SECHZIGMÜNCHEN.
 

Reaktion gezeigt: Löwen bezwingen Viktoria Köln mit 3:0.

Richy Neudecker erzielte mit diesem Schuss in der 41. Minute das 1:0. Der Klärungsversuch von Aaron Berzel kommt zu spät. 

Die Löwen haben nach der 0:3-Niederlage auf dem Betzenberg die passende Reaktion gezeigt und Viktoria Köln mit 3:0 bezwungen. Nach Chancen auf beiden Seiten war es Richy Neudecker, der die Sechzger mit einer sehenswerten Einzelaktion in Führung brachte (40.). Nach Wiederanpfiff erhöhte Dennis Dressel gegen mittlerweile dezimierte Gäste – Maximilian Rossmann hatte Gelb-Rot gesehen (44.) – auf 2:0 (55.). Den Schlusspunkt setzte Merveille Biankadi (82.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner gegen die Kölner Viktoria auf Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Gleich vier Wechsel gab’s in der Startelf. Für Kevin Goden kehrte Yannick Deichmann auf die Rechtsverteidiger-Position zurück, Erik Tallig, Keanu Staude und Marcel Bär wurden durch Quirin Moll, Richard Neudecker und Stefan Lex ersetzt.

STIMMEN Köllner zufrieden: „Entscheidend war die Reaktion der Mannschaft.“

Spielverlauf: Die Löwen drückten von Anpfiff weg aufs Gas, wollten Wiedergutmachung betreiben. Doch die Fünfer-Abwehrreihe der Kölner stand zunächst sicher. Trotzdem hatten die Sechzger in der 8. Minute die Riesenchance zur Führung. Merveille Biankadi hatte an der rechten Außenlinie auf Höhe der Mittellinie steil nach vorne geschlagen, Sascha Mölders lief alleine auf Torhüter Moritz Nicolas zu, aber sein Abschluss aus 17 Metern war zu schwach, um den Keeper ernsthaft vor Probleme zu stellen. Ein Eckball von der linken Seite durch Richy Neudecker landete zwar auf dem Kopf von Phillipp Steinhart, der brachte die Kugel aber aus acht Metern nicht aufs Tor (10.). Im Anschluss an einen Freistoß von Neudecker konnte Stefan Lex sich den Abpraller erobern, setzte sich anschließend gegen Maximilian Rossmann durch, seine Ablage fand aber im Zentrum keinen Adressaten (13.). Erstmals wurden die Gäste in der 16. Minute gefährlich. Marcel Risse flankte von rechts an den zweiten Pfosten, Daniel Buballa brachte die Kugel per Kopf in die Mitte, wo er aber keinen Abnehmer fand. Kurz danach stoppte Youssef Amyn eine Risse-Hereingabe von rechts und schoss aufs kurze Eck, aber Marco Hiller hatte aufgepasst, konnte parieren (16.) Ein weiter Ball von Steinhart aus der eigenen Hälfte fand Neudecker, der wäre frei durch gewesen, doch die Kugel sprang ihm bei der Annahme zu weit vom Fuß, sodass Torhüter Nicolas klären konnte (18.). An eine scharfe Hereingabe von rechts durch Biankadi kam Lex im Vollsprint zwar noch dran, brachte den Ball aber aus zehn Metern nicht aufs Tor (21.). In der 24. Minute spielten die Löwen nach einem Steckpass von Risse auf Abseits, doch die Fahne von Linienrichter Julius Martenstein blieb unten. Hiller klärte zunächst mit weit ausgebreiteten Armen an der Strafraumgrenze die Situation gegen den frei vor ihm auftauchenden Amyn, die Kugel landete bei Seokju Hong, der aus 15 Metern halbrechts nur das Außennetz traf. Das war knapp! Fünf Minuten später musste Niklas Lang für seinen geschlagenen Keeper klären. Nach einer schönen Seitenverlagerung ließ Buballa auf der linken Seite mit einer Finte Hiller ins Leere laufen, indem er nach innen zog und mit rechts abschloss, doch der Löwen-Verteidiger stand im kurzen Eck, wehrte den Schuss ab (29.). Das Tor erzielte dann ausgerechnet Neudecker, der zuletzt in der Kritik stand. Mölders hatte abgelegt, Neudecker wurde im Zentrum nicht angegriffen, zog aus 20 Metern ab und traf ins linke Kreuzeck zum 1:0 (40.). Ab der 44. Minute waren die Löwen dann sogar ein Mann mehr auf dem Spielfeld. Rosssmann, der in der 40. Minute bereits Gelb gesehen hatte, brachte als letzter Mann Lex zu Fall, womit das Spiel für den Kölner vorzeitig beendet war. Kurz danach hätte Mölders eigentlich auf 2:0 erhöhen müssen. Biankadi hatte von der rechten Grundlinie in den Rückraum gelegt, der Torjäger kam aus neun Metern unbedrängt zum Abschluss, schoss aber genau in die Arme von Nicolas (45.+1). Kurz danach war Pause.

