SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen unterliegen bei der Generalprobe dem Club nach Führung mit 2:3.

Merveille Biankadi, hier gegen Fabian Nürnberger, brachte die Löwen in der 11. Minute in Führung. 

Die Löwen unterlagen in ihrer „Generalprobe“ Zweitligist 1. FC Nürnberg mit 2:3. Die Führung durch Merveille Biankadi (11.) glich Eric Shuranov noch vor der Pause aus (39.). Dennis Borowski (67.) und Felix Lohkemper (82.) brachten den Club mit 3:1 in Front, ehe Keanu Staude in der 87. Minute zum Endstand traf.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner weiterhin auf Daniel Wein (Achillessehnenreizung), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Milos Cocic (Sprunggelenksverletzung) verzichten, Stefan Lex fehlte wegen einer Erkältung.

Spielbericht: Die vier Ex-Löwen beim Club – Christopher Schindler, Manuel Schäffler, Kilian Fischer und Lino Tempelmann – saßen zunächst auf der Bank. Die Sechzger spielten erstmals in ihren neuen Heimtrikots. Den ersten gelungen Angriff initiierten die Weiß-Blauen in der 4. Minute. Merveille Biankadi passte auf den rechts gestarteten Yannick Deichmann, der bis zur Grundlinie ging, seine Hereingabe konnte Johannes Geis aber gerade noch zur Ecke klären. In der 11. Minute die Führung. Ein weiter Ball von Richy Neudecker wollte Marcel Bär auf Sascha Mölders mit dem Kopf ablegen. Der Torjäger kam aber nicht an die Kugel, dafür Biankadi, der aus 17 Metern unbedrängt zum Abschluss kam, links neben dem Pfosten zum 1:0 traf. Eine Flanke durch Deichmann von rechts kam zu nahe vors FCN-Tor, sodass Christian Mathenia vor Bär zugreifen konnte (25.). Nach einem Doppelpass zwischen Mats Moeller Daehli stand Robin Hack halblinks im Löwen-Strafraum vollkommen frei, aber anstatt selbst zu schießen, passte er in die Mitte auf Florian Hübner, der aber nicht kontrolliert zum Abschluss kam und das Tor von Tom Kretzschmar weit verfehlte (27.). Das war die erste gefährliche Aktion des Zweitligisten nach fast einer halben Stunde! Nach einem abgewehrten Freistoß von Neudecker kam Erik Tallig aus dem Rückraum zum Schuss, der Ball rutschte ihm aber über den Spann und ging deutlich am Tor vorbei (32.). In der 34. Minute passte Biankadi nach einem sehenswerten Angriff von rechts nach innen, Mölders am ersten Pfosten nahm den Ball mit der Hacke, Hübner konnte jedoch blocken. Gemeinsam mit Keeper Mathenia bugsierte er anschließend die Kugel vor dem Löwen-Stürmer ins Tor-Aus. Beinahe hätte Moeller Daehli drei Minuten später das 1:1 erzielt. Hack hatte von links geflankt, Moeller Daehli kam freistehend am Elfmeterpunkt zum Schuss, aber Kretzschmar parierte. Im Gegenzug lupfte Biankadi den Ball auf den heranbrausenden Phillipp Steinhart, der nahm die Kugel aus 16 Metern aus der Luft, setzte sie aber knapp übers linke Kreuzeck (38.). Machtlos war Kretzschmar in der 39. Minute. Tom Krauß hatte von rechts geflankt, Eric Shuranov war eingelaufen, brachte die Fußspitze am ersten Pfosten vor dem Löwen-Keeper an den Ball und traf aus fünf Metern zum Ausgleich ins 1860-Tor. Das war auch der Pausenstand.

Unverändert gingen die Sechzger in die 2. Halbzeit. Die erste Chane des zweiten Durchgangs hatte der Club. Der eingewechselte Ex-Löwe Kilian Fischer setzte sich auf der linken Seite mit einem Sprint in Szene, seine Hereingabe wurde jedoch abgewehrt, Geis kam aus dem Rückraum in zentraler Position zum Abschluss, setzte den 19-Meter-Schuss aber neben den linken Pfosten (49.). Ein Distanzschuss von Fischer, der gefährlich aufsetzte, wurde in der 56. Minute sichere Beute von Kretzschmar. Eine Minute später kam Tom Krauß halblinks am Fünfmetereck zum Abschluss, aber Kretzschmar machte das kurze Eck zu, wehrte den Schuss ab (57.). Ein Schuss von Quirin Moll, bei dem Geis den Fuß reingehalten hatte, fing Mathenia auf der Linie ab (60.). Kurz danach lupfte Neudecker die Kugel in den Lauf von Bär, der zog halblinks aus neun Metern direkt ab, doch der Club-Torhüter war zur Stelle, parierte den Schuss (61.). Die Löwen spielten in der 67. Minute auf Abseits nach einem Pass von Geis, doch Linienrichter Kenny Abieba ließ die Fahne unten. So lief der kurz zuvor eingewechselte Dennis Borkowski alleine auf Kretschmar zu, spielte ihn aus und schob zum 2:1 ein. Ein glücklicher Treffer für die Franken! Mit einem Dreifachwechsel versuchte Löwen-Trainer Michael Köllner nochmals frischen Schwung ins Spiel zu bringen (73.). Bär setzte einen Eckball von Moll in der 81. Minute knapp über den Querbalken. Der nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Manuel Schäffler verlängerte ein Zuspiel auf Felix Lohkemper, der alleine auf Kretzschmar zulief, zunächst aber am 1860-Keeper scheiterte, aber im Nachschuss traf er zum 3:1 (82.). Glück für Kretschmar, als er einen Distanzschuss nur nach vorne abklatschen ließ, aber Stephan Salger gerade noch vor einem heranstürmenden Nürnberger klärte (85.). Die Löwen machten es nochmals spannend. Biankadi hatte von rechts geflankt, Mölders ließ den Ball für den hinter ihm postierten Keanu Staude passieren, der traf aus zwölf Metern zum 2:3 ins linke Eck (87.). Doch mehr als zum Anschlusstreffer reichte es für die Löwen nicht mehr.

