SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen besiegen im ersten Test Bayreuth mit 2:0.

Wer sonst als Sascha Mölders: Der Torjäger erzielte in der Vorbereitung auf die Saison 2020/2021 den ersten Löwen-Treffer. 

Die Löwen sind gut in die Testspielphase gestartet. Mit 2:0 gewann das Team von Trainer Michael Köllner gegen Regionalligist SpVgg Bayreuth. Sascha Mölders hatte die Sechzger mit dem ersten gelungen Angriff in Führung gebracht (10.). Debütant Johann Ngounou Djayo traf nach der Pause zum Endstand (62.).

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Erstmals musste Marco Hiller in der 6. Minute eingreifen. Leon Klassen hatte Marcel Schiller 30 Meter vorm Löwen-Tor gefoult, Christopher Kracun führte den Freistoß aus. Der Löwen-Keeper tauchte in die linke Ecke ab, faustete den Ball zur Seite. Mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Sechzger in Führung. Quirin Moll hatte steil auf den rechts gestarteten Sascha Mölders gespielt. Der ging parallel zur Grundlinie in die Mitte, schloss dann aus spitzem Winkel mit links ab und traf zum 1:0 ins lange Eck. Leider wurde der nächste sehenswerte Angriff der Sechzger nicht belohnt. Maxim Gresler hatte von seiner Linksverteidigerposition einen Diagonalball auf den rechts gestarteten Mölders gespielt, der passte sofort nach links in die Tiefe auf Milos Cocic, doch der war darauf nicht gefasst, erreichte das Zuspiel nicht (15.). Nach Foul von Tobias Weber an Fabian Greilinger, der dafür Gelb sah, bekamen die Sechzger einen Freistoß im Zentrum 25 Meter vorm Tor der Altstädter. Moll lief an, die Mauer konnte den guten Schuss aber zur Ecke blocken (19.). Im gegnerischen Strafraum kam fünf Minuten später Erik Tallig zum Abschluss, doch die Bayreuther Abwehr warf sich in den Abschluss des Neu-Löwen (23.). Kurz danach passte Mölders auf Klassen, doch dem 20-Jährigen versprang das Zuspiel, sonst hätte er freie Bahn auf das Tor der Altstädter gehabt (24.). Auf der anderen Seite kam Alexander Nollenberger nach Zuspiel des Ex-Löwen Markus Ziereis aus 22 Meter zum Abschluss, rutschte aber beim Schuss weg und stellte Hiller dadurch vor keinerlei Probleme (28.). Einen Lupfer von Tallig erreichte Mölders per Kopf, der Ball kam aber zu zentral, so dass Keeper Kolbe damit keine Probleme hatte (37.). Auf der Gegenseite drehte Kracun einen Freistoß von der rechten Strafraumseite direkt aufs 1860-Tor, Hiller faustete die Kugel unorthodox über sich ins Toraus (40.). Somit blieb es bei der 1:0-Führung zur Pause.

Zur 2. Halbzeit brachte Cheftrainer Michael Köllner ein komplett neues Team. Lediglich Niklas Lang spielte durch, weil Dennis Erdmann krankheitsbedingt passen musste. Eine Riesenchance hatte Bayreuths Nollenberger in der 50. Minute, als er im Strafraum aus der Drehung frei zum Abschluss kam, aber überhastet aus 15 Metern den Ball am Tor von Tom Kretzschmar vorbeisetzte. Nach einer Ecke von links durch Stefan Lex kam Semi Belkahia am Fünfmeterraum unbedrängt zum Kopfball, brachte die Kugel sehr zum Leidwesen seines Trainers nicht aufs Tor (52.). Mit viel Übersicht bediente Lex, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, am Elfmeterpunkt Johann Ngounou Djayo, der cool +zum 2:0 ins linke Eck einschob (62.). In der 74. Minute schloss Ngounou Djayo aus der Distanz überhastet ab, übersah auf der rechten Seite den völlig freistehenden Damjan Dorda, der sich angeboten hatte. Auch Trainer Köllner machte den gebürtigen Dachauer, dessen Eltern aus Kamerun stammen, darauf aufmerksam. Im Anschluss an einen Freistoß von Daniel Wein aus dem rechten Halbfeld kam Belkahia an der Strafraumgrenze zum Kopfball, die Kugel ging knapp rechts am Pfosten vorbei, Torhüter Lucas Zahazcewski musste nicht eingreifen (82.). In der 86. Minute hatten die Löwen Glück. Der eingewechselte Johannes Golla kam am Torraum frei zum Schuss, traf aber nur die Latte. Der Nachschuss ging übers 1860-Tor (86.). Kurz danach forderten die Bayreuther Elfmeter, nachdem Weber im Kopfballduell mit Phillipp Steinhart rechts am Fünfmeterraum zu Boden ging und behandelt werden musste (88.). Kurz danach war Schluss. Die Löwen gewannen damit den ersten Test mit 2:0.

