SECHZIGMÜNCHEN.
 

Toto-Pokal: Löwen nach 3:0 bei Bayreuth-Saas in der nächsten Runde.

Tim Linsbichler erzielte kurz vor der Pause einen Doppelpack für die Löwen (Foto: Michael Ott). 

Vor 2.800 Zuschauern unterlag der BSC Bayreuth-Saas, normalerweise in der Bezirksliga Oberfranken Ost zu Hause, in der 2. Runde des Toto-Pokals den Löwen mit 0:3 im Hans-Walter-Wild-Stadion. Die Treffer für die Sechzger erzielten Lorenz Knöferl (28.) und Tim Linsbichler per Doppelpack (43 und 45.) bereits vor der Pause. Kurz vor Schluss sah Marco Mannhardt für ein Allerweltsfoul noch Rot.

Personal: Wie nicht anders zu erwarten, nutzte Löwen-Trainer Michael Köllner auch in der 2. Hauptrunde des Toto-Pokals, um zu testen und Spielern, die aus einer Verletzung kommen, Spielpraxis zu geben. Mit von der Partie war Yannick Deichmann, der aufgrund seiner Gelb-Roten Karte aus dem Türkgücü-Spiel für die 3. Liga gesperrt ist, aber im Toto-Pokal spielen durfte.

Spielverlauf: Vor den Augen von Ex-Löwen Kapitän Felix Weber und Markus Ziereis, die beide für die SpVgg Bayreuth spielen, versuchten die Sechzger gleich die Initiative zu ergreifen. Bereits in der 3. Minute tauchte Fabian Greilinger halblinks im Strafraum auf, aber Torhüter Tim Tscheuschner pflückte ihm die Kugel vom Fuß. Eine Minute später legte Greilinger für Lorenz Knöferl auf, der kam aber nur mit der Fußspitze noch ans Spielgerät, schoss aus sieben Metern den BSC-Keeper an (4.). Eine Rechtsflanke von Julian Bell lenkte Tscheuschner an die Latte (6.). Tom Kretzschmar musste in der 8. Minute erstmals eingreifen. Einen 30-Meter-Freistoß brachte Hannes Greef gefährlich hoch aufs rechte Eck, aber der Löwen-Keeper lenkte den Schuss um den Pfosten zur Ecke. Ein Schuss aus der Drehung von Tim Linsbichler aus 20 Metern ging knapp am rechten Pfosten vorbei (20.). In der 26. Minute schalteten die Löwen bei Ballgewinn schnell um, aber die Linksflanke von Greilinger auf Knöferl in der Mitte landete in den Beinen der BSC-Verteidigung. Zwei Minuten später dann die Führung. Marco Mannhardt hatte sich gegen Moritz Taglieber den Ball erobert, legte kurz vorm Strafraum nach links ab auf Knöferl, der aus 14 Metern die Kugel zum 1:0 im langen Eck versenkte (28.). Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Sechzger erneut gefährlich vors Tor kamen. Nach einer Linksflanke von Alex Freitag in der 43. Minute stieg Linsbichler am ersten Pfosten am höchsten, traf per Kopf zum 2:0 ins lange Eck (43.). Kurze Zeit später war es erneut der Österreicher, der nach einem Pass in die Tiefe von Mannhardt frei vor Tscheuschner auftauchte und zum 3:0 ins linke untere Eck traf (45.). Beinahe wäre Linsbichler nur Sekunden später sogar ein Hattrick gelungen, hätte nicht der BSC-Keeper mit einem Reflex auf der Linie seinen Kopfball aus fünf Metern entschärft (45.+1). So blieb es beim Drei-Tore-Vorsprung zur Pause.

Die Löwen machten nach Wiederanpfiff dort weiter, wo sie aufgehört hatte, Greilinger flankte von links, die abgewehrte Kugel landete bei Yannick Deichmann, der halbrechts aus 14 Metern zum Abschluss kam, doch Tscheuschner holte den Schuss aus dem rechten Eck (48.). Der Keeper war es auch, der einen Meter vor seinem Strafraum einen Schuss von Freitag mit der Brust abwehrte (53.). In der 64. Minute gab es Freistoß für die Sechzger vorm linken Strafraumeck. Maxim Gresler zielte mit links aufs lange Eck, die Kugel senkte sich aber einen Tick zu spät, ging knapp über die Querlatte (64.). Bei einem Distanzschuss des eingewechselten Johann Ngounou Djayo ließ sich BSC-Keeper Tscheuschner nicht überraschen (80.). In der 81. Minute sah Mannhardt, der eine Minute zuvor Gelb gesehen hatte, für ein Allerweltsfoul gegen Hannes Greef glatt Rot (81.). Das änderte aber nichts mehr, obwohl die Oberfanken in der verblieben Zeit Morgenluft auf den Ehrentreffer witterten. Hannes Greef setzte eine Direktabnahme aus 17 Metern deutlich übers 1860-Tor (85.). Das war die letzte Chance des Spiels. Der Drittligist zog damit souverän in die nächste Runde ein.

