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Köllner vorm letzten Spiel des Jahres: „Es geht um wichtige drei Punkte!“

Löwen-Trainer Michael Köllner (li.) und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (re.) zogen vor dem letzten Spiel 2020 eine Jahresbilanz. 

Zum Abschluss des Jahres empfangen die Löwen am Freitag, 18. Dezember 2020, den SV Wehen Wiesbaden im Grünwalder Stadion. Anpfiff gegen den Zweitliga-Absteiger ist um 18.60 Uhr. MAGENTA SPORT überträgt die Partie live.

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Zunächst nahm Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel in der Spieltags-Pressekonferenz die Möglichkeit vor dem Jahreswechsel wahr, Danke zu sagen: den Fans, „die ihre extreme Verbundenheit in einer herausfordernden Zeit durch den Dauerkarten-Kauf bewiesen haben“, bei den Gesellschaftern für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“, bei Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, der für Planungssicherheit gesorgt habe, bei allen Sponsoren, „die uns die Treue gehalten haben oder die neu dazugekommen sind“. Besonders strich Gorenzel den Hauptsponsor die Bayerische heraus, als „stärksten Partner der 3. Liga“. Schlussendlich bedankte sich der Österreicher bei allen Mitarbeitern in der Verwaltung und im Nachwuchsleistungszentrum sowie bei den Medien „für die konstruktive Zusammenarbeit“.

Anschließend ging der 48-Jährige auf die sportliche Situation ein. „Vor einer Woche wurde noch die erste Krise unter Trainer Michael Köllner thematisiert. Nun wird von der besten Löwen-Mannschaft gesprochen.“ Solche extremen Schwankungen in der Wahrnehmung lassen Gorenzel kalt. „Wir können das alles einordnen.“ Er habe das Gefühl, dass die Mannschaft aus den letzten Wochen ihre Lehren gezogen hat, „vor allem aus dem 6:1 gegen Halle. Das hat uns nicht gutgetan, weil uns in den Spielen danach die Konsequenz gefehlt hat.“ Diese sei in den letzten beiden Partien mit dem 5:0 über Waldhof Mannheim und dem 3:0 beim 1. FC Kaiserslautern wieder dagewesen. „Die wird auch gegen Wehen Wiesbaden nötig sein!“

Ansonsten stellte Gorenzel klar, dass er nicht fortlaufend Personalien in der Öffentlichkeit kommentieren wird. „Alle zwei Wochen steht ein anderer Spieler im Fokus, dessen Vertrag verlängert werden soll. Erst mal geht es darum, kontinuierlich Leistung zu bringen und sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren“, mahnte er an. „Entscheidend ist die aktuelle Entwicklung der Spieler und der Mannschaft sowie die zukünftige Perspektive. Auch die finanzielle Komponente spielt eine Rolle. Wir müssen uns an unseren Rahmenbedingungen orientieren und daraus das bestmögliche machen.“

Diesen Ausführungen schloss sich auch Trainer Michael Köllner an, der schnell die Konzentration auf das letzte Spiel des Jahres lenkte. „Es geht um wichtige drei Punkte. Wir wollen die Englische Woche gut abschließen.“ Aber, so stellte der 50-Jährige auch klar: Egal, wie das Spiel ausgehe, er sei mit dem Jahr zufrieden. „Aber mit einem Sieg gegen Wehen Wiesbaden können wir es toppen!“

Die Hessen schätzt Köllner stärker ein als Mannheim oder Kaiserslautern. „Sie können jede Mannschaft in der Liga schlagen, haben ein extrem starkes Umschaltspiel, sind brandgefährlich. Da brauchen wir eine gute Kontersicherung bei eigenem Ballbesitz.“ Aber wenn jeder sein Aufgaben gewissenhaft erledige, sei er guter Dinge, „dass wir das Spiel gewinnen, auch wenn es ein hartes Brett wird“. Schließlich steht der SVWW in der Tabelle gerade mal einen Punkt hinter den Löwen, würde sicherlich auch gerne auf einem Aufstiegsplatz in die Weihnachtspause gehen.

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Für die Löwen ist das Spiel am Freitag die dritte Partie in sechs Tagen. Als „sehr herausfordernd“ bezeichnet das der Löwen-Coach, der nach dem Kaiserslautern-Spiel auf dem tiefen Boden einen zusätzlichen Ausfall zu beklagen hat. Stefan Lex, zur Halbzeit ausgewechselt, wird auch gegen Wiesbaden wegen muskulärer Probleme fehlen. Ebenso Innenverteidiger Stephan Salger. „Er hat keine hundertprozentige Fitness“, so seine Begründung nach der Wadenverletzung, die er sich bereits im Spiel bei Viktoria Köln zugezogen hatte. „Wir haben genug andere im Kader, die ihre Leistungsfähigkeit nachgewiesen haben. Da müssen wir keine Experimente machen.“

Gegen den Zweitliga-Absteiger benötige sein Team „Frische und einen guten Plan. Beide Mannschaften befinden sich auf Augenhöhe.“ Köllner fordert von seinen Jungs, dass sie genauso engagiert und entschlossen zu Werke gehen wie zuletzt. „Es ist eine kompakte Mannschaft erkennbar. Wir sind keine One-Man-Show, auch wenn immer mal wieder ein anderer Spieler im Fokus steht.“ Selbst in der Phase, in der fünf Spiele nicht gewonnen werden konnten, „sind wir bei uns geblieben und haben nach vorne geschaut“. Dabei, so erzählt der Trainer, habe man „im Innenleben“ deutlich kritischere Worte als die Medien gefunden. „Das ist ein wichtiger Parameter für uns.“

Der Star sei deshalb für ihn die Mannschaft, „in der sich der eine für den anderen den Arsch aufreißt“. Am Ende gehe es darum, Ausfälle wie die von Lex und Salger oder zuvor von Dennis Dressel und Daniel Wein, als Kollektiv zu kompensieren. „Die hintendran sind darauf vorbereitet. Die Jungen kommen langsam, haben sich gut entwickelt und brennen auf ihren Einsatz.“ Letztlich sei dann der Kopf entscheidend. Er habe Vertrauen in alle seine Spieler, schließlich „haben wir eine Mannschaft zusammengestellt, die sich über Charakterstärke, Teamgeist und Geschlossenheit definiert“.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 11 Greilinger.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 17 Wein, 18 Knöferl, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 6 Salger (Wadenverletzung), 7 Lex (muskuläre Probleme), 20 Agbowo (Sprunggelenksverletzung), 21 Ngounou Djayo (Hüftprobleme), 22 Linsbichler (Aufbautraining).

SVWW: 1 Boss (Tor) – 22 Ajani, 4 Mockenhaupt, 3 Gürleyen, 25 Kempe – 13 Medic, 18 Lais – 24 Prokop, 7 Korte, 11 Malone – 9 Tietz.
Ersatz: 26 Hamrol (Tor) – 6 Schwede, 19 Niemeyer, 20 Kuhn, 21 Hollerbach, 27 Guthörl, 37 Bischof.
Nicht dabei: 5 Röcker (Knorpelschaden), 8 Wurtz (Sehnenverletzung am Sprunggelenk), 10 Mrowca (Knie-OP), 15 Chato (Muskelfaserriss), 16 Walbrecht (Muskelverletzung im rechten Oberschenkel), 17 Carstens (Muskelfaserriss), 32 Aigner (Trainingsrückstand).

Schiedsrichter: Lars Erbst (Gerlingen); Assistenten: Mario Hildenbrand (Wertheim), Timo Lämmle (Kernen).

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