SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner: „Wir müssen unsere Stärke und Wucht wieder zur Geltung bringen.“

Michael Köllner hofft auf Schwung aus dem Derbysieg für das schwere Spiel gegen den FC Ingolstadt am Montagabend. 

Die Löwen beenden am Montagabend, 18. Januar 2021, gegen den FC Ingolstadt nicht nur den 19. Spieltag, sondern auch die Vorrunde. Im Grünwalder Stadion empfängt um 18.60 Uhr zum Spitzenspiel der Tabellendritte den -zweiten. Die Partie ist nur bei MAGENTA SPORT zu sehen. Das Löwen-Radio sendet unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 18.45 Uhr live.

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1860-Cheftfrainer Michael Köllner gratulierte auf der Pressekonferenz am Freitag zuerst Robert Reisinger zum 57. Geburtstag, wünschte ihm alles, „was er sich selbst vorstellt“. Anschließend wurde er sehr persönlich. Sein Vater war vergangene Woche noch vor dem Derby überraschend verstorben. Für die große Anteilnahme bedankte sich der Löwen-Coach. „Besonders bei Hasan Ismaik, bei unserem Präsidium, beim Verwaltungs- und Aufsichtsrat, den Unternehmern für Sechzig, den Meisterlöwen, der U21, der ARGE-Vorstandschaft, bei der Löwen-Geschäftsstelle und stellvertretend für alle Fanclubs bei den Naabtal Löwen Schwandorf sowie bei den mega-vielen Anhängern unseres Vereins. Viele haben mir auf unterschiedlichen Wegen ihr Beileid ausgedrückt. Das hat meiner Familie und mir sehr gut getan.“

Danach lenkte er den Fokus aufs Sportliche, blickte nochmals auf das Derby gegen den FC Bayern II zurück. „Es war wichtig, dass wir gewonnen haben!“ In der 1. Halbzeit habe sein Team ein gutes Spiel gezeigt, nach dem Seitenwechsel sei es „unrund“ gelaufen. „Das lag auch an mir.“ Er habe Fabian Greilinger zur Pause rausgenommen, weil er Gelb vorbelastet war. „Gerade junge Spieler neigen zu Unkonzentriertheit. Ich wollte verhindern, dass wir Zehn gegen Zehn zu Ende spielen.“ Trotzdem hätte seine Mannschaft aus dem Spiel heraus im zweiten Durchgang nichts zugelassen. „Der Gegner war nur bei Standards gefährlich. Und da war dann Marco Hiller da.“

Seinen Schlussmann bezeichnete Köllner als „Krieger“. Gefühlt habe sich der 23-Jährige unsterblich gemacht, als er trotz Kopfverletzung weiterspielte. „Marco war der Held des Tages. Er hat für den Mannschaftserfolg extrem zurückgesteckt, wollte unbedingt dem Team helfen.“ Deswegen freut es den 51-Jährigen besonders, dass sein Keeper fürs FIFA21-Team von EA Sports nominiert wurde. „Das ist eine schöne Erinnerung. Für einen Drittligaspieler ist das was außergewöhnliches. Es war nach Marius Willsch, zwei Mal Dennis Dressel und Sascha Mölders bereits die fünfte Nominierung eines Löwen in dieser Saison.“

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Die lange Pause bis zum Spiel am Montag begrüßte der Trainer. „Ich bin froh, dass wir eine lange Woche haben, weil es nach einem emotionalen Derby schwierig ist, sofort wieder in den normalen Spielmodus umzuschalten.“ Zumal mit den Schanzern erneut eine Herkulesaufgabe auf sein Team wartet. Ähnlich wie gegen den FC Bayern II hatte man in der Vorsaison aus zwei Spielen nur ein Pünktchen geholt. „Das ärgert uns“, macht der Oberpfälzer keinen Hehl daraus.

Die Ingolstädter Mannschaft, die den Zweitliga-Aufstieg durch ein Gegentor in der 96. Minute im Relegationsrückspiel gegen den 1. FC Nürnberg nur knapp verpasste, hat sich kaum verändert. „Für Maximilian Thalhammer ist Marc Stendera gekommen.“ Das sei die einzige Veränderung, erklärte der Coach ohne Wertung. „Ingolstadt spielt nicht schön, aber geduldig. Sie wissen, wie man Spiele gewinnt“, sagt Köllner. Zuletzt habe Peter Jackwerth, der Vorstandsvorsitzende der Schanzer, nochmals verbal die Aufstiegsambitionen unterstrichen. Dazu wurde der bundesligaerfahrene Brasilianer Caiuby verpflichtet. „Daran sieht man, dass bei Ingolstadt die Transferaktivitäten noch nicht beendet sind.“

Köllner erwartet einen Gegner, der unbedingt gewinnen will. Denn durch die Corona bedingte Spielabsage von Tabellenführer Dresden hat der FCI die Möglichkeit, die Sachsen zu überflügeln. „Aber wir können auch solche Spiele gewinnen. Wir wissen, dass wir nicht alleine im Stadion sind, dass Tausende uns zu Hause die Daumen drücken.“ Deswegen fand der Trainer auch die Aktion von Sascha Mölders und der Mannschaft gut, den Derbysieg vor der Westkurve mit einer Videobotschaft an die Fans zu feiern. „Wir werden auch diesmal alles tun, um zu gewinnen“, verspricht er.

Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten muss Köllner auf den gelbgesperrten Fabian Greilinger verzichten sowie auf Tim Linsbichler, der aber mittlerweile wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. „Er hat eine harte Zeit hinter sich“, äußert der Coach Mitgefühl mit dem Österreicher, „aber es geht Schritt für Schritt voran.“

Auch Hiller, bei dem am Samstag die Fäden gezogen werden, und Stefan Lex sind mit von der Partie. „Er muss sich zeigen, ob er fit für 90 Minuten ist“, sagt Köllner über den Stürmer, der schon vor der kurzen Winterpause ausgefallen war. Dazu bleiben ihm noch einige Trainingseinheiten. Zur Not hätte es bei Lex schon gegen die kleinen Bayern für einen Kurzeinsatz gereicht. „Aber wir wollten nichts übers Knie brechen. Gerade bei dem Wetter sind muskuläre Probleme gefährlich. Wir wollen ihn kontinuierlich an die Belastung gewöhnen, um zu sehen, für was es am Ende reicht.“

Köllner hat die Qual der Wahl. Obwohl bei der letzten Partie Dennis Erdmann gesperrt fehlte, saßen Daniel Wein und Dennis Dressel auf der Bank. „Gerade für Vino tut mir das unendlich leid. Er ist ein Lieblingsspieler von mir.“ Ähnlich sei es bei Dressel gelagert. Doch auf der Sechser-Position hat sich Quirin Moll zuletzt festgespielt, auch weil mit Semi Belkahia ein zusätzlicher Innenverteidiger zur Verfügung steht. „Quirin macht einen richtig guten Job auf der Sechs. Es war am Anfang der Saison nicht zu erwarten, dass er bei mir gesetzt sein wird. Er ist ein absoluter Leistungsträger“, so der Trainer über den Dachauer. Auch Belkahia konnte seit seiner Rückkehr nach langer Verletzungszeit überzeugen. „Jeder erfüllt seinen Job zu 1.860 Prozent“, lobt Köllnerseine Truppe.

Das wird auch gegen die Schanzer vonnöten sein, denen der Löwen-Coach eine geduldige und konzentrierte Spielweise attestiert. „Defensiv sind sie richtig gut, lassen wenig zu. Zwickau hatte im Heimspiel nur eine Chance.“ Um sich eigene Möglichkeiten herauszuspielen, müsse sein Team ein gutes Übergangsspiel zeigen. „Aber meine Mannschaft kann das, ist offensiv ein richtiges Pfund in der 3. Liga.“ Doch auch defensiv müsse man auf der Hut sein. „Ingolstadt hat eine gute, individuelle Qualität in der Offensive. Wir brauchen eine richtig starke Leistung, um einer Mannschaft, die vom Etat weit vor uns liegt, Paroli zu bieten.“

Köllner hofft, dass der 2:0-Erfolg gegen den FC Bayern II sein Team „richtig in Schwung“ gebracht hat. „Wir waren im Derby aggressiv und frisch. Diese Stärke und Wucht müssen wir auch gegen Ingolstadt wieder zur Geltung bringen.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 8 Tallig, 31 Neudecker, 14 Dressel – 9 Mölders, 19 Biankadi.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 7 Lex, 13 Erdmann, 17 Wein, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 11 Greilinger (5. Gelbe Karte), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).

FCI: 24 Buntic (Tor) – 17 Heinloth, 4 Paulsen, 27 Keller, 19 Gaus – 34 Röhl, 10 Stendera, 25 Kotzke, 35 Bilbija – 7 Eckert Ayensa, 30 Kutschke.
Ersatz: 1 Jendrusch (Tor) – 5 Antonitsch, 9 Kaya, 13 Caiuby, 14 Elva, 16 Kurzweg, 18 Büch, 20 Hawkins, 22 Niskanen, 23 Krauße, 31 Butler, 37 Sussek.
Nicht dabei: 3 Franke (Sprunggelenksverletzung), 6 Preißinger (Trainingsrückstand nach Schulterverletzung), 11 Beister (Trainingsrückstand nach Nasennebenhöhlenentzündung), 21 Schröck (Aufbautraining nach Blinddarm-OP).

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach), Jonas Brombacher (Kandern).

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