Cheftrainer Michael Köllner war sehr zufrieden mit der Leistung gegen „einen harten Gegner“, wie er sagte. „Das war kein Sommerkick, es ging richtig zur Sache. Für die vielen jungen Spieler war es eine erste Erfahrung mit Männerfußball und eine Bewährungsprobe. Deshalb ist das 2:0 für mich ein guter Auftakt.“

Die Einstellung und die Bereitschaft hätte bei seinem Team gestimmt. „Es hat nach den beiden harten Trainingswochen Überwindung gekostet. Am Montag haben die Jungs ihren ersten freien Trainingstag. Ich glaube, dass sich alle darauf freuen“, scherzte der 50-Jährige, dem es gefallen hatte, „wie sich die Jungs reingeschmissen haben. Jetzt schauen wir, dass wir weiter gut trainieren und nächste Woche gegen Regensburg wieder einen Tick weiter sind.“

Etwas überrascht rieb sich so mancher Löwenfan bei der Aufstellung die Augen, als er Quirin Moll als Innenverteidiger auflaufen sah. Köllner verteidigte das Experiment. „Vorbereitung ist Testphase. Leider war Dennis Erdmann krank, hatte Halsprobleme. Ich wusste, dass Quirin mit seiner Erfahrung den Jungs Halt geben kann. Er hat ein griffiges Spiel gemacht, viele brenzlige Situationen bereinigt und mit seiner Ballsicherheit gut das Spiel eröffnet. Quirin hat mir sehr gut gefallen“, weiß der Oberpfälzer jetzt um eine Alternative mehr in seinem Kader.

Im Interview mit tsv1860.de hatte Köllner von einem neuen Spielkonzept gesprochen. Die Analyse habe ergeben, dass „wir ein direkteres und schnelleres Spiel vorne rein brauchen. Wir wollen versuchen, unser Spiel in verschiedenen Räumen unberechenbarer und facettenreicher zu machen.“ Das hätte heute in Ansätzen schon ganz gut geklappt.

STENOGRAMM, Testspiel, 15.08.2020, 15 Uhr

1860 München – SpVgg Bayreuth 2:0 (1:0)

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 3 Lang, 32 Gresler – 28 Mannhardt – 8 Tallig, 33 Klassen – 30 Cocoic – 9 Mölders, 11 Greilinger.
1860, 2. Halbzeit: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Agbowo, 27 Belkahia, 3 Lang, 36 Steinhart – 17 Wein – 37 Dordan, 14 Dressel – 21 Ngounou Djayo – 26 Durrans, 7 Lex.

SpVgg: 31 Kolbe (56., 1 Zahazcewski) – 21 Weber, 6 Kracun, 19 Eder (75., 4 Moos), 8 Schiller – 23 Messingschlager (65., 22 Sulmer), 14 Wolf (65., 20 Golla), 27 Knezevic (65., 10 Weimar), 9 Nollenberger (56., 17 Maderer) – 11 Ziereis (56., 7 Piller), 15 Makarenko (71., 16 Kaymaz).

Tore: 1:0 Mölders (10.), 2:0 Ngounou Djayo (62.).
Gelbe Karten: – Weber, Kracun.
Zuschauer: 0 Platz 5, Trainingsgelände Grünwalder Straße 114.
Schiedsrichter: Maximilian Riedel (Horgau); Assistenten: Andreas Hummel (Betzigau), Assad Nouhoum (Oberweikertshofen).

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