SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner: „Wir müssen mit aller Gewalt zeigen, dass wir gewinnen wollen!“

Trainer Michael Köllner (li.) und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (re.) vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg. 

Das erste Rückrunden-Auswärtsspiel führt die Löwen am Mittwoch, 27. Januar 2021, zum 1. FC Magdeburg. Anpfiff in der MDCC-Arena ist um 18.60 Uhr. Die Partie ist nur bei MAGENTA SPORT zu sehen. Das Löwen-Radio sendet unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 18.45 Uhr live.

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Der Blick von Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel ging zunächst zurück. „Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen nach Weihnachten – alles gut, alles okay. Wenn man aber mehr in die Tiefe geht und das Spiel gegen Meppen unter die Lupe nimmt, dann muss man sagen: sehr ärgerlich, absolut unnötig.“

Solche Spiele, so der 49-Jährige, sollten unbedingt gewonnen werden, „wenn man bis zum Schluss bei der Musik dabei bleiben will“. Deshalb machte er keinen Hehl daraus, dass es für ihn zwei verlorene Punkte sind, „weil wir offensiv im Spiel viele Momente hatten, das Ding final zu Ende zu spielen, defensiv hätten wir es nach der glücklichen Führung auch besser verteidigen müssen“. Gorenzel ist der Meinung, dass die Spieler das selbst wissen und in Magdeburg alles dransetzen werden, „um das wieder gutzumachen. Ich weiß, dass die Mannschaft das kann.“

Einer kann nicht helfen: Sascha Mölders fehlt wegen seiner 5. Gelben Karte. „Das war irgendwann zu erwarten“, sagt Trainer Michael Köllner, der nach Lösungen ohne seinen Sturmführer sucht. Kürzlich hat der 51-Jährige die Magdeburger beim Spiel in Unterhaching live gesehen. „Dadurch weiß ich ungefähr, was uns erwartet.“ In die genaue Gegner-Analyse mit seinem Trainerteam war er zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch nicht eingestiegen. „Da müssen wir uns noch beraten und den genauen Schlachtplan festzurren!“

Zudem müsse man schauen, ob alle das Meppen-Spiel körperlich gut überstanden hätten. „So wie es aussieht, haben wir keine Verletzten aus dem Spiel heraus. Damit haben wir 21 Feldspieler plus die drei Torhüter zur Verfügung, aus denen werden wir 18 Mann festlegen, die mit nach Magdeburg fahren.“

Für ihn sei es „unersetzlich“, dass er sich einen persönlichen Eindruck von den Magdeburgern machen konnte. Aber das sei nur eine Momentaufnahme. „Unser Spielanalyst Franz Hübel setzt sich ausführlich mit dem Gegner auseinander, schaut sich mehrere Partien an.“ Der FCM habe sich seit dem ersten Aufeinandertreffen von der Systematik verändert, „sie spielen gegen den Ball jetzt ein klares 5-2-3, bei eigenem Ballbesitz ein 3-4-3.“ Schon länger hätten die Löwen nicht mehr gegen ein Team mit einer solchen Staffelung gespielt. „Die Bayern spielen ähnlich. Vielleicht können wir uns daran orientieren, wie wir die Hebel offensiv und defensiv ansetzen und was am besten zu uns passt.“

Köllner sieht den Ausfall von Sturmspitze Mölders auch als Chance, ein „paar andere taktische Züge“ auszuprobieren. „Entscheidend ist, wie wir uns mit dem Gegner auseinandersetzen, wie wir unsere eigenen Stärken einbringen.“ Er habe schon das klare Ziel in Magdeburg, „um die drei Punkte zu spielen. Es ist sicher auch für den Gegner kein leichtes Spiel.“

Der FCM hätte sich zuletzt gefangen, dann aber im Sachsen-Anhalt-Derby bei Halle durch ein Gegentor in der 93. Minute einen Rückschlag erlitten. „Wir müssen schauen, wie Magdeburg drauf ist. Sie haben zuletzt viel gespielt.“ Köllner kann nur schwer abschätzen, was sein Team erwartet. „Spielen sie so wie bei uns im Stadion: abwartend und uns kommen lassend oder attackieren sie uns?“

Eines weiß der Löwen-Coach aber genau. „Wir müssen einige Dinge besser machen als gegen Meppen. Jeder muss die Konsequenz im Spiel zeigen und den Eindruck erwecken, dass wir mit aller Gewalt gewinnen wollen.“ Nach dem 1:0 hätte sein Team „zwei, drei Chancen liegengelassen. Wir haben es nicht gut gemacht, blind geschossen, einfach ohne Hirn gespielt.“ Köllner hat das bei der Mannschaft klar angesprochen. „Das Gute in der Englischen Woche ist, dass wir schon drei Tage später wieder alles besser machen können.“

Es sei aber gegen Meppen nicht alles „Mist“ gewesen. „Mit der geilen Vorrunde ist die Erwartungshaltung extrem hoch“, sieht Köllner auch den Druck von außen gestiegen. „Die Mannschaft ist jetzt nicht so exorbitant gut, dass sie mit einer gewissen Leichtigkeit spielen kann, sondern sie muss sich alles hart erarbeiten. Gegen Meppen haben wir ein paar Prozent vermissen lassen. Holen wir diese wieder rein, dann haben wir gute Chancen, in Magdeburg zu gewinnen“, ist sich der Oberpfälzer sicher.

Kapitän Mölders wird nicht zur Unterstützung die Reise zum Auswärtsspiel mitmachen. „Ich halte nichts davon, dass er damit Teamgeist zeigt und sich sieben Stunden in den Bus setzt“, erteilt Köllner solchen Planspielen eine klare Absage. „Er hat das große Glück, zwei Tage freimachen zu können. Das tut seinen alten Knochen gut. Gegen Zwickau am Sonntag brauchen wir wieder einen frischen Sascha Mölders“, sieht er auch einen positiven Aspekt in der Pause.

Bereits am Dienstag bricht die Mannschaft per Bus nach dem Training Richtung sachsen-anhaltinischer Landeshauptstadt auf, übernachtet dort vor dem Spiel. Am Mittwochmorgen wird in Magdeburg nochmals trainiert. Direkt nach dem Abpfiff geht es zurück nach München. „Gegen 4 Uhr werden wir dann wieder an der Grünwalder Straße sein. Ich hoffe, dass schneetechnisch alles gut läuft“, ist die Witterung derzeit Köllners größte Sorge.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

SVM: 1 Behrens (Tor) – 2 Ernst, 5 T. Müller, 27 Burger, 24 Bittroff – 22 Jacobsen – Granatowski, 8 Jakubiak, 28 Obermair – 33 Sané, 13 Steininger.
Ersatz: 30 Weiner (Tor) – 4 Koglin, 9 Brünker, 10 Gjasula, 11 Beck, 14 Franzke, 15 Rorig, 16 A. Müller , 17 Conteh, 18 Kath, 19 Bell Bell, 20 Bertram, 21 Mai, 25 Harant, 26 Weigel, 29 Perthel, 31 Granatowski.
Nicht dabei: 3 Bomheuer (Aufbautraining), 6 Malachowski (Aufbautraining), 7 Sliskovic (Aufbautraining), 23 Atik (Muskelfaserriss).

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 17 Wein – 7 Lex , 8 Tallig, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 19 Biankadi.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 13 Erdmann, 14 Dressel, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 5 Moll (Knieverletzung), 9 Mölders (%. Gelbe Karte), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn); Assistenten: Andreas Steffens (Mechernich), Marco Scharf (Cuxhaven).

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