SECHZIGMÜNCHEN.
 

Simon Seferings: „Von so etwas träumst du!“

Traf gefühlt zehn Sekunden nach seiner Einwechslung zum 2:2: Simon Seferings. 

Der Kabinentrakt war mit Bier getränkt, überall spritzte der Gerstensaft. Torschütze Sascha Mölders bedachte Sky-Reporter und Ex-Löwen-Spieler Torben Hoffmann mit einer Bierdusche. Freudentrunken feierte die Mannschaft den Aufstieg. Viele Ex-Spieler gratulierten.

Sascha Mölders brüllte: „Wir haben den Aufstieg geschafft! Das ist Wahnsinn, was wir aus unseren Möglichkeiten gemacht haben. Für mich ist es der erste Aufstieg in meiner Profikarriere“, erklärte der 33-Jährige.

Trainer Daniel Bierofka gab sich wortkarg, schüttelte fassungslos den Kopf. „Ich kann’s gar nicht glauben, dass wir es geschafft haben. Als ich Saarbrücken beim 7:1 gesehen habe, dachte ich, wir haben keine Chance. Aber was die Mannschaft in den zwei Spielen rausgehauen hat, war sensationell.“

SPIELBERICHT Aufstieg! Löwen schaffen 2:2 gegen Saarbrücken im Relegationsrückspiel.

Torhüter Marco Hiller musste zwei Mal hinter sich greifen. Gezweifelt am Aufstieg hatte er trotzdem nicht. „Alle haben auch nach dem 0:2-Rückstand daran geglaubt. Wir haben es einfach verdient: die Mannschaft, die Fans, der Verein. Wir sind einfach die geilsten.“

Simon Seferings kam in der 82. Minute für Markus Ziereis beim Stand von 1:2 ins Spiel. Kurz danach traf er zum 2:2. „Das waren gefühlt zehn Sekunden“, beschrieb der 23-Jährige die Szene. „Mit dem ersten Ballkontakt habe ich das Tor erzielt.“ Er habe ein gutes Gefühl gehabt. „Von so etwas träumst du. Unglaublich, dass es wahr wurde. Nach der schweren Zeit, die ich persönlich hatte, war der Aufstieg der perfekt Abschluss!“

Günther Gorenzel, der Sportliche Leiter der Löwen, wollte sich nicht lange mit einer taktischen Analyse des Spiels aufhalten. „Das macht wenig Sinn. Uns war klar, dass es heute auf Kleinigkeiten ankommt. Du brauchst auch das notwendige Quäntchen Glück. Das hatten wir. Entscheidend ist, was uns durch das ganze Jahr getragen und uns erst in diese Position gebracht hat: der Charakter der Mannschaft.“ Dieser habe über die schweren Momente getragen. „In Verbindung mit unseren Fans, die über die ganze Saison der zwölfte Mann waren, haben wir die schwere Situation gemeistert und sind aufgestiegen.“ Der 46-Jährige richtete in der Stunde des Erfolges ein Appell an alle Löwen: „Entscheidend wird sein, dass wir es schaffen, für dieses tollen Verein, der durch nichts klein zu kriegen ist, die Kräfte zu bündeln. Dann ist Sechzig nicht zu stoppen!“

1860-Geschäftsführer Michael Scharold zeigte sich nach dem Abpfiff einfach nur froh über den Aufstieg. „Es war ein Wahnsinnsjahr, sehr intensiv. Wir sind einfach nur glücklich, dass es geklappt hat.“ Der 39-Jährige sagte allen Danke – „der Mannschaft, dem Trainerteam, den Fans. Es liegt jetzt viel Arbeit für uns. Es wird sicher nicht leicht kommende Saison in der 3. Liga. Wir werden ab morgen daran arbeiten.“ Scharold kündigte an, die Mannschaft punktuell verstärken zu wollen. „Aber wir haben ein super Team mit einem ausgezeichneten Trainer. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Leistungsunterschiede zwischen der Regionalliga und der 3. Liga nicht so groß sind und dass die Aufsteiger aus Bayern immer eine gute Rolle gespielt haben. Nichtsdestotrotz werden wir etwas machen.“ Der 1860-Geschäftsführer freut sich einfach, „wieder deutschlandweit in größeren Stadien spielen zu können“.

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