SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bierofka: „Wir haben uns von den Emotionen treiben lassen!“

War nicht zufrieden, wie sich sein Team in Überzahl und nach Führung verhalten hat: Löwen-Trainer Daniel Bierofka. 

Löwen-Trainer Daniel Bierofka fehlten die Worte. „Alle denken nur nach vorne“, monierte er die Phase nach dem Platzverweis und der Führung. Würzburgs Coach Michael Schiele lobte sein Team dafür, dass es auch in Unterzahl Lösungen gefunden habe. Sascha Mölders und Daniel Wein zeigten sich einfach nur genervt von dem verpassten Sieg.

Mit der ersten halben Stunde war 1860-Chefcoach Daniel Bierofka nicht zufrieden. „Deswegen haben wir von einem 5-3-2 auf ein 4-4-2 umgestellt. Efkans Auswechslung hatte nichts mit seiner Leistung zu tun“, stellte der 39-Jährige klar. „Würzburg hatte in der 1. Halbzeit die besseren Möglichkeiten. Nach der Systemumstellung waren wir besser im Spiel.“ Nicht verstehen konnte Bierofka das Verhalten seines Teams nach der Gelb-Roten Karte gegen die Gäste und der 1:0-Führung. „Da fehlen mir die Worte. Wir lassen uns einfach von den Emotionen treiben, alle denken nur nach vorne, wollen das 2:0 machen. Jeden Ball haben wir sofort in die Spitze gespielt“, monierte er. „Ich muss aber auch dem Gegner Respekt zollen, er hat in Unterzahl gut umgeschaltet. Würzburg war einfach kaltschnäuziger als wir.“

SPIELBERICHT Führung reicht nicht: Löwen spielen 1:1 gegen Würzburg.

Kickers-Trainer Michael Schiele hatte sehr intensive 90 Minuten gesehen. „Am Anfang haben wir uns schwer getan gegen die große Löwen-Fanbase hier im Grünwalder Stadion, auch wenn uns heute einige Fans begleitet haben. Wir haben etwas gebraucht, mussten erst den Schwung der Sechzger wegnehmen. Trotzdem hatten wir die besseren Chancen in der 1. Halbzeit. Wir sind immer wieder bis zur Grundlinie gekommen.“ Im zweiten Durchgang hätte seine Mannschaft dann „öfters die Rücklichter“ gesehen. Den Platzverweis gegen Dave Gnaase kommentierte Schiele als harte Entscheidung. „Die erste Karte kann man geben, die zweite muss man nicht geben. Immerhin trifft er den Ball.“ Auch in Unterzahl hätte sein Team weiter nach vorne gespielt. „Wir hatten Lösungen“, freute sich der FWK-Coach. „Von meiner Seite war der Punkt verdient, auch wenn wir dazu etwas Glück brauchten.“

1860-Mittelfeldspieler Daniel Wein war verärgert. „Wir haben den Sieg hergeschenkt“, sprudelte es aus ihm heraus. „Würzburg ist ein Mann weniger, wir gehen in Führung und spielen dann die Konter scheiße aus. Dazu bekommen wir den Elfer nicht bei dem Foul gegen Adi“, echauffierte sich der 24-Jährige. „Es kann nicht sein, dass wir eine gute 2. Halbzeit spielen und wieder nicht gewinnen“, ließ er seinem Frust freien Lauf. „Aber wenn wir solche Fehler machen, dann haben wir es auch nicht verdient. Den Eckball, der zum 1:1 führte, bekommen wir einfach nicht geklärt!“

„Natürlich sind wir nicht glücklich, weil wir gewinnen wollten, es aber wieder nicht geschafft haben“, kommentierte Sascha Mölders das vierte sieglose Spiel (3 Remis) in Folge. „Das 1:1 fällt nach einem Standard. Das darf einfach nicht passieren. Wir müssen einfach das Tor bis zum Ende verteidigen, dann gewinnen wir 1:0“, so seine Rechnung. Dabei musste der Stürmer aber auch eingestehen, dass die Löwen genügend Chancen hatten, um vorzeitig das 2:0 zu machen. „Deshalb nervt es, ist ärgerlich!“ Der Routinier sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Jedes Spiel ist schwer.“

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