SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen besiegen Ufa – Alessandro Abruscia trifft.

Hendrik Bonmann rettet in dieser Situation gegen Sylvester Igboun. 

Die Löwen zogen sich gegen den Europa-League-Qualifikanten FK Ufa beachtlich aus der Affäre. Nach torloser erster Hälfte, in der die Russen zwei Mal Aluminium trafen, gelang nach der Pause Alessandro Abruscia der 1:0-Siegtreffer.

Im Test gegen die Russen musste Daniel Bierofka auf die im Aufbau befindlichen Nono Koussou und Nicholas Helmbrecht verzichten. Nicht im Kader standen Semi Belkahia, Simon Seferings, Leon Klassen, Johann Hippe, Dennis Dressel und Marco Hiller.

Die Löwen begannen dominant, hatten bereits nach 30 Sekunden den ersten Eckball. Die Hereingabe von rechts durch Daniel Wein erwischte Adriano Grimaldi zwar mit dem Kopf, die Kugel ging aber weit übers Tor (1.). Dann jedoch kamen die Russen besser ins Spiel. In der 5. Minute hatten die Sechzger Glück, dass sie bei einem Konter der Russen nicht in Rückstand gerieten. Ivan Obliakov flankte von rechts auf den völlig freistehenden Viacheslav Krotov, Herbert Paul kam von hinten angeeilt, konnte am Elfmeterpunkt gerade noch zur Ecke klären. Zwei Minuten später rutschte Krotov am langen Eck in einen Diagonalpass von Sylvester Igboun, traf aber aus kurzer Distanz nur die Querlatte (7.). Ein Kopfball von Bajan Jokic am Fünfmeterraum nach Rechtsflanke von Igboun ging knapp am linken Pfosten vorbei (9.). Nach Rechtsflanke von Marius Willsch versuchte es Sascha Mölders per Direktabnahme von der Strafraumgrenze, setzte die Kugel aber rechts neben das Tor (13.). Per Fußabwehr klärte Hendrik Bonmann in der 18. Minute gegen Obliakov, der nach Zuspiel von Krotov halblinks aus sechs Metern zum Abschluss gekommen war. Ein 16-Meter-Schuss von Mölders wurde in der 34. Minute zur Ecke geblockt. Nach der anschließenden Ecke kam Paul zum Kopfball, Giorgia Sheliya im Ufa-Tor pflückte den Ball aus dem rechten Kreuzeck (35.). In der 40. Minute lief Igboun frei auf Bonmann zu, scheiterte aber am 1860-Schlussmann (40.). Im Gegenzug kam Benjamin Kindsvater über links, konnte aber Sheliya aus kurzer Distanz nicht überwinden (41.). Kurz vor der Pause bewahrte erneut das Aluminium die Löwen vor dem Rückstand. Ivan Obliakovs Schuss landete am rechten Pfosten (44.).

Zur 2. Halbzeit brachte Cheftrainer Daniel Bierofka bis auf Bonmann ein komplett neues Team aufs Spielfeld. In der 50. Minute tankte sich Alexander Sukhov halbrechts durch, kam frei vor Bonmann zum Abschluss, setzte die Kugel aber aus neun Metern über die Querlatte. Eric Weeger prüfte Sheliya aus der Distanz (53.). Ein Drehschuss von Stefan Lex verfehlte in der 55. Minute nur knapp das Ziel. Auch Ufa wechselte nach einer Stunde kräftig durch, brachte nacheinander sieben frische Kräfte. Bei einer Rechtsflanke des eingewechselten Dimitriy Zhivoglyadov verschätzte sich Bonmann, aber Igboun konnte kein Kapital daraus schlagen (71.). Aaron Berzel konnte in der 74. Minute gerade noch vor dem einschussbereiten Zhivoglyadov klären. Aleksey Nikitin stoppte Stefan Lex im Ufa-Strafraum nicht ganz fair, doch für Schiedsrichter Engin Isgören reichte es nicht für einen Elfmeterpfiff (77.). Vier Minuten später traf Alessandro Abruscia zur Löwen-Führung. Efkan Bekiroglu hatte in die Schnittstelle der Innenverteidigung gepasst, der Schwabe kam frei vor Sheliya aus 14 Metern zum Abschluss, traf zum 1:0 ins linke untere Eck (81.). Dieses Ergebnis brachten die Sechzger über die Zeit, konnten so einen Achtungserfolg gegen ein international renommiertes Team feiern.

Cheftrainer Daniel Bierofka stapelte etwas tief, als er von einer „ganz ordentlichen“ Leistung sprach. In der 1. Halbzeit monierte er Abstimmungsprobleme, gerade beim letzten Neuzugang Simon Lorenz. „Er hat zwei Mal mit der Mannschaft trainiert, heute eine Taktikeinheit mitgemacht. Da können die Abläufe noch nicht passen. Aber man sieht seine Qualität. Er muss sich noch an Taktik und System gewöhnen.“ Es sei immer schwer, gegen einen internationalen Gegner zu spielen. „Du weißt nie, wie sie spielen, kannst dich nicht vorbereiten.“ Im ersten Durchgang taten sich die Löwen deshalb auch gegen die robusten, körperlich starken und schnellen Russen schwer. „In der Pause haben wir auf das System von Ufa reagiert, sind sie in der 2. Halbzeit anders angelaufen.“ Dadurch verringerten sich die Chancen. Den Siegtreffer durch Geburtstagskind Alessandro Abruscia bezeichnete Bierofka als „Lehrbeispiel für ein gelungenes Umschaltspiel. Wir haben vorher am eignen Sechzehner den Ball gewonnen“, freut er sich, dass die Übungseinheiten fruchten. Das Spiel zeigte dem 39-Jährigen, dass er einen qualitativ sehr ausgeglichenen Kader besitzt. „Die Jungs sollen es mir schwer machen, die erste Elf auszuwählen. Ich werde die aufstellen, die mich unter der Woche überzeugen“, hält er an der Maxime des Vorjahres fest. In einer Saison gäbe es immer Verletzungen und Formkrisen. „Deswegen haben wir den Kader so zusammengestellt“, sieht er das Team für die 3. Liga gewappnet. „Siege wie heute gegen Ufa geben Selbstvertrauen.“

STENOGRAMM, Testspiel 12.07.2018, 18 Uhr

1860 München – FK Ufa 1:0 (0:0)

1860, 1. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) –28 Paul, 32 Lorenz, 6 Mauersberger, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 25 Willsch, 16 Kindsvater – 9 Mölders, 10 Grimaldi. 
1860, 2. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 22 Berzel, 11 Köppel – 19 Abruscia, 34 Böhnlein – 7 Lex, 20 Bekiroglu, 18 Karger – 24 Ziereis.

Tor: 1:0 Abruscia (81.).
Gelbe Karten: Mölders– Paurevic, Obliakov, Krugovoi.
Zuschauer: 400 Sportplatz Angerberg.
Schiedsrichter: Engin Isgören; Assistenten: Gregor Heimer, Savas Haktan.

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