Pflicht erfüllt! Das sah auch Löwen-Trainer Michael Köllner so. „Ziel war es, im Pokal weiterzukommen. Das haben wir diesmal mit weniger Spannung vollbracht.“ Bereits zur Pause sei das Spiel entschieden gewesen. „Es war wichtig, dass wir früh genug die Tore gemacht haben. In der 2. Halbzeit habe ich dann gewechselt, da geht immer der Spielrhythmus etwas verloren.“ Als „bitter“ bezeichnete der 51-Jährige die Rote Karte gegen Marco Mannhardt. Als Entschuldigung führte der Oberpfälzer an, dass einige Spieler am Morgen noch intensiv trainiert hätten. „Das hat man ihnen angemerkt, Motivationsprobleme gibt’s aber keine.“

Köllner lobte die Moral des Gegners aus der 7. Spielklasse. „In der 2. Halbzeit wollten sie noch unbedingt ein Tor machen, haben uns einen leidenschaftlichen Kampf geboten. Das ist das, was sich am Ende bei einem Pokalspiel jeder verspricht. Schade für Saas war, das wir in der 1, Halbzeit schon auf 3:0 gestellt hatten. Damit war das Spiel durch. Kompliment an die Mannschaft, Kompliment an meinen Trainerkollegen. Ich hoffe, dass sie eine gute Saison in der Bezirksliga spielen.“ Nur nicht nächste Woche. „Da spielen sie gegen den FC Tirschenreuth. Ich komme dort aus dem Landkreis, deswegen kann ich leider nicht die Daumen drücken“, scherzte Köllner.

Tim Linsbichler erzielte nach langer Leidenszeit sein erstes Pflichtspieltor für die Löwen und schob gleich das zweite hinterher. „Es freut mich sehr, dass ich gleich zwei Tore schießen konnte.“ Der Beginn der Partie sei nicht einfach gewesen. „Wir haben versucht, den Ball laufen zu lassen. Wenn das nicht klappt, dann wird es auch gegen eine Mannschaft schwer, die ein paar Ligen unter uns spielt. Aber mit der Zeit und nach dem 1:0 ist es gut gelaufen“, zeigte sich der Österreicher zufrieden. „Wir haben alles reingehauen, haben in den Zweikämpfen dagegengehalten.“

STENOGRAMM, Toto-Pokal, 2. Runde, 18.08.2021, 18 Uhr

BSC Saas Bayreuth – TSV 1860 München 0:3 (0:3)

BSC: 30 Tscheuschner (Tor) – 25 Weber, 18 Dörfler, 16 M. Greef, 15 Meinhardt – 37 Rausch, 6 M. Hofmann, 31 Taglieber, 14 S. Hofmann – 9 Walther, 23 H. Greef.
Ersatz: 12 Obwandner (Tor) – 2 Timpel, 7 Rödel, 11 Eyring, 13 Lutz, 21 Straß, 27 Lindert, 42 Ahmed Othman.

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 33 Bell, 39 Morgalla, 24 Wicht, 32 Gresler – 28 Mannhardt, 34 Freitag – 40 Deichmann, 11 Greilinger – 18 Knöferl, 22 Linsbichler.
Ersatz: 12 Szekely (Tor) – 21 Ngounou Djayo, 29 Wörl, 30 Cocic, 35 Ouro-Tagha.

Wechsel: Straß für Weber (60.), Lindert für M. Greef (64.), Lutz für M. Hofmann (69.), Timpel für Meinhardt (78.), Rödel für Rausch (83.) – Ngounou Djayo für Linsbichler (60.), Wörl für Deichmann (60.), Cocic für Greilinger (72.), Ouro-Tagha für Knöferl (78.).

Tore: 0:1 Knöferl (28.), 0:2 Linsbichler (43.), 0:3 Linsbichler (45.).
Gelbe Karten: Weber, M. Greef, H. Greef, Dörfler – Wicht, Freitag, Wörl.
Rote Karte: Mannhardt (82.)
Zuschauer: 2.800 im Hans-Walter-Wild-Stadion Bayreuth.
Schiedsrichter: Christopher Knauer (Isling); Assistenten: Marcel Bargel (Staffelstein), Ercan Gündüz (Kulmbach)
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