SECHZIGMÜNCHEN.
 

U21 trotzt Personalproblemen und gewinnt 2:1 gegen Gundelfingen.

Fabio Kühn setzte in der 8. Minute einen Freistoß knapp übers Löwen-Tor. 

Ein frühes Löwen-Tor und zwei Elfmeter: Die 1860-Reserve bezwang Aufsteiger FC Gundelfingen in einem Kampfspiel mit neun Gelben Karten und einmal Rot mit 2:1. Moritz Leibelt brachte die Sechzger in der 2. Minute in Führung. Fabio Kühn glich per Elfmeter vor der Pause aus (33.). Die Entscheidung fiel ebenfalls vom Punkt. Valdrin Konjuhi traf mit seinem 5. Saisontreffer in der 89. Minute zum Endstand.

Durch einen Corona-Fall im Team war der ohnehin dezimierte Kader noch kleiner als sonst. Deswegen halfen einige A-Jugend-Spieler bei der U21 aus, die ein Auftakt nach Maß erwischte. Nach der ersten Offensivaktion gab es Eckball von rechts, den Claudio Milican ausführte. Seine Hereingabe wurde von einem Gundelfinger abgewehrt – zu kurze, denn nach einem Steckpass kam halblinks Moritz Leibelt aus 13 Metern zum Abschluss, traf zum 1:0 ins lange Eck (2.). In der 8. Minute setzte Fabio Kühn einen 22-Meter-Freistoß aus halbrechter Position knapp über den Querbalken des Tores von David Hundertmark. Zwei Minuten später die nächste Gästechance. Michael Grötzinger zog aus 18 m ab, der Ball prallte vom Innenpfosten zurück und auch der Nachschuss von Julian Elze fand nicht sein Ziel. Nach einer Gundelfinger Ecke in der 32. Minute landete der Ball vor den Füßen von Sandro Caravetta, Moritz Heigl versuchte zu klären, sein Gegenspieler kam dabei zu Fall und Schiedsrichter Matthias Kraus zeigte sofort auf den Punkt. Fabio Kühn verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:1 (33.) Beinahe wären die Löwen kurz vor der Pause erneut in Führung gegangen. Marius Wörl kam zentral am Sechzehnmeterraum an den Ball, doch Torwart Dominik Dewein kam ihm entgegen und verkürzte den Winkel, so dass sein Schuss knapp rechts am Pfosten vorbei ging (42.). So blieb es beim 1:1 zur Halbzeit.

Direkt nach Wiederbeginn hatten die Schwaben durch Caravetta eine Großchance, doch Darius Amados brachte gerade noch das Bein dazwischen und blockte den Schuss zur Ecke (46.). Der Regen nahm zu und es entwickelte sich auf dem tiefen Geläuf immer mehr ein Kampfspiel. Zwar spielten beide Teams nach vorne, ohne jedoch zu Torchancen zu kommen. Als vieles auf ein Remis hindeutete, wurde der eingewechselte Mansour Ouro-Tagba im Gundelfinger Strafraum gefoult. Auch hier entschied der Unparteiische sofort auf Elfmeter. Valdrin Konjuhi lief an, Torwart Dewein ahnte zwar die Ecke, doch der Löwen schob platziert links untern zum 2:1 ein (89.). Beinahe noch der Ausgleich: Ein Außenristschuss von Kühn aus 25 Metern senkte sich über Hundertmark hinweg aufs Tor, prallte an die Unterkante der Latte und von dort nach vorne weg, so dass der Löwen-Keeper sich den Ball schnappen konnte (90.+4). In der 6. Minute der Nachspielzeit kam Elias Weichler nochmals zum Abschluss, doch sein Schuss strich übers 1860-Tor. Danach war Schluss. Die kleinen Löwen feierten trotz Personalproblemen den zweiten Sieg in Folge, rückten in der Tabelle weiter nach oben.

„Das mit dem ‚Never change a winning team!‘ war vielleicht etwas optimistisch“, scherzte Frank Schmöller. Der Coach der kleinen Löwen wollte nach dem 5:0-Auswärtserfolg beim TSV Kottern seine Startelf nicht ändern, war aber durch den Corona-Fall in der Mannschaft gezwungen. „Um 11 Uhr am Morgen hatte ich nur acht spielfähige Spieler im Kader“, so der 55-Jährige, der aber Hilfe aus der U19 bekam. „Toll, was die Jungs aus dieser Situation gemacht und was für einen Charakter sie gezeigt haben. Natürlich können die Abläufe und Abstimmungen nicht optimal sein.“ Bei manchem der acht U19-Spieler brachte Schmöller Gesicht und Namen nicht auf Anhieb zusammen, wie er freimütig eingestand. „Unterm Strich waren die drei Punkte vielleicht glücklich, aber Glück hat nur der Tüchtige. Uns hat heute ausgezeichnet, dass wir eine Einheit auf dem Platz waren. Es war nicht unser bestes Spiel, aber darüber spricht morgen keiner mehr.“ Auch für den Gegner hatte der Ex-Profi ein Lob parat: „Gundelfingen hat uns das Leben richtig schwer gemacht!“

STENOGRAMM, 13. Spieltag, 15.09.2021, 18.60 Uhr

TSV 1860 München II – FC Gundelfingen 2:1 (1:1)

1860: Hundertmark (Tor) – Bell, Rother, Amados, Heigl – Dordan, Leibelt – Auburger (78., Kreuzpaintner), Milican, Kuhn (38., Wörl/62., Ouro-Tagba) – Konjuhi.

Tore: 1:0 Leibelt (2.), 1:1 Kühn (33., Foulelfmeter), 2:1 Konjuhi (89., Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Rother, Leibelt, Dordan, Amados, Milican – Brugger, N. Fink, Spizert, Dewein.
Rote Karte: Heiß (90.+2, grobes Foulspiel).
Zuschauer: 100 Trainingsgelände Grünwalder Straße 114.
Schiedsrichter: Matthias Kraus (Rieden); Assistenten: Julian Roidl (Ensdorf), Michael Bäumel (Breitenbrunn).

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Spielbericht Spieltag 13

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