SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen treffen wieder, verlieren aber mit 2:5 in Zwickau.

Marco Hiller war bei dem Elfmeter von Toni Wachsmuth machtlos. 

Die Löwen müssen nach der 2:5-Niederlage beim FSV Zwickau weiter um den Klassenerhalt zittern. Die Sachsen gingen durch Ronny König früh in Führung (2.). Nach dem Ausgleich von Daniel Wein (10.) brachte ein äußerst fragwürdiger Elfmeter, den Toni Wachsmuth sicher verwandelte, erneut in Führung. Nach dem 3:1 von Davy Frick (49.) verkürzte Sascha Mölders nochmals (55.). Doch Frick (58.) und Lion Lauberbach (77.) sorgten für die endgültige Entscheidung. In der Schlussminute sah 1860-Kapitän Felix Weber noch Gelb-Rot.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste in Zwickau verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Kreuzbandriss), Stefan Lex (Sprunggelenksverletzung), Nico Karger (muskuläre Probleme), Aaron Berzel (Adduktorenprobleme) und Hendrik Bonmann (Fußverletzung) verzichten. Außerdem fehlte Herbert Paul (Gelb-Rot-Sperre). Nicht im 18er-Kader standen diesmal Dennis Drerssel, Alessandro Abruscia, Markus Ziereis, Noel Niemann und Leon Klassen. Im Vergleich zum Heimspiel gegen Halle gab es in der Startelf gleich vier Veränderungen: Für Paul, Karger, Lex und Prince Owusu spielten Felix Weber, Eric Weeger, Benjamin Kindsvater und Romuald Lacazette.

STIMMEN Bierofka: „Wir haben jetzt zwei Endspiele!“

Spielverlauf: Die Partie begann bei Schneegestöber in Zwickau. Bereits nach 94 Sekunden gingen die Sachsen in Führung. Nils Miatke setzte sich auf der linken Seite durch, Ronny König kam aus sechs Metern am ersten Pfosten unbedrängt zum Kopfball, traf zum 1:0 ins kurze obere Eck (2.). Erstmals wurden die Löwen in der 9. Minute gefährlich. Dem Kopfball von Sascha Mölders fehlte aber der Druck, bei der anschließenden Klärung durch Nico Antonitsch reklamierten die Sechzger Handspiel, doch Schiedsrichterin Riem Hussein ließ weiterspielen. Kurz danach der Ausgleich. Benjamin Kindsvater kam über die rechte Grundlinie, ließ drei Gegenspieler stehen, sein Schrägschuss wehrte Antonitsch nach vorne ab, Daniel Wein nahm die Kugel aus elf Metern direkt, traf durch die Beine von Keeper Johannes Brinkies zum 1:1 (10.). Es war der erste Löwen-Treffer nach vier torlosen Ligaspielen! Nach einer Ablage von König kam Lion Lauberbach im Strafraum zum Schuss, stellte damit aber Marco Hiller vor keine Probleme (18.). Auf der anderen Seite hielt Brinkies einen 16-Meter-Schuss am linken Strafraumeck von Mölders sicher fest (25.). Ein abgefälschter Schuss von König aus 21 Metern ging in der 31. Minute knapp am linken Pfosten vorbei. Nach der anschließenden Ecke pfiff die Unparteiische Elfmeter. Angeblich hatte Romuald Lacazette Davy Frick zu Fall gebracht (32.). Toni Wachsmuth lief an, Hiller ahnte die Ecke, aber der Löwen-Keeper war machtlos gegen den platzierten Schuss (33.). Wieder ein äußerst zweifelhafter Strafstoß gegen die Sechzger! Kurz danach beinahe das 3:1. Nach einer Antonitsch-Flanke von rechts köpfte Miatke aus fünf Metern aufs 1860-Tor, doch Hiller wehrte im Stile eines Handball-Keepers den Ball mit dem Fuß zur Ecke ab (37.). Somit ging es mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine.

