SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka lobt Aggressivität, Laufbereitschaft & Kampfgeist.

Befreiender Jubel bei Trainer Daniel Bierofka nach dem 2:0-Sieg über Eintracht Braunschweig. 

1860-Chefcoach Daniel Bierofka lobte die Reaktion auf das Meppen-Spiel und war mit der gezeigten Mentalität zufrieden. Vor allem, dass seine Mannschaft endlich wieder zu Null gespielt hatte. Dagegen war Braunschweigs Trainer Andre Schubert aufgrund der Tabellensituation die Verunsicherung unverkennbar, sah aber „viele positive Aspekte“.

1860-Chefcoach Daniel Bierofka war „sehr glücklich“ nach dem Sieg über Eintracht Braunschweig. „Für uns war das ein entscheidendes Spiel nach fünf Partien ohne Sieg. Es waren zwar viele gute Spiele dabei, aber eben kein Dreier“, konstatierte der 39-Jährige. „Das 1:0 war eines der am besten herausgespielten Tore seit ich hier Trainer bin“, erklärte Bierofka. „Wir hätten früher das 2:0 machen müssen“, fand er. Mit der 1. Halbzeit war er nicht ganz zufrieden. „Wir haben, ähnlich wie Braunschweig, nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Das hängt auch mit Selbstvertrauen zusammen, das aber mit Siegen kommt. Wichtig war für uns zu sehen, dass wir zu Null spielen können.“ Die Mannschaft sei wesentlich präsenter als in Meppen gewesen. „Wir haben zuletzt sehr intensiv trainiert, um die Sinne wieder zu schärfen“, verriet Bierofka, „damit die Mentalität – Aggressivität, Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten – wieder da ist. Die habe ich heute gesehen“, zeigte er sich mit der Reaktion zufrieden. Dass er seinem Kapitän Felix Weber eine Pause gönnte, begründete der Ex-Profi damit, dass er in seinen Bauch reingehört habe. „Zuletzt hatte Felix einen Rucksack auf. Mit 23 Jahren ist er immer noch ein junger Spieler, hat viel Verantwortung. Aber wir arbeiten super zusammen. Er hat meine Entscheidung verstanden. Trotzdem ist er nach wie vor ein sehr wichtiger Spieler für mich.“ Einer, der überraschend in der Startelf stand, war Romuald Lacazette. „Ich kenne Romu schon lange. Auf dem Platz ist er ein Krieger“, bescheinigte ihm Bierofka. „Bis zum Schluss gibt er alles. Mit seiner Einstellung ist er sehr wertvoll für die Mannschaft.“

Braunschweigs Coach Andre Schubert, der das Amt erst in der Länderspielpause übernommen hatte, sah gute Ansätze bei seinem Team, aber auch viele Probleme. „In den ersten zehn Minuten hat man gesehen, wieso wir in der aktuellen Tabellensituation sind. Wir waren verunsichert gegen wuchtige und zweikampfstarke Sechzger.“ Danach sei es seiner Mannschaft gelungen, sich zu befreien und selbst gute Chancen bis zur Pause herauszuspielen. „Nach der Halbzeit haben wir dann zügig das Tor kassiert. Davon haben wir uns gut erholt und den Weg nach vorne gesucht.“ Viele brenzlige Situationen hätte sein Team im Strafraum der Sechzger heraufbeschworen. „Aber leider haben wir uns nicht belohnt. Die Jungs haben bis zum Schluss alles probiert, aber der Mut und die Selbstverständlichkeit haben gefehlt.“ Als positiver Aspekt wertete Schubert, „dass wir bis zum Schluss an uns geglaubt haben.“

SPIELBERICHT 2:0-Sieg im Löwen-Duell gegen Eintracht Braunschweig.

Um Stefan Lex, der das 1:0 vorbereitet hatte, gab es einige Verwirrung, weil er auf dem Spielbericht zunächst nicht in der Startelf geführt worden war. „Das war auch für mich überraschend, weil mir der Trainer gesagt hatte, dass ich spiele“, sagte der Erdinger. „Wir haben versucht, unsere Leistung über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Das ist uns bis auf die Schlussviertelstunde weitgehend gelungen. Da mussten wir nochmals zittern.“ Das lag aber auch daran, dass zum Beispiel Nico karger eine von ihm vorbereitete Chance leichtfertig vergab. „Hätten wir nicht die drei Punkte geholt, hätte ich nochmals mit ihm gesprochen“, erklärte er grinsend. „Wichtig war vor allem, dass wir zu Null gespielt haben.“ Mit seiner Leistung war er zufrieden, wenngleich er einräumte, dass es sicher noch besser gehe. „Ich weiß nicht, ob ich den Rucksack jetzt endlich abgeworfen habe.“ Die Rotation des Trainers sei aufgegangen. „Es hat funktioniert, ein paar frische Leute zu bringen.“ Der Dreier sei wichtig gewesen. „Die Liga ist so eng zusammen, aber wir machen uns nicht verrückt, schauen von Spiel zu Spiel. Aber wir müssen punkten. Das ist das einzige, was zählt.“

Der Torschütze zum 1:0, Efkan Bekiroglu, sprach von einem engen Spiel. „Mit dem 2:0 ist die ganze Anspannung abgefallen. Der Sieg war wichtig für den Kopf.“ Der 23-Jährige bedankte sich bei seinem Trainer, dass er auf ihn gesetzt hatte. „Er hat damit Recht behalten. Ich sollte meine Kreativität ausleben, hat er zu mir gesagt.“ Aber besonders seine Abschlussqualitäten waren wichtig. „Das Tor war schön über außen durchgespielt, Laca lässt den Ball von Lexi schön für mich durch. Am liebsten würde ich jede Woche treffen. Der Sieg war schon wichtig, weil wir nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze hatten.“

Daniel Wein war nicht nur Kapitän, sondern spielte erstmals in der Innenverteidigung. „Ich musste mich in der 1. Halbzeit erst reinfinden, schließlich hatte ich die Position schon lange nicht mehr gespielt. Nach der Pause war es dann besser.“ Ansonsten hätte die Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. "Bi„ auf die letzten 15 Minuten. Da mussten wir nochmals zittern, haben viele Ecken und Standards zugelassen“, kritisierte der 24-Jährige. „Zu Null zu spielen, das war unser Ziel. Das ist uns erst nach dem Heimspiel gegen Cottbus zum zweiten Mal in dieser Saison gelungen.“ Die Mannschaft sei in der Pflicht gestanden. „Wir mussten etwas korrigieren. In Meppen haben die Kampfstärke und der Wille gefehlt. Das war heute eine gute Reaktion.“

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