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Köllner vor Viktoria-Spiel: „Wir müssen stabil sein & selbst Akzente setzen!“

Cheftrainer Michael Köllner (li.), Verteidiger Stephan Salger (Mitte) und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel bei der Online-Pressekonferenz. 

Die Löwen müssen am Samstag, 5. Dezember 2020, bei Viktoria Köln ran. Im Sportpark Höhenberg treffen ab 14 Uhr zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte aufeinander, die beide seit vier Spielen nicht mehr gewonnen haben. Live kann die Partie bei MAGENTA SPORT und im Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio verfolgt werden.

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Zunächst ergriff Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel das Wort. Der 48-Jährige zeigte sich zufrieden mit der Reaktion im letzten Heimspiel. „Die wesentlichen Punkte, die wir angesprochen haben, hat die Mannschaft im Spiel gegen Türkgücü besser umgesetzt.“ Als Beispiel führte er die Entstehung der beiden Tore auf, das Gegenpressing, das konsequente Nachschieben und das Nutzen der Überzahl-Situation. „Wir müssen uns Schritt für Schritt wieder die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die uns zu Saisonbeginn ausgezeichnet hat, erarbeiten“, so die Forderung des Österreichers, der im Münchner Stadtduell die „eine oder andere unglückliche Entscheidung des Unparteiischen“ monierte. „Aber in erster Linie müssen wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst beeinflussen können.“

Fehlen wird in Köln Martin Pusic, der nach seinem Mittelhandbruch und anschließender Operation wieder hätte spielen können. „Es hat einen Vorfall in seinem Privatleben gegeben“, erklärte Gorenzel, „Martin wird uns weiter nicht zur Verfügung stehen. Ansonsten geben wir dazu keinen Kommentar ab.“

Damit haben sich die Möglichkeiten für Löwen-Trainer Michael Köllner weiter eingeschränkt, der bis auf Tim Linsbichler die Woche über alle Spieler im Training hatte. „Die Jungs sind in einer guten Verfassung“, so sein Eindruck. Neben den beiden Österreichern Pusic und Linsbichler muss der Coach auch den rotgesperrten Dennis Dressel ersetzen. Dazu hat der Oberpfälzer einige Optionen in Fabian Greilinger, Erik Tallig und Leon Klassen, denen er allesamt gegen Türkgücü eine gute Leistung attestierte. Greilinger erzielte sogar die 1:0 Führung.

Das Hauptaugenmerk von Köllner in Köln liegt auf Stabilität. „Die Viktoria ist eine extrem spielstarke Mannschaft, die taktisch von uns viel abfordern wird. Sie spielen sehr ballorientiert, haben ein gutes Flügelspiel und eine hohe individuelle Klasse. Da brauchen wir gute Lösungen.“ Mit individueller Klasse meint der Löwen-Coach Spieler wie Albert Bunjaku, Marcel Risse oder Mike Wunderlich, die nicht nur einen klangvollen Namen haben, sondern auch überdurchschnittliche Spieler in der 3. Liga sind. Trotzdem weiß der 50-Jährige, dass es mit guter Defensivarbeit alleine nicht getan ist. „Wir müssen nicht nur stabil dagegenhalten, sondern selbst Akzente setzen. Keinesfalls dürfen wir uns hinten reindrücken lassen.“

Für Köllner ist es nicht nur wegen der zuvor angeführten Gründe ein „extrem schweres Spiel“, sondern auch weil die Viktoria „gefühlt seit Wochen kein Spiel mehr gewonnen hat“. Teilweise hätten sie die Partien kontrolliert, um dann in der Schlussphase die Gegentore zu kassieren. „Gegen einen angezählten Gegner ist es immer schwer!“

Die Löwen selbst sind, wie die Viktoria, seit vier Partien ohne Sieg, haben aber die letzten drei Spiele nicht verloren. „Wir können an guten Tagen jede Mannschaft schlagen. Bisher hatten wir in jedem Spiel die Möglichkeit, drei Punkte zu holen“, sagt Köllner, der seinem Team trotz der Negativserie eine intakte „Gemütslage“ attestiert. „Das liegt daran, weil wir mit einer anderen Erwartungshaltung in die Saison gegangen sind. Wir wissen, was wir können, wissen aber auch, wir schwer es ist, das Woche für Woche umzusetzen.“ Trotz der vier sieglosen Partien sei der Anschluss nach vorne nicht abgerissen. „Wir haben immer noch alles in der eigenen Hand und wollen uns im vorderen Drittel behaupten“, lautet die Marschroute. Die Mannschaft habe sich zuletzt zurückgekämpft und ein gutes Gesicht gezeigt. „Das Spiel gegen Türkgücü war für die Moral wichtig. Wir müssen schauen, dass wir erneut eine gute Leistung auf den Platz bringen, dann ist die Chance groß, dass wir gewinnen!“

Sommer-Zugang Stephan Salger, der bei Viktorias Stadtrivale FC ausgebildet wurde, kann die Sichtweise des Trainers nur bestätigen. „Die Gier, die Punkte zu holen, war in den letzten Spielen drei Spielen vorhanden.“ Zweimal – gegen Uerdingen und Türkgücü – beendete man die Partie in Unterzahl. „Das hat uns zurückgeworfen“ so der Innenverteidiger. „In Verl hatten wir die letzten zehn Minuten richtig Dampf auf dem Kessel. Wir wollen immer gewinnen, am besten schon gegen Viktoria Köln.“

Der 30-Jährige, der seit seinem Wechsel nach München noch nie vor Zuschauern im Grünwalder Stadion gespielt hat, vermisst das ganze Drumherum. „Durch die Corona-Geschichte ist alles im Umfeld sehr isoliert. Mir fehlt die Kommunikation mit den Fans, die Strahlkraft, die Sechzig dadurch hat.“ Trotzdem geht Salger bisher sehr professionell seiner Arbeit nach. „Ich bin als gestandener Spieler hierhergekommen, will den Jungen eine Säule sein und nehme ihnen gerne den Druck ab“, beschreibt der Rheinländer seine Aufgabe bei den Löwen, die er bisher unaufgeregt erledigt hat.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

VIK: 1 Mielitz (Tor) – 22 Gottschling, 3 Rossmann, 5 Hajrovic, 7 Handle – 18 Klefisch, 4 Lorch – 19 Holzweiler, 8 Wunderlich, 11 Cueto – 12 Bunjaku.
Ersatz: 25 Bangsow, 33 Weis (Tor) – 6 Holthaus, 9 Seaton, 10 Dej, 17 Klingenburg, 20 Kyere, 21 de Vita, 23 Fritz, 26 Stellwagen, 27 Tubluk, 28 Koronkiewicz, 29 Lewerenz, 31 Risse, 36 Lanius, 39 Thiele.
Nicht dabei: 2 Höck (Kreuzbandriss).

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein, 8 Tallig – 31 Neudecker, 7 Lex, 11 Greilinger – 9 Mölders,
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 13 Erdmann, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 3 Lang (Aufbautraining), 14 Dressel (Rot-Sperre), 19 Pusic (private Gründe), 22 Linsbichler (Aufbautraining).

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover); Assistenten: Timo Daniel (Vechta), Patrick Holz (Münster).

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