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Köllner: „Wir brauchen ein gutes MaSS gegen Uerdingen!“

Trainer Michael Köllner hat das Spiel gegen Dresden analysiert und Lösungen gesucht, um gegen Uerdingen wieder zu gewinnen. 

Zu Beginn der Englischen Woche empfangen die Löwen am Samstag, 21. November 2020, den KFC Uerdingen im Grünwalder Stadion. Erneut sind keine Zuschauer zugelassen. Neben MAGENTA Sport überträgt das BR Fernsehen die Partie live. Anpfiff ist um 14.03 Uhr.

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Zunächst stand bei der Spieltagspressekonferenz die personelle Situation im Vordergrund. Marius Willsch befinde sich seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining, erklärte Trainer Michael Köllner. Am ersten Tag habe der Rechtsverteidiger reduziert trainiert, seit Donnerstag absolviere er das komplette Programm. „Er muss sich nach der Verletzung reintasten und ich versuche, mir einen Eindruck zu verschaffen,“ so der Löwen-Coach. „Uns steht eine Englische Woche bevor, deshalb werden wir keine wilden Dinge veranstalten. Wir brauchen Personal, das sofort da ist“, will er Willsch keinen Freifahrtsschein erteilen.

Bei den anderen Rekonvaleszenten geht es ebenfalls voran. Martin Pusic, der sich vergangene Woche im Training die Mittelhand gebrochen hatte, unterzog sich einer Operation und bekommt am kommenden Montag eine Schiene, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Damit kann er wieder ins Training einsteigen. „Für Türkgücü ist er ein Thema“, so Köllner optimistisch. Niklas Lang wird nächste Woche „peu à peu ins Mannschaftstraining einsteigen“. Auch Tim Linsbichler, der sich noch im Aufbau befindet, mache Fortschritte. Dazu pausierte Daniel Wein am Mittwoch. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, wie der 50-jährige Trainer betonte, um sein Knie zu schonen.

Gegen den KFC Uerdingen, der gemeinsam mit den Löwen 2018 in die 3. Liga aufstieg, gab es seitdem in den beiden Heimspielen jeweils eine 0:1-Niederlage. Er selbst hat positive Erinnerungen an den Samstagsgegner. Unter seiner Regie gelang zuletzt ein 3:1-Auswärtserfolg.

Hatte der frühere Bundesligist nach dem Aufstieg auf große Namen gesetzt, fand zuletzt ein Umdenken statt. „Es ist eine sehr laufstarke, junge Mannschaft mit guten Fußballern, die aber nicht mehr die Robustheit der vergangenen Jahre hat“, charakterisiert er das Team vom Niederrhein und attestiert: „Der Umbruch ist gut gelungen!“

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Bewusst habe der KFC den Fokus auf die Defensive gelegt. „Sie haben bisher wenig zugelassen, dadurch ist die Offensive etwas unterrepräsentiert“, beschreibt Köllner, der sich den 3:1-Erfolg der Krefelder am vergangenen Samstag gegen die SpVgg Unterhaching genauer angeschaut hat. „Mit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz hat Haching verloren“, bilanziert er die Partie. Seine Lehren daraus: „Wir brauchen ein gutes Maß der Dinge, dürfen nicht zu offensiv agieren. Uerdingen hat ein starkes Konterspiel.“ Der Blick gehe zwar auch auf den Gegner, „aber wir dürfen dabei nicht unser eigenes Spiel vernachlässigen“, warnt er. Das sei zuletzt in Dresden geschehen.

Nicht ganz hat dem Löwen-Trainer im Nachgang gefallen, wie die 1:2-Niederlage bei den Sachsen bewertet wurde. „Natürlich hat der Fan kein gutes Spiel gesehen, aber man darf nicht vergessen, dass Dresden von den Einzelspielern her den besten Kader der Liga hat. Trotzdem haben wir wenig zugelassen. Mich ärgert aber noch heute, dass wir aus den Ballgewinnen zu wenig gemacht haben.“ Er und das Trainerteam haben das mit den Spielern akribisch aufgearbeitet, „auch mit Einzelgesprächen und Einzelvideos.“ In Dresden hätten einfach ein paar Prozent gefehlt. „Fakt ist: wir müssen solche Spiele in Siege umwandeln!“

Nichtsdestotrotz hätten sich die Löwen durch gute Leistungen bei den Gegnern Respekt erarbeitet. Das macht der Oberpfälzer daran fest, dass Dynamo gegen seine Sechzger erstmals in dieser Saison mit einer Dreierkette agierte. „Da müssen wir schauen, wie wir uns taktisch und unsere Herangehensweise verändern, damit wir mental in einer Topverfassung solche Spiele angehen.“ Das sei sein Job unter der Woche, „Lösungen zu finden, um am Ende zu gewinnen.“

In erster Linie ginge es darum, das eigene Spiel auf den Platz zu bringen. „Vor allem müssen wir ein gutes Gegenpressing zeigen.“ Ziel sei es, die Heimbilanz weiter aufzubessern und an den „furiosen Sieg gegen Halle“ anzuknüpfen. Bereits am Dienstag folgt das Auswärtsspiel in Paderborn gegen Aufsteiger Verl, am Samstag steht das Münchner Stadtduell gegen Türkgücü auf dem Spielplan. „Aber damit beschäftigen wir uns noch nicht. Wir haben ein schweres Spiel gegen Uerdingen vor der Brust, auf das wir uns akribisch vorbereiten und das wir mit voller Konzentration angehen, um unseren Fans wieder ein erfrischendes Spiel zu zeigen.“

Körperlich sei die Mannschaft in der Lage, drei Spiel in einer Woche zu bestreiten. „Wir sind von der Trainingssteuerung und -belastung richtig gut unterwegs“, sagt Köllner, der lediglich 16 Spieler bisher eingesetzt hat und damit die wenigsten in der 3. Liga. „Wir sind weitgehend von Verletzungen verschont geblieben, mir gefällt das Gerüst und ich muss keine Experimente veranstalteten“, lautet seine Begründung. „Immerhin stehen wir auf Platz zwei, haben tendenziell mehr richtig als falsch gemacht!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 7 Lex.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen,.
Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung), 19 Pusic (Mittelhandbruch), 22 Linsbichler (Aufbautraining).

KFC: 31 Jurjus (Tor) – 33 Göbel, 5 Lukimya, 16 Fechner, 7 Dorda – 26 Gnaase, 22 Wagner – 9 Feigenspan, 21 Mörschel, 10 Pusch – 36 Kiprit.
Ersatz: 1 Königshofer, 29 Paris (beide Tor) – 2 Girdvainis, 4 Kirchhoff, 8 van Ooijen, 11 Kinsombi, 13 Velkov, 14 Albutat, 15 Schneider, 17 Kobiljar, 18 Marcussen, 19 Anapak, 20 Ibrahimaj, 39 Grimaldi.
Nicht dabei: 6 Großkreutz (nicht berücksichtigt), 23 Traoré (Syndesmosebandriss), 35 Osawe (Sprunggelenk), Maroh (nicht berücksichtigt).

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg); Assistenten: Jost Steenken (Nordhorn), Luca Jürgensen (Hamburg).

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