Efkan Bekiroglu von der ARD für das Tor des Monats April nominiert.

Die Sechzger begannen die 2. Halbzeit druckvoll und kamen gleich zu einer Chance. Phillipp Steinhart hatte auf der linken Strafraumseite Mölders angespielt, dessen Linksschuss aus der Drehung fischte Brinkies aus dem langen Eck (47.). Doch das Tor fiel zwei Minuten später auf der anderen Seite durch einen Sonntagsschuss. Lauberbach legte quer auf Frick, der aus halblinker Position mit rechts aus 20 Metern genau ins rechte Kreuzeck zum 3:1 traf (49.). Durch eine Energieleistung erzielte Sascha Mölders in der 55. Minute das 3:2. Aus vollem Lauf übernahm er den Ball von Prince Owusu, schüttelte zwei Gegenspieler ab und traf aus 14 Metern mit links ins kurze Eck. Lange währte die Freude darüber nicht: Drei Minuten später konnten Wein und Hiller gemeinsam gerade noch eine Hereingabe von Lauberbach auf Kosten einer Ecke verhindern (58.). Die anschließende Flanke von rechts unterlief Hiller, von Fricks Rücken sprang der Ball zum 4:2 über die Linie (58.). Danach versuchten die Löwen zwar erneut zu verkürzen, aber Zwickau stand sehr kompakt, ließ wenig zu und kam seinerseits zu Kontermöglichkeiten. Eine solche nutzte Lauberbach, der alleine auf Hiller zulief, in der 77. Minute zum 5:2. Bis zum Abpfiff bemühten sich die Sechzger um Kosmetik, konnten aber am Ergebnis nichts mehr ändern. In der Schlussminute sah Felix Weber zu allem Überfluss nach einem Foul an Mike Könnecke noch die Gelb-Rote-Karte (90.). Auch diese Entscheidung war äußerst hart. Somit mussten die Löwen die fünfte Niederlag in Folge hinnehmen.

STENOGRAMM, 36. Spieltag, 04.05.2019, 14 Uhr

FSV Zwickau – 1860 München 5:2 (2:1)

FSV: 1 Brinkies (Tor) – 35 Antonitsch, 14 Wachsmuth, 6 Gaul, 20 Lange – 17 Schröter, 30 Reinhardt, 19 Frick, 28 Miatke – 15 König, 18 Lauberbach.
Ersatz: 26 Sprang (Tor) – 5 Sorge, 13 Könnecke, 16 Barylla, 22 Kartalis, 23 McKinze Gaines II, 32 Bonga.

1860: 1 Hiller (Tor) – 4 Weber, 6 Mauersberger, 32 Lorenz – 2 Weeger, 17 Wein, 38 Lacazette, 36 Steinhart – 16 Kindsvater, 20 Bekiroglu – 9 Mölders.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 11 Köppel, 13 Owusu, 25 Willsch, 27 Belkahia, 31 Koussou, 34 Böhnlein.

Wechsel: Kartalis für Reinhardt (78.), Könnecke für Frick (84.), McKinze Gaines II für Lange (88.) – Willsch für Lacazette (46.), Owusu für Mauersberger (54.), Koussou für Kindsvater (78.).

Tore: 1:0 König (2.), 1:1 Wein (10.), 2:1 Wachsmuth (33., Foulelfmeter), 3:1 Frick (49.), 3:2 Mölders (55.), 4:2 Frick (58.), 5:2 Lauberbach (77.).
Gelbe Karten: Frick, Wachsmuth – Kindsvater, Lacazette, Owusu, Mölders.
Gelb-Rote Karte: Weber (90., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 7.723 im Stadion Zwickau.
Schiedsrichterin: Dr. Riem Hussein (Bad Harzburg); Assistenten: Markus Büsing (Osnabrück), Axel Martin (Nordholz).

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Spielbericht Spieltag 36

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