SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka gratuliert Pipinsired & spricht von „Ausnahmezustand“.

Wird vorsichtig im Hinblick auf die Aufstiegsspiele aufgebaut: Spielmacher Timo Gebhart. 

Für den FC Pipinsried ist es das „Spiel des Lebens“, wenn am Samstag, 5. Mai 2018, der TSV 1860 München in der 560-Einwohner-Gemeinde im Dachauer Hinterland aufläuft. Anpfiff in der NAT-Arena ist um 17 Uhr.

Sechzig auswärts in Pipinsried, oida.

Mit über 7.000 Zuschauern Kapazität findet ein vielfaches der Einwohner am Samstag Platz im Pipinsrieder Stadion. Für das Gastspiel der Löwen wurde eigens eine Naturtribüne ausgewiesen. Normalerweise haben lediglich 2.500 Besucher Platz in der NAT-Arena.

Kein Wunder, dass Löwen-Trainer Daniel Bierofka vom „Ausnahmezustand“ spricht. „Ich weiß gar nicht, wo die Zuschauer hinpassen sollen. Wahrscheinlich stehen alle hinter meiner Trainerbank“, scherzte der 39-Jährige. „Das wird extrem und sicherlich sehr emotional.“

Für den Aufsteiger ist die Partie gegen die Sechzger bereits das dritte Spiel in fünf Tagen. Am Montag gewann der Dorfklub bei der Ingolstädter Reserve mit 3:1, am Donnerstag holte Pipinsried einen Punkt beim SV Schalding-Heining (1:1). Mit diesen Ergebnissen konnte das Team aus dem Dachauer Hinterland sich vorzeitig den Verbleib in der Regionalliga sichern.

Bierofka gratulierte dem FCP nicht nur zum Klassenerhalt, sondern lobte auch seinen ehemaligen Spieler Fabian Hürzeler, der seit letztem Jahr Trainer in Pipinsried ist. Außerdem schnürt der 25-Jährige regelmäßig dort seine Fußballschuhe. „Er hat einen super Job gemacht“, sagt Bierofka über seinen Kollegen.

Trotz des strafen Programms der Gelb-Blauen erwartet der Löwen-Coach keinen Spaziergang. „Sicher ist das nicht optimal. Aber es ist für Pipinsried das Spiel des Lebens. Sie werden sicher alles raushauen.“ Zudem stehen neben Hürzeler drei weitere ehemalige Sechzger im Team des SCP: Thomas Reichlmayr, Christoph Burkhard und Kasim Rabihic.

In Pipinsried wollen die Löwen endlich die Meisterschaft auch faktisch perfekt machen. Dazu fehlt noch ein Punkt. Dass es ausgerechnet im Derby die erste Punktspielniederlage 2018 setzte, bezeichnet Bierofka als blöd. „Wir haben eine schlechte Halbzeit gespielt. Das wurde klar angesprochen. Aber man darf jetzt nicht alles schwarzsehen. Zuvor haben wir eine gute Serie gespielt.“

Gegen die kleinen Bayern musste Bierofka auf Kapitän Felix Weber sowie Stürmer Markus Ziereis verzichten. Beide sind seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining. „Es schaut nicht gut aus“, glaubt der Trainer nicht an einen Einsatz in Pipinsried. „Beide spüren noch was. Wenn es ein entscheidendes Spiel wäre, würden wir es abwägen. So ist mir das Risiko aber zu groß, dass sie sich verletzten.“

Denn, das gibt Bierofka offen zu, „mein Fokus liegt klar auf der Relegation“. Und hierfür braucht er die Beiden, ebenso wie Timo Gebhart, der gegen die Bayern-Reserve sein Comeback nach einem Dreivierteljahr Leidenszeit feierte. Der 29-Jährige sei zwar gegen Pipinsried noch keine Option für die Startelf, aber ein Kandidat für die letzte halbe Stunde. „Wir müssen Timo langsam aufbauen. Einen Spieler mit seiner Qualität haben wir sonst nicht, deshalb darf er sich nicht verletzen“, setzt Bierofka auf eine schrittweise Steigerung der Einsatzzeit seiner Nummer 10 bis zu den Aufstiegsspielen.

Verlassen wird die Löwen dagegen Felix Bachschmid. Der SV Wacker Burghausen vermeldete am Freitag den 21-Jährigen als Neuzugang. Bei den Salzach-Städtern erhielt der Stürmer einen Vertrag bis 2020. „Ich freue mich für ihn, Wacker ist ein guter Verein, hat Strahlkraft“, so Bierofka, der die derzeitige Situation als unbefriedigend bezeichnet. Noch ist nicht geregelt, ob es in der nächsten Saison überhaupt eine U21 geben wird, ebenfalls nicht, welches Budget für den Kader der ersten Mannschaft zur Verfügung steht. „Wir wissen nicht, mit welchen Spielern wir uns befassen können. Dem Aufsichtsrat haben wir am Montag unser Konzept vorgestellt. Jetzt warten wir auf Rückmeldung.“

Zumindest sportlich will Bierofka am Samstag mit dem Titelgewinn für klare Verhältnisse sorgen. Eine Feier sei keine geplant. „Wir werden uns nach dem Spiel umschauen, was so los ist!“ Pipinsried jedenfalls scheint für alle Eventualitäten bestens gerüstet…

VORRAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN

FCP: 1 Reichlmayr – 20 Schuster, 22 Achatz, 2 Berger, 5 Segashi – 6 Hürzeler – 8 Grahammer, 14 Burkhard, 11 Rabihic – 27 Lushi, 23 Müller.
Ersatz: 33 Hollenzer (Tor) – 3 Herzig, 7 Arkadas, 10 Tosun, 17 Liebsch, 18 Krammel, 37 Dekorsy, 40 Diep.
Nicht dabei: 4 Grassow (Rot-Sperre).

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 36 Steinhart, 11 Köppel – 17 Wein – 22 Berzel, 8 Seferings – 31 Koussou, 27 Görlitz, 18 Karger – 9 Mölders.
Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 4 Weber, 5 Andermatt, 7 Awata, 10 Gebhart, 13 Siebdrat, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 19 Aigner, 20 Steer, 21 Türk, 23 Helmbrecht, 24 Ziereis, 25 Genkinger, 33 Bachschmid.
Nicht dabei: 35 Niemann (Kreuzband- und Meniskusriss).

Schiedsrichter: Johannes Huber (Bogen); Assistent: Thomas Wagner (Freyung), Manuel Müller (St. Wolfgang).

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