SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen werden auf dem Betzenberg nicht die weiSSe Flagge hissen.

Hat vorerst im Kampf um die Nummer Eins im Löwen-Tor die Nase vorn: Hendrik Bonmann. 

Endlich wieder großer Fußball, wenngleich es „nur“ 3. Liga ist: Die Löwen sind am Samstag, 28. Juli 2018, beim 1. FC Kaiserslautern zu Gast. Anpfiff auf dem Betzenberg ist um 14 Uhr. Das Fernsehen überträgt die Partie, für die bis Freitagmorgen 38.000 Tickets verkauft worden sind, live in der ARD.

Mehr als 4.500 Löwenfans reisen in die Pfalz. Der FCK öffnet zusätzlich die Blöcke neben dem Gästeblock, verkauft an der Tageskasse Tickets für kurzentschlossene Sechzger.

Sechzig auswärts auf dem Betzenberg.

Vor einem Jahr starteten die Löwen in Memmingen in die Regionalliga-Saison vor 5.000 Zuschauern. Diesmal werden es über 40.000 sein. Die Gegensätze könnten kaum krasser sein. Kein Wunder, dass 1860-Cheftrainer Daniel Bierofka von Vorfreude „auf die spezielle Atmosphäre“ am Betzenberg spricht. „Kaiserslautern gehört zu den Favoriten – von den eigenen Zielen und von der Erwartungshaltung her. Wir können uns als Aufsteiger dort beweisen.“

Die Vorzeichen seien umgekehrt als in der Regionalliga. „Dort waren wir die Gejagten, jetzt sind wir die Jäger. Das heißt aber nicht, dass wir auf den Betzenberg fahren, um die weiße Flagge zu hissen. Wir stellen uns der Herausforderung.“

Die Löwen haben die Pfälzer ausgiebig studiert. „Der Trainer hat einige Möglichkeiten“, weiß Bierofka. „Ich denke, er wird bei seinem 4-4-2-System bleiben.“ Der Zweitliga-Absteiger sei gut organisiert und mache die Räume sehr eng. „Die Mannschaft macht einen guten Eindruck, hat in der Vorbereitung ordentliche Ergebnisse erzielt“, weiß er um die Stärke der Roten Teufel.

Für das Team des 39-Jährigen gehe es darum, „die ersten 20 Minuten unbeschadet zu überstehen. Wir wollen das Spiel ausgeglichen halten, um die FCK-Fans zu beruhigen.“ Wenn die Löwen sich in dem Hexenkessel zurechtgefunden haben, gehe es im nächsten Schritt darum, „unser Spiel durchzudrücken“.

Bei der zu erwartenden Hitze komme es auch auf physische Stärke und Mentalität an. „Groß machen kannst du dagegen nichts. Viel trinken, damit man nicht dehydriert. Letztlich musst du dich durchbeißen“, weiß Bierofka aus eigener Erfahrung. „Es wird irgendwann die Wand kommen. Da musst du drüber. Und wenn einer umfällt, dann wechsle ich eben aus“, scherzt der Löwen-Coach.

Nach seiner Rückkehr aus Finnland, wo Bierofka neun Tage mit dem Fußballlehrer-Lehrgang bei der U19-EM weilte, musste er einige personelle Entscheidungen, teilweise unangenehme, fällen. Die spektakulärste war die auf der Torhüter-Position. Sie fiel zu Gunsten von Hendrik Bonmann aus. „Das war brutal!“, kommentiert er diesen Prozess. Dabei half ihm die Einschätzung seines Trainerteams. „Hendrik wirkte einen Tick stabiler in der Vorbereitung“, lautet seine Begründung. „Er spielt jetzt erst mal in Kaiserslautern. Es ist ein Offener Kampf, bei dem das Leistungsprinzip zählt. Hendrik muss jetzt zeigen, dass er zu Recht zwischen den Pfosten steht.“

Marco Hiller habe die Entscheidung professionell aufgenommen, ähnlich wie Bonmann im letzten Winter. „Die Rollen sind vertauscht. Marco muss nun Druck von der Bank ausüben.“ Dass die Löwen auf in Zukunft mit dem 21-jährigen Hiller planen, zeigt ein „gutes Angebot“, wie Bierofka es nennt, das dem Keeper zur Unterschrift vorliegt. „Er hat einen guten Stand hier. Ich gehe davon aus, dass Marco verlängern wird.“

Aber nicht nur auf der Torhüter-Position waren die Entscheidungen eng. „Härtefälle gibt es immer“, erzählt Bierofka, „einige wurden überrascht“. Es gelte jetzt, „den Kopf hoch zu halten, weiter hart zu arbeiten. Wir werden in der langen Saison noch jeden Spieler brauchen“, macht er den momentan nicht Berücksichtigten Mut.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

FCK: 1 Sievers (Tor) – 23 Dick, 5 Kraus, 35 Hainault, 3 Sternberg – 8 Fechner, 7 Albaek – 17 Hemlein, 21 Zuck – 33 Spalvis, 10 Biada.
Ersatz: 13 Hesl, 22 Grill (beide Tor) – 4 Özdemir, 6 Löhmannsröben, 9 Thiele, 11 Pick, 14 Esmel, 15 Huth, 16 Bergmann, 20 Schad, 29 Botiseriu.
Nicht dabei: 25 Sickinger (Muskelreizung).

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 7 Lex, 10 Grimaldi, 18 Karger – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 16 Kindsvater, 19 Abruscia, 20 Bekiroglu, 24 Ziereis, 25 Willsch, 34 Böhnlein.
Nicht dabei: 21 Türk (Rot-Sperre), 22 Berzel (Sehneneinriss), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 36 Koussou (Leistenprobleme), 8 Seferings, 11 Köppel, 14 Dressel, 23 Helmbrecht, 27 Belkahia, 44 Klassen (alle U21).

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover); Assistenten: Markus Sinn (Filderstadt), Lukas Benen (Nordhorn).

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