SECHZIGMÜNCHEN.
 

DFB-Pokal: Unglückliches Löwen-Aus nach hartem Kampf.

Bereits in der 6. Minute scheiterte Fabian Greilinger im Eins-gegen-Eins an Nationalkeeper Kevin Trapp. 

Erhobenen Hauptes schieden die Löwen in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt aus. Nach dominant geführten ersten 45 Minuten der Sechzger erhöhten die Hessen nach der Pause die Schlagzahl, gingen durch André Silva (51.) und Bast Dost (56.) mit 2:0 in Führung. Ein verwandelter Foulelfmeter von Phillipp Steinhart machte es nochmals spannend (78.). Mehr als der Anschlusstreffer sprang aber nicht heraus.

Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Erstrundenspiel des DFB-Pokals auf Ahanna Agbowo (Mittelhand-OP) verzichten. Erstmals standen die beiden Neuzugänge Stephan Salger, der von Beginn an spielte, und Richard Neudecker im Kader. Nicht unter die 20, die im DFB-Pokal spielberechtigt sind, schafften es Torhüter György Szekely, Milos Cocic und Maxim Gresler.

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Spielverlauf: Gleich in der ersten Minute kam Dennis Dressel nach Zuspiel von Sascha Mölders aus der Distanz zum Abschluss, der Ball ging aber deutlich am Tor von Kevin Trapp vorbei (1.). Zwei Minuten später flankte Quirin Moll von links, Stefan Lex war zwar mit dem Kopf dran, konnte die Kugel aber nicht auf den Kasten drücken (3.). In der 6. Minute wurde es gleich zweimal für Trapp gefährlich. Erst musste er gegen Fabian Greilinger nach einem weiten Ball im Eins-gegen-Eins im Strafraum klären. Kurz danach kam Lex über halblinks auf ihn zu, suchte aber nicht den Abschluss, sondern Mölders in der Mitte, den er aber mit seinem Pass knapp verfehlte. Nach einem Zuspiel von Lex setzte sich Mölders im Halbfeld zunächst gegen den orientierungslosen Martin Hinteregger durch, am Ende fehlte ihm aber die Geschwindigkeit, um den nachsetzenden Österreicher abhängen zu können, so dass dieser an der Strafraumkante klären konnte (14.). Erstmals richtig gefährlich wurden die Hessen in der 18. Minute, als ein Schuss von Dominik Kohr aus 20 Metern gegen den rechten Außenpfosten des 1860-Tores knallte. Kurz danach konnte sich Moll gegen André Silva nur mit einem Foul vier Meter vor dem Strafraum helfen (19.). Den fälligen Freistoß setzte Hinteregger jedoch in die Löwen-Mauer (20.). Eine gefühlvolle Flanke durch Lex von links köpfte Mölders in der 23. Minute halbrechts aus zwölf Metern in hohem Bogen über Trapp hinweg, die Kugel landete aber am linken Pfosten, prallte zum verdutzten Dressel, der sie aber nicht unter Kontrolle brachte. Damit war die Partie auch von den Aluminiumtreffer wieder ausgeglichen. Eine scharfe Flanke von Phillipp Steinhart verpasste Mölders in der Mitte aus sieben Metern per Kopf nur knapp (26.). Ein weiter Schlag von Steinhart ging über Greilinger hinweg. Der Stürmer setzte nach, brachte aber am Fünfmeterraum nicht mehr den Fuß dran. So konnte Trapp den Ball aufnehmen (28.). Nach einem Steilpass von Dressel lief Greilinger halbrechts Evan Obite Ndicka auf und davon, aber anstatt mit seinem schwächeren rechten Fuß im Strafraum zu schießen, zögerte er den Abschluss hinaus, so dass Hinteregger im letzten Moment noch klären konnte (34.). Im Anschluss an einen schnell von Dressel ausgeführten Freistoß nahm Mölders die Kugel direkt aus 24 Metern, traf sie aber nicht richtig, wodurch sie genau in den Armen von Trapp landete (39.). Kurz danach setzte Mölders aus halbrechter Position einen 15-Meter-Drehschuss knapp am langen Pfosten vorbei (40.). So blieb es beim 0:0. Für den Bundesligisten ein äußerst schmeichelhaftes Ergebnis!