Nach Wiederanpfiff tauchte Mölders im Strafraum auf, stolperte allerdings bei der Ballannahme und fiel in aussichtsreicher Position aufs Hinterteil. Die Fans nahmen ihm das nicht krumm, sondern skandierten aufmunternd seinen Namen (49.). In der 53. Minute musste Hiller sein ganzes Können aufbieten., als Jeremias Lorch ihn aus 23 Metern mit einem gefährlichen Schuss Richtung rechtes Kreuzeck prüfte. Nach einem Freistoß von Quirin Moll stand Steinhart im Rücken der Abwehr, legte den Ball auf Dressel im Zentrum ab. Der nahm aus 15 Metern Maß, traf ins rechte untere Eck zum 2:0 (55.). In der 57. Minute legte Lex eine Flanke per Kopf in den Fünfmeterraum auf Mölders, der aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Nicolas scheiterte (57.). Nach einem Risse-Eckball von rechts kommt der einlaufende Lorch zum Kopfball, setzt die Kugel aber knapp über die Querlatte (71.). In der 78. Minute kam der eingewechselte David Philipp aus 17 Metern zum Abschluss, setzte die Kugel nur knapp neben den rechten Pfosten. Fast im Gegenzug scheiterte Neudecker nach schnellem Umschaltspiel mit seinem Schuss aus 15 Metern an Nicolas, der ihm entgegen gekommen war und somit geschickt den Winkel verkürzt hatte (79.). Zwei Minuten später war es der eingewechselte Erik Tallig. Der erste Schussversuch wurde geblockt, den zweiten setzte er knapp am langen Pfosten vorbei (81.). Die endgültige Entscheidung in der 82. Minute. Nach einer Ecke schloss Biankadi flach aus dem Rückraum ab. Der prallte wie eine Billard-Kugel an den Beinen der Gäste ab und landet unhaltbar zum 3:0 im Viktoria-Tor. Dann durfte auch noch der 17-jährige Nathan Wicht sein Drittliga-Debüt geben. Er kam für Moll in die Partie. Am Ende gewannen die Löwen mit dem gleichen Ergebnis, mit dem sie drei Tag zuvor noch verloren hatten. Das nennt man Wiedergutmachung.

STENOGRAMM, 5. Spieltag, 24.08.2021, 18.60 Uhr

1860 München – FC Viktoria Köln 3:0 (1:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll – 19 Biankadi, 14 Dressel, 31 Neudecker, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 8 Tallig 11 Greilinger, 15 Bär, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 39 Morgalla.

VIK: 22 Nicolas (Tor) – 7 Handle, 3 Rossmann, 20 Berzel, 15 Greger, 5 Buballa – 18 Klefisch, 4 Lorch – 31 Risse, 27 Amyn – 38 Hong.
Ersatz: 25 Bördner (Tor) – 6 Sontheimer, 10 Philipp, 23 Fritz, 26 Vieting, 34 Hemcke, 35 Hompesch, 36 Altuntas, 37 May.

Wechsel: Staude für Lex (66.), Goden für Deichmann (66.), Tallig für Dressel (79.), Bär für Mölders (79.), Wicht für Moll (86.) – Philipp für Amyn (61.), Sontheimer für Klefisch (61.), Vieting für Hong (61.), May für Risse (74.), Fritz für Berzel (83.).

Tore: 1:0 Neudecker (40.), 2:0 Dressel (55.), 3:0 Biankadi (82.).
Gelbe Karten: Deichmann, Mölders – Klefisch, Berzel.
Gelb-Rote Karte: Rossmann (44.).
Zuschauer: 4.225 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin); Assistenten: Julius Martenstein (Cölbe), Joshua Herbert (Nüsttal).

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