SECHZIGMÜNCHEN.
 

Gorenzel: „Uns fehlt im Moment etwas die Überzeugung!“

Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel sah in Halle ein „ordentliches Auswärtsspiel“ der Löwen, war aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden. 

Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel bemängelte nach dem 1:1 im Auswärtsspiel beim Hallescher FC die fehlende Überzeugung in der einen oder anderen Szene, gab sich aber für die Zukunft aber optimistisch. HFC-Coach Florian Schnorrenberg konnte mit dem Heimpunkt gegen „eine der spielstärksten Mannschaften“ der 3. Liga nach dem Spielverlauf „leben“.

Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel vertrat Cheftrainer Michael Köllner bei der Pressekonferenz und den Interviews nach dem Spiel. Der Österreicher hatte über die 90 Minuten ein „ordentliches Auswärtsspiel“ der Löwen gesehen. „Vor dem Platzverweis und danach in Überzahl hatten wir unsere Möglichkeiten. Leider haben wir in der einen oder anderen Szene etwas unglücklich agiert. Wenn man etwas kritisch anmerken will: Dann fehlt im Moment etwas die Überzeugung.“

Nach den Vorkommnissen der vergangenen Tage und dem Stadionverbot für Michael Köllner durch die Gesundheitsbehörde von Halle habe er den Spielern gesagt, dass er versuche, alles außen rum zu steuern, „damit sich die Mannschaft ausschließlich auf das Spiel konzentrieren kann. Dass es natürlich Menschen sind und keine Computer, das hat man in der einen oder anderen Szene gesehen.“ Der 49-Jährige ist sich aber sicher, dass Überzeugung und Konsequenz in den nächsten Wochen Zurückkommen werden. „Dann wird das Ding auch wieder funktionieren!“

Dagegen sah Gorenzel seine Forderung, den Fokus ganz auf den Fußball zu legen, erfüllt. „Die Mannschaft hat sich ausschließlich auf die Aufgaben auf dem Spielfeld konzentriert. Es ist aber auch klar, dass du das Drumherum nicht zu 100 Prozent ausklammern kannst. Wir haben taktisch in der 2. Halbzeit gegen einen Gegner in Unterzahl gut gespielt, permanent die Seiten gezogen, das Spiel verlagert und versucht, hohes Tempo auf den Ball zu bekommen und über die Halbräume die Tiefe anzulaufen. Ich habe im Fußball schon weitaus schlechtere Lösungen gesehen.“

Sascha Mölders nahm er ob des verschossenen Elfmeters in Schutz. „Auch er hat mal einen schlechteren Tag, das ist schon anderen Superstars passiert. Es geht jetzt darum, Sascha zu bestärken, ihm Mut zuzureden. Er ist ein routinierter Spieler, der das schnell verkraften und wieder seine Tore machen wird!“

SPIELBERICHT1:1: Löwen verpassen beim Hallescher FC in Überzahl den Sieg.

Halles Coach Florian Schnorrenberg bezeichnete die Löwen als „spielstärkste Mannschaft der letzten Saison“. Er gehe davon aus, „dass sie noch richtig in Fahrt kommen werden“. Seine Mannschaft hätte in der Anfangsphase die eine oder andere Balleroberung gehabt. „Wir sind dann durch eine Standardsituation in Führung gegangen.“ Nachdem Terrence Boyd mit der Hand auf der Linie geklärt hatte, sei es „ein vollkommen neues Fußballspiel“ geworden. Wichtig sei gewesen, dass Sven Müller den anschließenden Elfmeter hielt. „Trotzdem waren wir 60 Minuten in Unterzahl. Wir haben uns dann in der 2. Halbzeit tiefer gestellt, haben uns um den Sechzehner positioniert und gesagt, zwei, drei Kontersituationen bekommst du immer. Natürlich haben wir auch unseren Torhüter gebraucht.“ Deshalb gab es auch ein „Riesenkompliment an die Jungs, wie sie sich reingeschmissen haben, damit eine spielstarke Mannschaft wie Sechzig nicht noch mehr Torchancen bekommt.“ Vor dem Spiel war das Ziel zu gewinnen, „nach dem Spiel können wir mit dem Punkt leben“, so das Fazit von Schnorrenberg.

Daniel Wein bestritt nach längeren Verletzung sein erstes Punktspiel für die Löwen in dieser Saison, kam nach knapp einer Stunde für den angeschlagenen Erik Tallig und erzielte in der 65. Minute den Ausgleich. Besser hätte sein Comeback kaum laufen können. Trotzdem stand auch für ihn der verpasste Sieg im Vordergrund. „Für uns sind es ganz klar zwei verlorene Punkte. Wir sind in Überzahl, haben einen Elfmeter, den wir nicht reinmachen. In der 2. Halbzeit machen wir das 1:1, haben es nicht schlecht gespielt, sind viel über außen gekommen, haben uns einige Chancen erarbeitet. Leider war immer ein Bein dazwischen oder der letzte Punch hat gefehlt.“ Etwas über den verpassten Dreier tröstete den 27-Jährigen sein Treffer. „Für mich persönlich ist das ein tolles Gefühl. Ich habe eine lange Zeit hinter mir, in der ich nicht spielen und trainieren konnte. Nichtsdestotrotz bin ich enttäuscht, dass wir nicht gewinnen konnten.“ Der Trubel im Vorfeld sein nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangene. „Ein bisschen beeinflusst einem das immer, aber das darf keine Ausrede sein. Wir spielen eine Stunde in Überzahl. Auch wenn der Trainer und ein paar wichtige Spieler gefehlt haben, hatten wir trotzdem die Qualität, heute zu gewinnen.“

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