SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka fordert in Meppen Ruhe & Geduld.

Trainer Daniel Bierofka fordert von seinem Stürmer Stefan Lex, dass er sich mehr zutraut. 

Fast 25 Jahre ist es her, seit der TSV 1860 München das letzte Mal beim SV Meppen weilte. Am Sonntag, 6. Oktober 2018, kommt es nun in der 3. Liga zu einer Neuauflage der für viele Löwen-Fans unvergessenen Partie. Anpfiff in der Hänsch-Arena ist um 13 Uhr. Telekom Sport zeigt die Partie live.

Sechzig auswärts im Emsland.

Vor einem Vierteljahrhundert schoss Peter Pacult die Löwen in Meppen zurück in die Bundesliga. Es war ein historischer Moment. Als erstes Team überhaupt schafften die Sechzger den direkten Durchmarsch von der 3. Liga ins Oberhaus. „Das war Gänsehaut pur“, erinnert sich Daniel Bierofka. „Ich war damals 15.“ Bei seinen Spielern sei die Partie von damals bisher kein Thema. „Aber sie bekommen das über die Medien mit, dass Meppen für unseren Verein eine ganz besondere Geschichte hat.“

Bei aller Nostalgie: Der Fokus bei Trainer Bierofka liegt einzig auf dem Spiel am Sonntag. Und das wird schwer genug, wie er betont. Der SV Meppen spielte bisher immer zwei Spieltage zuvor gegen den nächsten Löwen-Gegner. Deshalb hat er die Emsländer intensiv verfolgt. „Es ist ähnlich wie bei uns: Meppen wurde oft unter Wert geschlagen. Es waren sehr enge Spielverläufe mit unglücklichen Ergebnissen“, so der 39-Jährige. Auf sein Team wartet ein „sehr intensives Spiel mit Pressing und Gegenpressing“, beschreibt Bierofka die Spielweise des Kontrahenten. „Wir müssen schauen, wo wir Meppen erwischen können.“

Mit Nono Koussou hat Bierofka wieder eine Alternative mehr. Auch bei Markus Ziereis und Hendrik Bonmann („Henne ist nach der Länderspielpause wieder eine Option!“) zeichnet sich eine baldige Rückkehr ab. Einzig bei Nicholas Helmbrecht ist es für den Trainer schwer, eine Prognose zu stellen. „Er hat immer noch Knieprobleme.“

Daneben gibt es einige Spieler in der zweiten Reihe, die nach vorne drängen. Einer ist Jan Mauersberger. „Er ist aufgrund seiner Erfahrung immer eine Überlegung für die Startelf“, verrät Bierofka. Das gilt auch für Stefan Lex. „Von seiner Geschwindigkeit her ist er einer, der unserem Offensivspiel gut tut. Aber er muss sich mehr zutrauen“, stimmt der Löwen-Trainer seinem Sportlichen Leiter Günther Gorenzel zu, der das von dem Erdinger einfordert.

Kein Verständnis hat Bierofka dagegen dafür, dass nach vier sieglosen Spielen bereits eine Krise heraufbeschworen wird. „Von den letzten sechs Spielen haben wir nur eins verloren“, kontert er. „Man darf nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind und uns in einem Prozess befinden. Die Jungs geben alles auf dem Platz. Was noch fehlt, das ist ein bißl die Reife.“

Seine Mannschaft müsse lernen, „hinten raus ruhiger zu verteidigen“. Nicht alles sei an der Abwehr festzumachen. „So lange es nur 1:0 steht, glaubt der Gegner an sich. Gegen Unterhaching und Würzburg hatten wir genügend Chancen, um das 2:0 zu machen“, nimmt er seine Offensive in die Pflicht. „Ich habe gelesen, dass wir bis zur 81. Minute sogar Tabellenführer sind. Die letzten neun Minuten müssen wir auch noch hinkriegen.“

Ob er dafür bestimmte Psychotricks parat habe, wurde Bierofka gefragt, bei dem zuletzt bei der Ausbildung zum Fußballlehrer „Psychologie“ auf dem Lehrplan stand. „Die gibt es nicht, nur harte Arbeit.“ Allein das Reden über die späten Gegentore würde die Verunsicherung unbewusst noch verstärken. „Wir müssen einfach Geduld bewahren und dürfen nicht hektisch werden.“

Vor 25 Jahren traf Pacult bereits in der 4. Minute. Das 1:0 hatte auch am Ende bestand. Ein Ergebnis, mit dem die Löwen sicher auch am Sonntag gut leben könnten…

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

SVM: 32 Domaschke (Tor) – 3 Jesgarzewski, 5 Vidovic, 6 Komenda, 7 Amin – 4 von Haacke, 8 Leugers – 23 Tankulic, 10 Wagner, 9 Granatowski – 24 Undav.
Ersatz: 1 Gies, 12 Harsman (beide Tor) – 11 Deters, 14 Demaj, 16 Hoormann, 17 Kremer, 18 Goldschmidt, 19 Nuxoll 20 Kleinsorge, 22 Puttkammer, 25 Posipal, 27 Vrzogic, 30 Wegner, 38 Born.
Nicht dabei: 2 Senninger (Kreuzbandriss), 15 Ballmert (Fußbeschwerden), 31 Gebers (Reha nach Hüft-OP).

1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 5 Moll, 17 Wein, 19 Abruscia – 25 Willsch, 10 Grimaldi,18 Karger.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 7 Lex, 8 Seferings, 9 Mölders, 11 Köppel, 14 Dressel, 16 Kindsvater, 20 Bekiroglu, 21 Türk, 22 Berzel, 27 Belkahia, 31 Koussou, 34 Böhnlein, 38 Lacazette, 44 Klassen.
Nicht dabei: 23 Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), 24 Ziereis (Trainingsrückstand), 35 Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), 39 Bonmann (Trainingsrückstand).

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten); Assistenten: Joshua Herbert (Nüsttal), Martin Kliebe (Hollstein).

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