TRAINERSTIMME

Löwen-Trainer Michael Köllner zeigte sich mit dem Spiel grundsätzlich zufrieden: „Wir sind bereit, das war heute ein wichtiger Test vor dem Ligastart.“ Sein Team hätte einen „guten Fußball“ gezeigt. Der 51-Jährige sprach aber auch über „dumme Fehler. Die Abstimmungsprobleme kriegen wir noch raus. Daran werden wir nächste Woche arbeiten“, kündigte Köllner an. Solche Fehler würden seiner Mannschaft im eigenen Stadion nicht unterlaufen. „Außerdem hat Mathenia zwei Mal klasse pariert“, lobte er den Torwart des Gegners.

Besonders der Auftakt stimmte den Oberpfälzer positiv. „In den ersten 20 Minuten haben wir richtig guten Fußball gespielt. Ich glaube, dass wir noch Steigerungspotential haben und eine solch dominante Phase noch verlängern können.“ Außerdem sieht Köllner mehr Alternativen auf der Bank, als noch letzte Saison. „Die Einwechselspieler haben einen guten Schub reingebracht.“ Dabei habe mit Stefan Lex ein wichtiger Spieler wegen eines grippalen Infekts noch gefehlt. „Er hätte uns mit seinem Tempo sicher gutgetan.“

Insgesamt sieht er seine Mannschaft gut aufgestellt. Besonders auffällig war Merveille Biankadi – nicht nur wegen seines Treffers und der Torvorbereitung. „Er spielt in der neuen Rolle sehr gut. Und vorne sind wir mit dem Sturm-Duo Bär und Mölders brandgefährlich.“ Auch der Viererkette attestierte Köllner bis auf die „paar Aussetzer“ einen guten Job. Gleiches gilt für das Mittelfeld, in dem er Dennis Dressel „für den Kopf“ eine Pause gegeben hat. „Das war viel für ihn in der letzten Zeit.“ Sein abschließendes Resümee: „Wir haben eine intakte Mannschaft. Das ist das wichtigste!“

STENOGRAMM, Testspiel, 17.07.2021, 13 Uhr

1. FC Nürnberg – TSV 1860 München 3:2 (1:1)

FCN: 26 Mathenia (Tor) – 22 Valentini, 4 Sörensen, 19 Hübner, 29 Handwerker – 14 Krauß, 5 Geis, 24 Moeller Daehli, 15 Nürnberger – 11 Shuranov, 17 Hack.
Ersatz: 31 Klaus (Tor) – 2 Fischer, 6 Tempelmann, 7 Lohkemper, 8 Duman, 9 Schäffler, 10 Dovedan, 16 Schindler, 18 Borowski.

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll – 19 Biankadi , 31 Neudecker, 8 Tallig – 9 Mölders, 15 Bär.
Ersatz: 12 Szekely (Tor) – 3 Lang, 14 Dressel, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude.

Wechsel: Fischer für Handwerker (46.), Lohkemper für Shuranov (63.), Dovedan für Hack (63.), Borkowski für Nürnberger (63.), Tempelmann für Geis (71.), Schindler für Hübner (71.), Duman für Valentini (71.), Schäffler für Krauß (81.) – Goden für Deichmann (73.), Dressel für Tallig (73.), Staude für Neudecker (73.).

Tore: 0:1 Biankadi (11.), 1:1 Shuranov (39.), 2:1 Borowski (67.), 3:1 Lohkemper (82.), 3:2 Staude (87.).
Gelbe Karte: Sörensen, Hübner, Hack, Schindler – Deichmann.
Zuschauer: 4.000 im Max-Morlock-Stadion.
Schiedsrichter: Maximilian Riedel (Horgau); Assistenten: Jonas Krzyzanowski (Neuburg/Donau), Kenny Abieba (Nürnberg).

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