SECHZIGMÜNCHEN.
 

Für Ian Ayre ist nicht die GröSSe entscheidend.

Ein Mann mit Visionen: Ian Ayre will als Geschäftsführer die Löwen nach vorne bringen. 

Spieler der U9 standen Spalier. Doch zuerst musste sich der neue Löwen-Geschäftsführer Ian Ayre zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hasan Ismaik und Präsident Peter Cassalette seinen Weg durch die vielen Fotografen und Kamerateams bahnen, um in die Stadiongaststätte des altehrwürdigen Grünwalder Stadions zu gelangen. Ganz Profi, absolvierte der Brite seine erste Pressekonferenz in München in souveräner Manier.

„Das ist ein gutes Motto“, sagte der 53-Jährige über den Spruch, der vor dem Podium und auf dem Bildschirm prangte: „Servus, Ian Ayre.“ Präsident Peter Cassalette sprach von einem „historischen Moment“. Es sei ihm eine große Freude und Ehre, ihn als Geschäftsführer bei den Löwen begrüßen zu dürfen. „Wir sind stolz und glücklich. Ich möchte mich an dieser Stelle besonders bei Hasan Ismaik bedanken, der das erst ermöglicht hat. Nun haben wir neben einem Top-Trainer auch einen Top-Geschäftsführer.“

Der so Gelobte richtete zunächst in der Landessprache seine ersten Worte an die Anwesenden. „Mein Deutsch ist noch nicht so gut, aber ich lerne intensiv. Meine Aufgabe wird es sein, die Löwen wieder stark zu machen. Das ist aber nur mit dem Einsatz aller möglich, mit den Fans, den Spielern, dem Trainer, mit Hasan und allen Mitarbeitern“, outete sich Ayre als Teamplayer. „Ich bin glücklich, für einen solch großartigen Klub arbeiten zu dürfen.“

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Die erste Frage, die an Ian Ayre gerichtet wurde, beschäftigte sich mit der Aussprache seines Nachnamens. „Wie Air, Luft, die wir alle atmen.“ Danach erzählte der gebürtige Liverpooler, dass er nach zehn Jahren bei den Reds eine neue Herausforderung suchte. „Hasan und Peter erzählten mir von der Aufgabe hier, teilten mir ihre Vision mit. Ich bin direkt an der Anfield Road aufgewachsen, weiß was es heißt, mit einem Traditionsverein zu leben. Auch deswegen hat mich Sechzig gereizt.“

Dazu fungierte Jürgen Klopp als Informant. Der deutsche Trainer der Liverpooler sei mittlerweile ein guter Freund von ihm. „Jürgen hat mir viel über den Klub erzählt, nur Gutes, alles war sehr positiv.“ Viele Parallelen zwischen Sechzig und den Reds, die er in den zehn Jahren seines Schaffens zu einem modernen Klub umgebaut hatte, konnte er dabei erkennen: „Am Anfang war in Liverpool auch eine Vision, die wir in den Jahren umsetzen konnten. Es geht auch hier nicht um einzelne Punkte, sondern um die Entwicklung des ganzen Klubs.“

Er wolle als Geschäftsführer bei 1860 als Vorbild dienen: „Ich will die Mitarbeiter nicht kontrollieren, sondern stark machen, damit wir als Team funktionieren.“ Das Löwen-Herz werde auch in Zukunft „bayrisch schlagen“, kündigte Ayre an. „Wir sind ein traditionsbewusster Verein, was aber nicht heißt, dass wir uns dem internationalen Markt verschließen. Die Balance muss einfach stimmen."

Natürlich wurde der neue Geschäftsführer auch zum Konkurrenten von der Säbener Straße befragt. „Ich wusste nicht, dass es ein weiteres Team in München gibt“, scherzte der Engländer. Er kenne die Rivalität aus Liverpool, wo es ebenfalls Rote und Blaue in einer Stadt gibt. „Wenn Größe alles ist“, bemühte Ayre einen Vergleich aus dem Tierreich, „dann wäre der Elefant und nicht der Löwe der König des Dschungels.“

Ansonsten übte sich der 53-Jährige mit Prognosen bezüglich zukünftiger Transfers, Stadion-Neubau und Bundesliga-Aufstieg in Zurückhaltung. „heute ist mein erster Tag. Ich muss mich erst intensiv mit dem Trainer und den Verantwortlichen unterhalten, um mir ein genaues Bild vom Klub machen zu können. Mein Hauptaugenmerk wird auf Nachhaltigkeit liegen. Es geht darum, einen Plan zu haben, um dann die nötigen Entscheidungen zu treffen. Mein Ziel ist es, mit den Löwen langfristig etwas zu entwickeln.“

Sein Vertrag läuft erst einmal über zwei Jahre. Eine Wohnung hat Ayre in München bereits gefunden. Im Juli, wenn Tochter Jasmine das Schuljahr in England beendet hat, wird seine Frau Karen mit ihr nachkommen. „Ich trage Liverpool im Herzen. Schließlich kann ich meine Vergangenheit nicht verleugnen. Aber jetzt bin ich hier, werde 100 Prozent für 1860 geben.“

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