SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner: „Jetzt schauen wir, was im Finish noch möglich ist!“

Löwen-Trainer Michael Köllner (re.) gratuliert seinem Matchwinner Dennis Dressel (re.). 

Sowohl 1860-Trainer Michael Köllner als auch Unterhachings Coach Claus Schromm hatten eine offene 1. Halbzeit gesehen. Der Knackpunkt der Partie, da waren sich beide einig, war der Platzverweis gegen Alexander Winkler. Mit dem Dreier wahrten die Sechzger die Minimalchance auf die Relegation sowie die Möglichkeit, sich über die Liga direkt für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

Löwen-Coach Michael Köllner sprach von einem souveränen Sieg seines Teams. „Ein 3:0 hätte ich mir im Vorfeld so nicht erwartet. Für uns war es wichtig, nach der Derby-Niederlage gegen Bayern so zurückzukommen.“ Der Mannschaft bescheinigte der 50-Jährige ein konzentriertes Spiel. „Sicher war der Sieg auch durch den Spielverlauf begünstigt. Wir haben ein Tor gemacht, haben gleichzeitig zwei, drei brenzlige Situationen überstanden. Im Gegensatz zum Spiel am Mittwoch kein Tor in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit kassiert.“ Mit der Dezimierung des Gegners habe seine Mannschaft relativ früh die Entscheidung gesucht. „Diese haben wir dann auch relativ schnell gefunden. Von daher bin ich zufrieden.“ So konnten für Mittwoch einige Kräfte geschont werden. „Trotzdem waren wir dem Gegner überlegen, waren läuferisch gut unterwegs. Jetzt schnaufen wir wieder durch, trainieren und schauen, dass wir in Großaspach drei Punkte holen.“ Natürlich war der Oberpfälzer vom dreifachen Torschützen Dennis Dressel angetan, der Salto nach dem 1:0 hatte ihm nicht gefallen. „Ich hoffe, dass er beim Fußball bleibt und sich nicht bei solchen komischen akrobatischen Einlagen verletzt. Keine Frage: Es war eine gute Leistung von ihm. Er hat Wege gemacht, die wir schon länger von ihm einfordern. In einer Phase, wo der Gegner müde ist, hat er als junger Spieler einen Vorteil. Ich hoffe, dass ihn die drei Tore weiter beflügeln werden und er in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren, die er bei Sechzig noch spielen wird, weiter für Furore sorgt und der Mannschaft mit seinem Einsatz und seiner Leistung helfen kann.“ Bei allem Lob für Dressel wollte Köllner die Leistung von Fabian Greilinger nicht unerwähnt lassen, der auf dem linken Flügel ein ums andere Mal seinen Gegenspieler Markus Schwabl in Verlegenheit gebracht hatte. „Was er in den ersten 60 Minuten bis zu seiner Auswechslung gespielt hat, hat der Mannschaft richtig gutgetan. Er hat mit der Art und Weise, wie er Fußball spielt, dem Gegner sehr wehgetan.“ Durch den Sieg glimmt das Fünkchen Hoffnung bei den Löwen weiter. Köllner betonte, wie die Wochen zuvor, „dass es letztlich immer auf uns ankommt. Wir müssen unsere Sachen erledigen. Unser Saisonziel haben wir frühzeitig erreicht. Ein zweites Saisonziel, das mir der Verein mitgegeben hat, ist die Qualifikation für den DFB-Pokal.“ Hier haben die Löwen noch zwei Eisen im Feuer. Zum einen über den Toto-Pokal, zum anderen über die Liga. Platz fünf in der Endabrechnung würde reichen, weil Die Bayern-Reserve sich nicht für diesen Wettbewerb qualifizieren kann. Jetzt komme es auf das Auswärtsspiel in Großaspach an. „Was dann im Finish noch möglich ist, wird sich erst nach dem Mittwoch zeigen. Wir müssen seriös unsere Aufgaben erledigen.“ Das Feedback der Fans ist trotz der Niederlage im Stadtderby positiv. Köllner sprach von einem „super Erlebnis, als uns die Fans bei unserem Spaziergang vor dem Spiel applaudiert haben. Diese Unterstützung finde ich toll, dass sie uns positiv anfeuern, auch wenn sie nicht im Stadion seien können. Das hat uns richtig gutgetan. Daran sieht man auch, dass die Fanszufrieden sind, wie wir die Saison bisher bestritten haben.“

SPIELBERICHT Dennis Dressel schnürt Dreierpack beim 3:0-Sieg über Unterhaching.

Hachings Trainer Claus Schromm musste den Löwen in dieser Saison bereits zum dritten Mal zum Derbysieg – zwei Mal in der Liga, einmal im Toto-Pokal – gratulieren. „Es ist eine schwere Kost für uns. Wir selbst hatten drei Bretter in der 1. Halbzeit, liegen dann zur Pause aber 0:1 hinten. Das zieht sich bei uns so durch die letzten Wochen.“ Für die zweite Hälfte hätte sich das Team viel vorgenommen. „Der Plan wird dann relativ schnell durch die Gelb-Rote Karte gegen Alexander Winkler zerstört.“ Der Platzverweise hatte eine gewisse Tragik, weil sich der Unterhachinger Kapitän in seinem letzten Spiel mit „dem Derby auf Giesings Höhen“, so Schromm, verabschieden wollte. „Über die erste Gelbe Karte kann man schon diskutieren. Die zweite sucht seinesgleichen.“ Indirekt übte der Trainer Kritik an dem Unparteiischen. „Ich finde, dass die Spieler die intensive Phase gut verkraften – im Gegensatz zu den Kollegen!“ Zu Zehnt bei den hohen Temperaturen „lässt der Löwe mit seinem variablen Positionsspiel den Ball gut laufen“. Sechzig bescheinigte Schromm eine „hohe Qualität in der Offensive. Das 2:0 lag dann mehr in der Luft als das 1:1“, erkannte er die Überlegenheit der Sechzger in der Folge an

Dreifach Torschütze Dennis Dressel war happy: „Wir wollten unbedingt gewinnen. Das ich gleich drei Tore gemacht habe, kommt nicht allzu oft vor“, scherzte der 21-Jährige über seinen Dreierpack. „Bisher ist mir das noch nicht gelungen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein lupenreiner Hattrick“, so der Mittelfeldspieler. Trotzdem war es ein hartes Stück Arbeit gewesen. „Wir wollten unbedingt die Niederlage gegen die Bayern wettmachen. Haching ist tief gestanden. Es hat gedauert, bis wir es geschafft haben, uns durchzukombinieren. Dann haben wir aber die Tore gemacht.“

Nicht nur Dressel hatte Grund zum Strahlen, auch Fabian Greilinger. „Wir haben heute eine richtig starke Reaktion gezeigt.“ Trotz den hohen Temperaturen hätten sich alle „reingehauen. Es war richtig geil“, kommentierte er das Spiel. Zu seinem Glück fehlte eigentlich nur sein erstes Tor. In der 51. Minute traf der 19-Jährige aber nur Aluminium. „Das wäre zu schön gewesen, wenn der reingegangen wäre. Hoffentlich beim nächsten Mal!“ Der Youngster ist optimistisch, dass vielleicht doch noch was geht. „Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben erledigen. Wenn wir alles gewinnen und die anderen patzen, dann reicht es vielleicht. Ich bin zuversichtlich, glaube, dass noch einiges geht…“

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