SECHZIGMÜNCHEN.
 

Hartes Stück Arbeit: Löwen siegen 3:2 in Buchbach nach zweimaligem Rückstand.

Tim Linsbichler hatte mit seinem Kopfballtreffer in der 57. Minute das zwischenzeitliche 1:1 erzielt. 

Die Löwen stehen im Halbfinale des Toto-Pokals nach einem harten Stück Arbeit und zweimaligem Rückstand. Der TSV Buchbach ging vor der Pause durch Christian Brucia in Führung (42.). Vier Minuten nach dem Ausgleich durch Tim Linsbichler (57.) verwandelte Samed Bahar einen zweifelhaften Foulelfmeter (60.). Doch Stefan Lex traf zum 2:2 (73.), ehe Dennis Dressel kurz vor Schluss den Siegtreffer zum 3:2 markierte (89.).

Personal: Trainer Michael Köllner konnte im Toto-Pokal-Viertelfinale in Buchbach bis auf Kevin Goden (Trainingsrückstand nach COVID-19-Erkrankung), Johann Ngounou Djayo (Trainingsrückstand nach Infekt) und Marius Willsch (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) aus dem Vollen schöpfen. Nicht im 18er-Kader standen der dritte Torhüter György Szekely, Daniel Wein, Keanu Staude, Nathan Wicht, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler.

Spielverlauf: Die Löwen in ihren grauen Trikots übernahmen von Anpfiff weg die Initiative. Trotzdem hatten die Gastgeber die erste Chance. Jonas Wieselsberger hatte von rechts geflankt, Thomas Winklbauer nahm am kurzen Eck die Hereingabe aus sechs Metern direkt, setzte sie aber neben den rechten Pfosten (6.). In der 10. Minute war es Marco Rosenzweig, der von der rechte Seite geflankt hatte. Die Sechzger wehrten den Ball zu kurz ab, der kam zu Aleksandro Petrovic, der aber das Spielgerät an der Strafraumkante nicht kontrollieren konnte. Drei Minuten später forderten die Löwen Elfmeter, als Lukas Winterling 1860-Stürmer Tim Linsbichler im Strafraum zu Fall gebracht hatte, doch Schiedsrichter Wolfgang Haslberger ließ weiterspielen (13.). In 16. Minute passte Richy Neudecker an der rechten Strafraumkante auf Stefan Lex, der zog aus der Drehung ab, zielte aber knapp am linken Eck vorbei. Ein Distanzschuss von Lex aus 23 Metern ging deutlich über den Querbalken (22.). Einen Lupfer von Neudecker in den Strafraum erreichte Buchbachs Keeper Daniel Maus vor dem heranstürmenden Linsbichler (30.). Auf der anderen Seite versuchte es Petrovic aus 20 Metern, stellte mit seinem Schuss aber Tom Kretzschmar vor keine allzu großen Probleme (32.). Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Semi Belkahia an der Strafraumkante zum Kopfball, brachte die Kugel aber nicht aufs Buchbacher Tor (36.). Besser die Chance in der 40. Minute nach einem Neudecker-Freistoß aus dem linken Halbfeld. Belkahia hatte verpasst, aber Linsbichler dahinter kam an die Kugel, köpfte sie aber knapp rechts am Tor vorbei (40.). Fast im Gegenzug erzielte der Regionalligist die Führung. Wieselsberger hatte von rechts geflankt, aus dem Rücken von Niklas Lang kam Christian Brucia, der den Ball aus sechs Metern über die Torlinie grätschte (42.). Kurz vor der Pause beinahe das 2:0 für die Gastgeber. Petrovic wurde nicht angegriffen, kam in zentraler Position aus 16 Metern zum Abschluss, aber Neudecker und Belkahia blockten gemeinsam den Schuss zur Ecke (45.). So blieb es beim 0:1-Rückstand aus Löwen-Sicht zur Pause.