STIMMEN Löwen-Ärger über Pokal-Aus: „Es wäre mehr drin gewesen!“

Die Frankfurter versuchten zu Beginn der 2. Halbzeit, die Schlagzahl zu erhöhen. Bei einem Konter wurde Silvas Schuss von der Strafraumkante noch entscheidend geblockt, Marco Hiller konnte zugreifen (49.). Zwei Minuten später war es passiert. Eine Rechtsflanke von Dominik Kohr Richtung zweiten Pfosten in den Rücken der Löwen-Abwehr landete genau beim bis dahin blassen Bas Dost. Mit viel Gefühl legte er die Kugel quer auf Silva, der aus sechs Metern nur noch zum 1:0 einnicken musste (51.). Fünf Minuten später erhöhte Dost per Kopfball zum 2:0 (56.). Daichi Kamada hatte auf der rechten Seite perfekt für den nicht im Abseits stehenden Silva durchgesteckt. Der Portugiese blickte rechts am Strafraum kurz hoch und flankte ins Zentrum, wo Dost perfekt zwischen drei Gegenspieler eingelaufen war und aus nächster Nähe vollendete. In der 64. Minute wurde der Anschlusstreffer von Mölders nicht anerkannt. Linienrichter Robert Wessel sah den Löwen-Stürmer bei der Ballannahme im Abseits. Eine Fehlentscheidung, wie die Fernsehbilder bestätigten! Kurz danach kam Moll nach Linksflanke des eingewechselten Richy Neudeckers zum Kopfball, setzte die Kugel aber aus acht Metern knapp neben den rechten Pfosten (65.). Im Anschluss an eine Rechtsecke von Moll stieg Mölders am Fünfmeterraum am höchsten, konnte die Kugel aber nicht auf das Tor drücken (69.). Die Sechzger waren jetzt wieder besser im Spiel, versäumten es aber, ihre Chancen in Tore umzumünzen. Da war die Eintracht wesentlich effektiver! Eine Rechtsflanke von Sebastian Rohde setzte der eingelaufene Kamada knapp über den Querbalken (72.). Einen 22-Meter-Freistoß aus zentraler Position setzte der eingewechselte Daniel Wein nur um Zentimeter über die Querstange des Frankfurter Tors (75.). Drei Minuten später holte Trapp 1860-Stürmer Lex nach einem Chipp-Ball von Mölders im Strafraum von den Beinen, Schiedsrichter Martin Petersen zeigte sofort auf den Punkt. Steinhart lief an, verlud Trapp und traf zum 1:2 ins rechte untere Eck (78.). In der 81. Minute war Lex alleine Richtung Frankfurter Tor unterwegs, aber Schiri Petersen hatte ein Foul des Erdingers gegen Hinteregger gesehen, pfiff ihn sehr zum Leidwesen der Sechzger zurück. Vier Minuten später prüfte David Abraham seinen eigenen Torwart, als er Mölders im Rücken die Kugel aufs eigene Tor flankte, Trapp aber die Rückgabe mit einem Reflex aus dem kurzen Eck kratzte (85.). Auf der andren Seite traf Silva frei vor Hiller nur das rechte Außennetz (88.). Kurz danach blieb der Sechzger Torwart auch im Eins-gegen-Eins gegen den Portugiesen der Sieger (89.). Die Löwen versuchten bis zum Schluss alles, den Ausgleich zu erzielen, es gelang leider nicht. Erhobenen Hauptes schieden die Löwen Damit aus dem DFB-Pokal aus, boten dem Erstligisten einen harten Kampf und waren die meiste Zeit das bessere Team.

STENOGRAMM, DFB-Pokal 1. Runde, 12.09.2020, 15.30 Uhr

1860 München – SG Eintracht Frankfurt 1:2 (0:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann, 14 Dressel – 8 Tallig, 11 Greilinger, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 17 Wein, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 31 Neudecker, 33 Klassen.

SGE: 1 Trapp (Tor) – 19 Abraham, 13 Hinteregger, 2 Ndicka – 28 Kohr, 17 Rode – 24 da Costa, 15 Kamada, 11 Zuber – 9 Dost, 33 Silva.
Ersatz: 32 Rönnow (Tor) –3 Ilsanker, 8 Sow, 18 Toure, 20 Hasebe, 22 Chandler, 27 Barkok, 35 Tuta, 39 Paciencia.

Wechsel: Neudecker für Greilinger (60.), Wein für Erdmann (60.) – Hasebe für Zuber (72.), Chandler für Rode (72.), Ilsanker für Kohr (79.), Barkok für Kamada (80.).

Tore: 0:1 Silva (51.), 0:2 Dost (56.), 1:2 Steinhart (78., Foulelfmeter).
Gelbe Karte: Moll, Wein – Abraham.
Zuschauer: 0 Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart); Assistenten: Robert Wessel (Berlin), Jochen Gschwendtner (Eggenfelden); Vierter Offizieller: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach).



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