SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner vor Spitzenspiel in Rostock: „Viel mehr geht nicht!“

Michael Köllner freut sich auf die Zuschauer in Rostock, findet die unterschiedlichen Richtlinien aber ungerecht. 

Für Michael Köllner ist es ein absolutes Spitzenspiel. „Hansa Rostock empfängt den aktuellen Tabellenführer, die Partie ist live im Fernsehen zu sehen. Viel mehr geht nicht!“, erklärt der 50-jährige Löwen-Coach vor dem Auswärtsspiel seines Teams am Samstag, 17. Oktober 2020, Anpfiff 14.03 Uhr, im Ostseestadion. Neben Magenta Sport wird das BR Fernsehen das Spiel live im Free-TV übertragen.

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Zunächst schilderte Michael Köllner die Trainingswoche, die wegen den Corona-Beschränkungen nach wie vor unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat. Sehr gut sei sie diese gewesen, entsprechend vorbereitet reise das Team nach Rostock. Verzichten müsse er lediglich auf Niklas Lang, der nach seiner Sprunggelenksverletzung mit einem Spezialschuh am Training teilnimmt, und auf Leon Klassen. Der linke Außenbahnspieler pausiert seit Donnerstag wegen einer Mandelentzündung. „Er ist kein Thema, außer Leon legt eine Blitzheilung hin“, so der Trainer. Dagegen rechnet er fest mit Fabian Greilinger. Der Stürmer hatte am Mittwoch wegen Hüftproblemen pausiert, stand aber ab Donnerstag wieder auf dem Platz.

„Wir fahren gut vorbereitet nach Rostock“, sagt Köllner, für den es mit den Löwen eine Premiere ist. Mit Nürnberg dagegen spielte er im DFB-Pokal bereits in der Hansestadt. „Da habe ich viel Freibier bekommen“, beschrieb er die gereizte Stimmung. „Es war ein hartes Spiel, das wir im Elfmeterschießen gewonnen haben.“

Nicht ganz so gut sind die Erinnerungen mit seinem aktuellen Team. Nach dem Corona-Lockdown verloren die Sechzger mit 0:1 am 13. Juni im Grünwalder Stadion gegen Hansa. Damals ein herber Dämpfer für die Aufstiegsambitionen der Löwen. „Das wollen wir diesmal besser machen“, lautet deshalb seine Marschroute. „Rostock hat die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, nicht verändert. Wir müssen entsprechende Lösungen finden.“ Seine Mannschaft sieht er mental und physisch stärker als noch in der letzten Saison. „Wir spielen auch besser Fußball. Unsere Taktik wird sein, die Schwächen des Gegner aufzudecken und unsere zu kaschieren. Wir streben ein anderes Ergebnis als beim letzten Mal an.“

12. Mann-Ticket: Löwen starten den Verkauf eines Gutscheintickets.

Dieses Selbstbewusstsein nährt der Oberpfälzer aus den bisherigen Auftritten in der aktuellen Spielzeit. „Die Mannschaft ist sehr gefestigt“, verweist Köllner auf die Partie gegen Lübeck, in der die Löwen einem frühen Rückstand hinterherlaufen mussten. „Das hat uns nicht aus der Fassung gebracht. Im Gegenteil: Wir sind von Minute zu Minute stärker geworden, haben wunderschöne Tore erzielt und uns belohnt.“

Eine Steigerung gegenüber der Vorsaison sei auch vonnöten, wolle man an der Ostsee bestehen. „Rostock hat sich am Transfermarkt extrem bedient mit zehn Neuzugängen. Für mich sind sie der Topfavorit auf den Aufstieg“, schiebt er die Favoritenrolle weiter. Sein Kollege Jens Härtel habe „eine super Mannschaft“, deren Qualität er an einem Beispiel festmacht: „Korbinian Vollmann, der aus dem Junglöwen-Nachwuchs kommt, schafft es momentan nicht in die Startelf. Das ist ein Indiz für die Stärke.“

Zuletzt habe Hansa in Verl, dass in den ersten drei Spielen ungeschlagen blieb, trotz 30-minütiger Unterzahl nach dem Platzverweis von Damian Roßbach beim 3:2-Sieg überzeugt. „Das wird ein schweres Auswärtsspiel, eine Herausforderung. Rostock spielt sehr stabil, ist sehr mannorientiert gegen den Ball und lässt wenig Torchancen zu. Ein äußerst unangenehmer Gegner.“ Doch seine Mannschaft sieht er darauf vorbereitet. „Wir werden alles dafür tun, um dort zu punkten. Dafür müssen wir unser Limit erreichen und 1860 Prozent abrufen“, so die Maxime. Auch wenn es gegen die kompakte Rostocker Defensive wenig Lücken gibt, ist sich Köllner sicher, „dass wir in bestimmten Phasen auch Räume bekommen. Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir Druck machen können.“

Druck wird auch von den Rängen kommen. Immerhin sind 7.500 Zuschauer im Ostseestadion erlaubt. Köllner sieht das mit gemischten Gefühlen, „weil unsere Fans nicht ins Stadion dürfen, obwohl wir über 10.000 Dauerkarten verkauft haben“. Im fehle schlichtweg die Verhältnismäßigkeit. „Fünf Kilometer weiter in Unterhaching dürfen Zuschauer rein. Was ist das für eine Logik“, echauffiert sich der Coach. Er finde es schlichtweg fatal, wenn in einem Land unterschiedliche Richtlinien herrschen. „Das ist für mich eine Frage von Gerechtigkeit.“

Auch wenn es nur gegnerische Fans in Rostock sind, findet es Köllner trotzdem „super motivierend“ und verweist auf den Auswärtssieg in Zwickau. „Zuschauer geben einfach das Gefühl von richtigem Fußball“, wie er es nennt. „Wir freuen uns darauf, dass uns 7.500 Rostocker vehement Feuer geben. Das wird ein Riesenspektakel. Kein Spiel von uns während der Pandemie hatte so viele Zuschauer.“ Jeder im Team nehme die Energie unterschiedlich auf. „Ich denke, Sascha Mölders wird sich in Rostock besonders wohl fühlen“, sagt Köllner mit einem Augenzwinkern.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

FCH: 1 Kolke (Tor) – 3 Riedel, 23 Sonnenberg, 14 Reinthaler – 24 Löhmannsröben – 7 Neidhart, 16 Butzen – 8 Bahn – 28 Litka, 39 Breier – Verhoek.
Ersatz: 30 Voll (Tor) – 6 Rother, 9 Engelhardt, 10 Vollmann, 11 Herzog, 17 Schulz, 18 Verhoek, 19 Farrona Pulido, 21 Omladic, 25 Daedlow, 27 Horn.
Nicht dabei: 4 Roßbach (Rotsperre), 20 Scherff (Muskelfaserriss).

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 22 Linsbichler, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler.
Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 33 Klassen.

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg); Assistenten: Jost Steenken (Nordhorn), Luca Jürgensen (Hamburg).

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