SECHZIGMÜNCHEN.
 

Mölders: „Wir haben das Spiel als Kollektiv gewonnen!“

Trainer Daniel Bierofka schenkte seinem Doppeltorschützen Sascha Mölders als Dank die vorzeitige Auswechslung und die Ovationen der Löwen-Fans. 

Sowohl Viktoria-Coach Pavel Dotchev als auch 1860-Trainer Daniel Bierofka waren sich einig, dass es ein sehr enges Spiel war und es beim Stande von 2:1 für die Löwen hätte kippen können. Diesmal hatten die Sechzger das Spielglück, das ihnen zuletzt gefehlt hatte.

„Es war ein enges Spiel, auch wenn wir sehr gut reingekommen sind“, fand Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka. „Nach der Halbzeit haben wir es bei zwei guten Chancen verpasst, das 3:0 zu machen.“ Gleichzeitig gab der 40-Jährige offen zu, dass seine Mannschaft bei der Abseitsentscheidung in der 37. Minute Glück hatte. „Das muss man nicht unbedingt pfeifen. So ehrlich sollte man sein!“ Bierofka ärgerte sich über das 1:2. „Danach haben wir Nerven gezeigt. Das ist aber normal in unserer Situation. Wenn du kein Erfolgserlebnis hattest, dann fängst du an zu überlegen. Wir wurden passiver, haben zu sehr verwaltet und hatten Glück bei dem Pfostenschuss.“ Dieser habe aber bei seinem Team einen Hallo-Wach-Effekt ausgelöst. „Danach haben wir wieder einen Gang höher geschaltet und Gottseidank noch die beiden Tore gemacht.“ Ärgerlich fand der Löwen-Coach „das 2:4 hinten raus. Das war unnötig. Aber wir sind froh, dass wir das Spiel überhaupt gewonnen haben. Beim Stand von 2:1 stand es auf Messers Schneide!“

SPIELBERICHT 4:2-Sieg der Löwen gegen Viktoria – Mölders trifft doppelt.

Kölns Trainer Pavel Dotchev hatte Schwierigkeiten, „nach so einem Spiel ruhig zu bleiben. Es war sehr emotional. Leider entspricht das Ergebnis nicht dem, was für uns möglich war“, bilanzierte der Bulgare und monierte, dass sein Team zum wiederholten Mal durch ein frühes Gegentor in Rückstand geraten sei. „Wir haben genau besprochen, wie wir gegen Sascha Mölders als Zielspieler verteidigen wollen.“ Deshalb seien die Tore so ärgerlich gewesen. „Aber wir haben uns von dem Rückstand gut erholt, hatten zum Teil selbst gute Situationen, wo wir mehr draus machen müssen. 1860 war beim Umschaltspiel sehr gefährlich, dadurch haben wir das zweite Tor kassiert.“ Nach dem Anschlusstreffer sei die Unruhe bei den Sechzgern zu spüren gewesen. „Wir hatten Pech mit dem Innenpfostenschuss. Das war ein schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage. Insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Aber auch Respekt und Anerkennung für 1860. Sie hatten mehr Torchancen als wir.“ Respekt auch an Dotchev, der die diskussionswürdige Abseitsentscheidung in der 37. Minute gegen sein Team mit keinem Wort erwähnte!

Torhüter Marco Hiller strahlte. Erstmals stand er in dieser Saison bei einem Punktspiel zwischen den Pfosten und konnte gleich einen Sieg feiern. „Nur die zwei Gegentore sind ärgerlich, aber Hauptsache gewonnen!“ Dass es nach der 2:0-Führung nochmals eng wurde, führte der 22-Jährige darauf zurück, dass man dem Gegner zu viel Räume ließ und Köln hatte spielen lassen. „Die Punkte waren wichtig fürs Selbstvertrauen. Auch haben wir heute gezeigt, dass wir Tore schießen können.“ Es sei ein Sieg der gesamten Mannschaft gewesen. „Wir arbeiten Woche für Woche hart, heute haben wir uns dafür belohnt.“ Für ihn persönlich als Nummer Zwei sei es eine schwierige Situation. „Ich gebe im Training immer 100 Prozent, um auf meinem Niveau zu bleiben. Ich weiß, dass alle hinter mir stehen – Mannschaft und Trainerteam“, weiß Hiller um die Rückendeckung. „Wir haben super Charaktere, alle haben gefightet, obwohl wir in der 2. Halbzeit tot waren.“

Doppeltorschütze Sascha Mölders wollte seine überragende Leistung nicht in den Mittelpunkt stellen. „Scheißegal, wer die Tore macht. Wichtig war der Sieg, vor allem, wenn man die Tabelle anschaut. Für mich speziell war das heute gut, aber mich freut es vor allem für die Mannschaft. Wir haben gegen ein brutal gutes Team gespielt. Wenn das 2:2 fällt, dann wird es nochmals richtig eng. Aber heute hatten wir endlich das Glück auf unserer Seite“, so der 34-Jährige. „Wir haben das Spiel als Kollektiv gewonnen, weil wir brutal viel gelaufen sind. Das war auch der Schlüssel zum Sieg. Egal, wer spielt: Jeder gibt Vollgas“, sprach Mölders die vielen Verletzten im Team an. „Wir haben uns das erarbeitet. Schon in Rostock hätten wir einen Punkt verdient gehabt.“ Ob er sein Karriereende bei den Sechzgern im kommenden Sommer nochmals überdenke, wurde der Routinier gefragt. „Ich gebe bei zum Saisonende nochmals Vollgas. Ich will unbedingt mit den Löwen die Klasse halten und mich dann verabschieden.“

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