SECHZIGMÜNCHEN.
 

Pereira vor Heidenheim: „Jeder muss bereit sein, alles zu geben!"

Vitor Pereira ist sich seiner Verantwortung bewusst, bereitet sein Team optimal auf Heidenheim vor. 

Im beschaulichen Kneippkurort Bad Wörishofen bereiten sich die Löwen auf das Saisonfinale gegen den 1. FC Heidenheim vor. Am Sonntag, 21. Mai 2017, geht es in der Voith-Arena für die Sechzger um nicht weniger als den Verbleib in der Zweiten Liga. Anpfiff ist um 15.30 Uhr.

„Wir wollen den Spielern die Wichtigkeit dieses Spiels bewusst machen", begründet 1860-Chefcoach Vitor Pereira das Trainingslager. Dabei strahlt der 48-Jährige Optimismus aus: „Wir werden uns retten, weil wir an unsere Arbeit glauben und mit Kampf und Leidenschaft ins Spiel gegen Heidenheim gehen."

Faktenkarussell. Starke Löwen-Standards.

Der Portugiese bedankte sich bei Peter Grosser, dem Spielführer der 1860-Meistermannschaft, der fest an den Klassenerhalt glaubt. „Mir geht es genauso. Ich vertraue der Mannschaft. Heidenheim ist ein guter Gegner. Wir wissen, was uns erwartet. Aber wir werden Charakter zeigen!"

Wieso es im Heimspiel gegen Bochum nicht lief, dafür hat Pereira nach wie vor keine Erklärung: „Natürlich habe ich einen anderen Auftritt erwartet. So haben wir im Kampf um den Klassenerhalt eine große Chance verpasst. Wir haben unter der Woche daran gearbeitet, die Fehler zu korrigieren. Wir wollen wieder so auftreten wie in Dresden und unsere Leistung auf den Platz bringen." 

Heidenheim sei aber nicht vergleichbar mit Dynamo: „Sie spielen einen anderen Fußball. Entscheidend wird sein, dass wir mit der nötigen Konzentration in die Partie gehen und uns der Bedeutung des Spiels bewusst sind." Spannung und Druck seien wichtig. „Wer keine Anspannung spürt, kann keine Verantwortung übernehmen. Das ist eine ganz wichtig in solch einer Extremsituation."

Video von der Pressekonferenz.

Zuletzt mussten einige Spieler im Training pausieren. Für Pereira sind das „kleine Probleme", die ihn nur am Rande beschäftigen. „Wir konzentrieren uns auf die Spieler, die fit sind. Jeder, der auf dem Platz steht, muss bereit sein, alles zu geben." In der jetzigen Phase seien taktische und emotionale Aspekte wichtig. „Wir vermitteln den Spielern Ruhe und Vertrauen, machen alles, damit sie perfekt vorbereitet sind."

Auch wenn der Fokus voll und ganz auf dem letzten Saisonspiel liegt, so wird im Hintergrund auch die Relegation thematisiert. „Mein Trainerteam bereitet sich darauf vor. Alles andere wäre verantwortungslos", gibt Pereira offen zu.

Der Kampf um den Klassenerhalt ist für den Portugiesen, der schon nationale Titel und Pokalsiege in Portugal und Griechenland feierte, eine neue Erfahrung. „Es ist eine andere Anspannung als bei Spielen um die Meisterschaft. Die Herausforderung ist die Gleiche: Wir müssen sie unter Kontrolle halten und entsprechend nutzen."

Sechzig auswärts in Heidenheim, Oida.

Natürlich spürt auch der Chefcoach den Druck: „Seit ich die Entscheidung getroffen habe, zu diesem Traditionsverein zu kommen, trage ich die Verantwortung. Das ist die Aufgabe eines echten Leaders", lässt er keine Zweifel daran, dass er zu seiner Mission steht: „Ich möchte meinen Auftrag erfüllen."

Jeder habe das Recht, Kritik zu üben. „Als Fußballtrainer muss man damit leben", findet Pereira. In seiner Karriere habe er viele Erfahrungen gesammelt, aus Entscheidungen – positiver und negativer Art – gelernt. „Wir sind in einem Entwicklungsprozess. Es ist ein harter und schwerer Weg. Auch wenn wir besser geworden sind, war immer klar, dass wir Rückschläge verkraften müssen."

Während in München beim Spiel gegen Bochum keine Ergebnisse von den anderen Plätzen eingeblendet wurden, rechnen Pereira und sein Team in der Voith-Arena damit, dass die aktuellen Spielstände durchgesagt werden. „Das ist Sache von Heidenheim. Ohnehin können wir nur unser eigenes Spiel bestimmen", nimmt es der Portugiese pragmatisch. „Darauf werden wir uns konzentrieren. Letztlich hängt alles davon ab."

VORAUSSICHTLICHE AUFSTELLUNGEN

FCH: 1 Müller – 29 Strauß, 5 Wittek, 25 Wahl, 28 Feick - 18 Griesbeck, 26 Titsch-Rivero – 7 Schnatterer, 11 Thomalla – 21 Kleindienst, 15 Verhoek.
Ersatz: 22 Eicher (Tor) – 6 Gnaase, 8 Rasner, 16 Becker, 20 Philp, 30 Theuerkauf, 31 Widemann.
Nicht dabei: 12 Halloran (Gelb-Sperre), 23 Kraus (Reha nach Kreuzbandriss), 33 Beermann (Reha nach Schulter-OP), 38 Skarke (Leisten-OP).

1860: 24 Ortega – 35 Pongracic, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 29 Aigner, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek. 
Ersatz: 21 Zimmermann, 39 Engl (beide Tor) – 2 Mauersberger, 3 Wittek, 4 Bülow, 5 Perdedaj, 6 Boenisch, 7 Claasen, 11 Adlung, 12 Ribamar, 13 Mölders, 15 Boya, 19 Neuhaus, 22 Stojkovic, 30 Amilton, 40 Olic.
Nicht dabei: 8 Matmour, 14 Simon, 18 Karger (alle U21), 31 Andrade (Trainingsrückstand).

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken); Assistenten: Christian Fischer (Hemer); Andreas Steffens (Mechernich); Vierter Offizieller: Dr. Martin Thomsen (Kleve).​

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