Zur 2. Halbzeit brachte Trainer Michael Köllner Sascha Mölder für Quirin Moll. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Lex das 1:1 auf dem Fuß. Nach einem Solo schloss er von halblinks am Strafraumeck ab, setzte die Kugel aber rechts am Tor vorbei (47.). Kurz danach flankte Lex von rechts, Mölders war mit dem Kopf zur Stelle, aber Maus tauchte ab, lenkte die Kugel um den rechten Pfosten (49.). Kurios die Szene in der 54. Minute. Linsbichler hatte auf Neudecker durchgesteckt, der hatte freie Bahn, wähnte sich aber im Abseits und blieb einfach stehen, obwohl es keinen Pfiff gab. Einen Eckball von links durch Neudecker verlängerte Mölders per Kopf, Lex am langen Pfosten nahm die Kugel direkt, zielte aber aus spitzem Winkel am langen Eck vorbei (56.) Eine Minute später war Linsbichler nach einer butterweichen Flanke von rechts durch Lex mit dem Kopf zur Stelle, traf aus fünf Metern zum 1:1 (57.). Doch die Freude währte nicht lange. Bruscia fiel im 1860-Strafraum im Zweikampf mit Lex theatralisch, Schiedsrichter Wolfgang Haslberger pfiff zum Entsetzen der Sechzger Elfmeter (59.). Samed Bahar lief an, verlud Kretschmar und traf zum 2:1 für Buchbach (60.). Auf der Gegenseite wurde Lex im Strafraum von Alexander Spitzer umgestossen, doch blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm (62.). Köllner, der sich deswegen beschwerte, sah in dieser Szene die Gelbe Karte. In der 73. Minute der hochverdiente Ausgleich. Neudecker hatte einen Freistoß von der linken Seite halbhoch in die Mitte gespielt, Lex verlängerte den Ball per Kopf zum 2:2 ins lange Eck. Ein 19-Meter-Linksschuss von Neudecker kam zu zentral, so dass Maus ihn sicher abfangen konnte (77.). Die Löwen machten weiter Druck, wollten die Partie in der regulären Spielzeit entscheiden. Benedikt Orth schoss den eingewechselten Erik Tallig am eigenen Strafraum an, der Ball ging nur knapp am kurzen Pfosten vorbei (81.). Eine Ecke von links durch Phillipp Steinhart köpfte Marcel Bär in der 86. Minute an die Querlatte. Der Ärger über die verpasste Führung war drei Minuten später endgültig verflogen, als Dennis Dressel nach Tallig-Zuspiel aus 15 Metern zum 3:2 traf (89.). Auch die fünf Minuten Nachspielzeit überstanden die Löwen schadlos, so dass am Ende der Einzug ins Halbfinale perfekt war.

STIMMEN ZUM SPIEL

Alles andere als zufrieden mit der 1. Halbzeit war Stefan Lex. „Teilweise sind wir hergespielt worden“, monierte der 31-Jährige. „Das haben wir dann in der 2. Halbzeit besser gemacht. Da haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Kompliment an Buchbach, die haben ein tolles Spiel gezeigt“, lobte er den Gegner. „Schade, dass der Schiedsrichter einen solchen Einfluss aufs Spiel genommen hat. Das hätte es nicht gebraucht“, kritisierte er die Strafstoß-Entscheidung des Unparteiischen in der 60. Minute gegen die Löwen und den nicht gegebenen Elfmeter kurz danach. „Ich spiele so lange Fußball, aber an solche zwei Fehlentscheidungen innerhalb von zwei Minuten kann ich mich nicht erinnern.“ Zum Glück hätte es trotzdem gereicht, „weil wir am Ende den Willen gehabt haben, auch gegen den Schiedsrichter zu gewinnen.“

„Wir wussten, was auf uns hier zukommt“, meinte Löwen-Coach Michael Köllner. Nicht gerechnet hatte der 51-Jährige damit, dass sein Team auch noch gegen den Schiedsrichter ankämpfen musste. „Seine Entscheidungen und die zwei Rückstände – Hut ab, dass wir immer wieder zurückgekommen sind. Wir sind nicht gerade in einer Hochphase, aber gerade dann sind solche Spiele wichtig“, hofft der Coach auf einen positiven Effekt auch für die Liga. „Dass du merkst, du kannst gegen Widerstände angehen und am Ende siegen und in die nächste Runde einziehen.“ In der 1. Halbzeit hätte sich sein Team schwergetan, die Platzverhältnisse bezeichnete Köllner als „grenzwertig“. „Am Ende geht es darum, so ein Spiel anzunehmen.“ Mit der Hereinnahme von Sascha Mölders und der taktischen Umstellung „haben wir eine brutale Wucht erzeugt und den Fans ein packendes Spiel gezeigt“.

STENOGRAMM, Toto-Pokal, Viertelfinale, 08.10.2021, 18.60 Uhr

TSV Buchbach – TSV 1860 München 2:3 (1:0)

TSV: 21 D. Maus (Tor) – 8 Bahar, 3 Winterling, 15 M. Spitzer, 2 Orth – 29 Petrovic, 6 Rosenzweig – 18 Wieselsberger, 17 Brucia, 16 Muteba – 7 Winklbauer.
Ersatz: 23 A. Steer (Tor) – 4 Leberfinger, 12 Prenninger, 19 Steinleitner, 20 Sehorz, 25 A. Spitzer, 28 Sztaf.

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll – 7 Lex, 31 Neudecker, 14 Dressel, 11 Greilinger – 22 Linsbichler.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 6 Salger, 8 Tallig, 9 Mölders, 15 Bär 18 Knöferl, 19 Biankadi.

Wechsel: A. Spitzer für Muteba (59.), Stazf für Bruscia (71.), Steinleitner für Petrovic (81.), Leberfinger für Orth (90.) – Mölders für Moll (46.), Greilinger für Tallig (71.), Bär für Linsbichler (78.), Biankadi für Lex (83.), Salger für Neudecker (90.+2).

Tore: 1:0 Brucia (42.), 1:1 Linsbichler (57.), 2:1 Bahar (60., Foulelfmeter), 2:2 Lex (73.), 2:3 Dressel (89.).
Gelbe Karten: D. Maus – Neudecker, Steinhart, Bär.
Zuschauer: 2.400 in der SMR-Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang); Assistenten: Assad Nouhoum (Oberweikertshofen), Simon Schreiner (Reichenberg); Vierter Offizieller: Johann Breu (Aiterhofen-Geltolfing).

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Toto-Pokal Runde Viertelfinale

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