang ihm mit dem FC Hallein 04 zuletzt nicht. Im April 2019 verpflichtete ihn der zu diesem Zeitpunkt in der 1. Landesliga Salzburg Letztplatzierte für den Rest der Saison. ER stieg im Sommer ab. „Die Mannschaft ist nicht gut genug, das muss ich mir nicht antun“, erklärte er danach gegenüber der BILD am SONNTAG. ,,Als Trainer war es das wohl für mich.“

Als Rentner lebt Lorant in Waging am See in einer Ferienwohnung über der Rezeption des dortigen Campingplatzes mit Freundin Brigitte und seinem Hund Jackson. In den Sommermonaten trainiert er in der dortigen Fußballschule zusammen mit Ex-Nationalspieler Dieter Eckstein Kinder zwischen fünf und 15 Jahren.

Die Löwen wünschen ihrem Kult-Trainer zum 71. Geburtstag alles Gute, Gesundheit und viel Lebensfreude.

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