SECHZIGMÜNCHEN.
 

Talente klopfen an die Profi-Tür.

Kaum ein deutscher Klub wie der TSV 1860 München hat in den letzten Jahren so viele Spieler in den Profibereich gebracht. 

Als bundesweites Markenzeichen haben sich die „Junglöwen“ etabliert. Aus der Schmiede des TSV 1860 München gingen Spieler wie Lars und Sven Bender, Kevin Volland, Julian Weigl oder Florian Neuhaus hervor. Auch in Zukunft wird die Ausbildung junger Spieler im Nachwuchsleistungszentrum „Die Bayerische JUNGLÖWEN“ im Fokus stehen, die dann ihre ersten Schritte bei den Profis des TSV 1860 München machen werden.

Der Drittliga-Kader bestand schon letzte Saison aus mehreren Talenten aus dem eigenen Haus. Die Zahl könnte sich in der aktuellen Spielzeit nochmals erhöhen. So unterschrieb beispielsweise bereits im März Maxim Gresler einen Profivertrag. Der 17-jährige Verteidiger war in der abgelaufenen Spielzeit mit den B-Junioren in die U17-Bundesliga zurückgekehrt. Für Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel war dieser Erfolg ein wichtiger Baustein für die Zukunft. Der Österreicher bescheinigte „Trainer Jonas Schittenhelm und seinem Staff“ exzellente Arbeit, bedankte sich auch ausdrücklich bei Manfred Paula, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Dem Fußball-Lehrer war es zuletzt gelungen, die Junglöwen nach einem Durchhänger wieder in die Spur zu bringen. Mittlerweile spielen – bis auf die U19 – alle Nachwuchsteams in der höchsten für sie möglichen Spielklasse. „Unser Ziel ist es, auch mit der U19 wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Wir haben einen Kader, der in der Lage ist, sich ganz vorne zu platzieren“, so die Ankündigung des gebürtigen Aindlingers.

Dabei erhält die Nachwuchsarbeit vielfältige Unterstützung, auch monetärer Art, um das hohe Niveau zu gewährleisten. Hauptsponsor „Die Bayerische“ fungiert als Namensgeber des Nachwuchsleistungszentrums. Die vielen passiven Mitglieder der Fußball-Abteilung unterstützen durch ihre Beiträge einen großen Teil des leistungsorientierten Nachwuchsfußballs bei den Löwen, ebenso wie die „Unternehmer für Sechzig“ mit ihrer Initiative „Gemeinsam stark fürs NLZ“. Mit den gesammelten Geldern werden z. B. Auslandsreisen, Fahrdienste und Trainingslager finanziert.

Das alles trägt dazu bei, damit der Durchlauf von teilweise bereits seit der U10 ausgebildeten Spielern zu den Profis nicht ins Stocken gerät. Neben Gresler, der bereits am letzten Wintertrainingslager der ersten Mannschaft in La Manga teilnehmen durfte, unterschrieben letzte Woche auch Niklas Lang und Johann Ngounou Djayo einen Profivertrag für die Spielzeit 2020/2021. Der 18-jährige Lang durfte bereits im vergangenen Jahr bei den Profis mittrainieren, kam auch in Testspielen zu seinen ersten Einsätzen. Ansonsten spielte der Innenverteidiger vorwiegend mit der U21 in der Bayernliga Süd.

Für den in Dachau geborenen Ngounou Djayo, mit 19 Jahren der älteste des Trios, ist die Erste Neuland. Der deutsche U18-Nationalspieler, dessen Eltern aus Kamerun stammen, spielte letzte Saison in der U19, kam aber aufgrund von Verletzungen nur auf acht Einsätze. Alle Youngsters sollen, wie zuletzt Dennis Dressel, Noel Niemann, Leon Klassen oder Fabian Greilinger, langsam an die Profis herangeführt werden.

Für die Talente ist die Durchlässigkeit und die Nähe zu den Profis eine Chance. „Die Perspektive ist bei uns besser als bei Erst- oder Zweitligisten, schnell im Profifußball Fuß zu fassen und dann die Dritte Liga als Bühne zu nutzen“, weiß NLZ-Leiter Paula aus langjähriger Erfahrung bei Klubs wie FC Ingolstadt, FC Augsburg und 1. FC Kaiserslautern. Vor allem die räumliche Nähe findet Paula als großes Plus. „Das Schöne ist, dass alles auf einem Gelände stattfindet“, schwärmt er von den kurzen Wegen.

Er selbst tauscht sich fast täglich mit der sportlichen Leitung der Profis aus. „Wenn etwas ist, geht man schnell rüber in den Profibereich oder spricht draußen kurz über bestimmte Themen, wenn man sich über den Weg läuft. Alles steht und fällt mit dem Austausch zwischen der Profiabteilung und dem Nachwuchsleistungszentrum.“

Aber auch die Nachwuchsspieler profitieren direkt von der Nähe. Sie können den Profis beim Training über die Schultern schauen, kommen im gemeinsam genutzten Kraftraum mit den erfahrenen Spielern schnell ins Gespräch, holen sich Tipps. Es ist kein nebeneinander, sondern ein miteinander, zumal sich die vielen früheren Junglöwen am besten in ihre Nachfolger versetzen können.

Dazu kommt mit Michael Köllner ein Cheftrainer, der selbst viele Jahre im Nachwuchs tätig war und sich auf die Fahne geschrieben hat, jeden Spieler besser machen zu wollen. Dass er das kann, hat er in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen. Auch deshalb sind Talente wie Gresler, Lang oder Ngounou Djayo bestens bei ihm aufgehoben. Und es werden sicher nicht die letzten sein, die bei den Löwen an die Profi-Tür anklopfen.

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