SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner vor BVB II: „Die Defensivarbeit ist das Fundament!“

Trainer Michael Köllner (li.) und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (re.) erklärten nochmals, wieso Sascha Mölders nicht im Kader ist. 

Nach den beiden Heimniederlagen gegen Mannheim (1:3) und Magdeburg (2:5) geht es für die Löwen im Auswärtsspiel am Samstag, 11. Dezember 2021, bei Borussia Dortmund darum, ein anderes Gesicht zu zeigen. Anpfiff im Stadion Rote Erde ist um 14 Uhr.

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Zunächst übernahm in der Löwenrunde Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel das Wort, um den Stand in der Causa Sacha Mölders zu schildern. „Es gab diese Woche aus der Emotionen heraus unterschiedliche Interpretationen der Faktenlage“, erklärte der 50-Jährige. „Sascha Mölders wird nicht im Kader stehen. Auch wenn er ein verdienstvoller Spieler ist, so bleibt es alleine die Entscheidung des Trainers, wen er in den Kader nimmt“, stellte er nochmals klar. „Ich bin im Austausch mit Sascha und seinem Berater.“ Er habe dafür ein klares Vorgehen, sowohl inhaltlich als auch zeitlich festgelegt. „Ich werde mich aber nicht näher zu diesem Vorgehen äußern, weil es nicht meine Haltung ist, diese Dinge in die Öffentlichkeit zu tragen.“ Sascha würde sich derzeit individuell fit halten.

Auch Trainer Michael Köllner ging nochmals abschließend auf die „ereignisreiche Woche“ ein. „Ich habe mich dazu ja persönlich noch nicht geäußert“, leitete er sein Statement ein. Als er vor zwei Jahren zu den Löwen gekommen sei, wollte Mölders eigentlich seine Karriere ausklingen lassen. „Ich konnte ihn davon überzeugen, dass er nochmals voll angreift.“ Er hätte den Stürmer sogar zum Kapitän ernannt. „Sascha hat eine tolle letzte Saison gespielt. Aber in der aktuellen Spielzeit haben sich die Dinge verändert. Ich war mit seiner Leistung nicht mehr zufrieden.“ Er habe daraufhin eine andere Lösung angestrebt. „Aber Sascha sieht sich nicht als Ein- oder Auswechselspieler. Deshalb mussten wir die Dinge im Sinne des Vereins regeln“, so der Oberpfälzer weiter. Er betonte nochmals, dass die sportliche Entscheidung auch in Rücksprache mit den Gesellschaftern getroffen worden sei.

Keinesfalls, so stellte Köllner klar, sei der Impuls von der Mannschaft gekommen, wie bestimmte Medien kolportiert hatten. „Es war eine sportliche Entscheidung, die über einen längeren Zeitraum zustande kam, auch weil Sascha die für ihn vorgesehene Rolle nicht annehmen wollte.“ Trotzdem sieht der Cheftrainer keineswegs in Mölders den Sündenbock für die 1. Halbzeit gegen Magdeburg, als es mit 0:5 in die Kabine ging. „Das ist nicht an einer Personalie festzumachen. Das war Harakiri-Fußball in der Anfangsphase, wir hatten im Kollektiv einen rabenschwarzen Tag. Das Magdeburg-Spiel war ein Tiefpunkt!“

Deshalb lag diese Woche im Training der Fokus auf der Defensivarbeit. „Das ist das Fundament, darauf haben wir den Schwerpunkt gelegt. Gegen Dortmund wollen wir aus einer kompakten Formation spielen“, kündigte Köllner an, der Respekt vor dem Offensiv-Dreieck der Westfalen mit Berkan Taz, Richmond Tachie und Immanuel Pherai hat. Gemeinsam hat das Trio bereits 28 Scorerpunkte erzielt. „Das Dreieick hat eine hohe Qualität, ist viel unterwegs. Daran können wir uns messen.“ Besonders in Anbetracht von 15 Gegentoren in den letzten fünf Spielen.

Als bester Aufsteiger steht die BVB-Reserve derzeit auf dem 8. Tabellenplatz. Auffällig ist die starke Auswärtsbilanz der Schwarz-Gelben mit 18 Punkten aus zehn Spielen. Dagegen läuft es zu Hause nicht rund. Aus acht Partien gab’s bisher erst neun Zähler. „Man sieht also, wo die Stärken liegen.“ Trotzdem will Köllner daraus keine Heimschwäche ableiten, sieht im Gegenteil den Gegner im Aufwind. Nach einer Serie von vier Niederlagen gab es in den letzten drei Spielen zwei Siege und ein Unentschieden. „Sie werden uns alles abverlangen trotz Verletzungssorgen, die sie aktuell haben“, ist sich der Löwen-Coach sicher.

Auswärtsinformationen Borussia Dortmund II - TSV 1860 München.

Einer aus dem 1860-Kader wird im Stadion Rote Erde nicht mithelfen können: Merveille Biankadi plagen muskuläre Probleme. Er musste sogar das Training abbrechen. „Er wird ausfallen. Das Risiko einer größeren Verletzung ist zu hoch“, sagte Köllner, rechnet mit der Rückkehr des 26-Jährigen aber bereits nächste Woche. Ansonsten kehrt Phillipp Steinhart nach verbüßter Gelbsperre ins Team zurück. Ebenso sind Marco Mannhardt und Johann Ngounou Djayo wieder einsatzbereit.

Ausfallen wird nach wie vor Daniel Wein, dessen Fuß „stillgelegt“ ist. Nathan Wicht ist weiterhin krank. „Es ist keine Corona-Geschichte“, klärte Köllner auf, ohne konkreter zu werden. Dagegen hat der Trainer leise Hoffnungen, dass Innenverteidiger Niklas Lang in diesem Jahr noch eine Option werden könnte. „Teilweise ist er schon zurück im Training, das Knie hält die aktuellen Belastungen aus.“ Aber die Pause hätte sich negativ auf die Muskulatur ausgewirkt. „Diese müssen wir in den erforderlichen Zustand bringen“, so die Maßgabe.

Als Kapitän wird in Dortmund Stefan Lex auflaufen. Er und Marcel Bär sind auch die „naheliegendsten“ Optionen als Mölders-Ersatz. Konkret wollte der Fußball-Lehrer jedoch nicht werden. „Lassen wir uns überraschen. Wir haben auch noch Tim Linsbichler in der Hinterhand. Er ist schmerzfrei und hat über einen längeren Zeitraum gut trainiert“, so Köllner über den österreichischen Stoßstürmer. „Letztlich ist entscheidend, wer sich am besten einbringen kann, damit wir eine gute Mannschaftsleistung auf den Platz bringen. Viele Spieler haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen wollen, das Vakuum, das durch Sascha entsteht, füllen wollen und sich stärker in den Vordergrund rücken.“

Aufgrund der gegenwärtigen Pandemie-Lage werden die Löwen per Charter-Flug am Samstag an- und abreisen. „Das ist die beste Lösung, auch wenn wir uns einen Hotelaufenthalt gewünscht hätten“, erklärt Köllner, der gerne die Mannschaft eine Nacht vorm Spiel zusammen gehabt hätte. „Aber es haben mehr Faktoren dagegen als dafür gesprochen.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

BVB: 40 Drljaca (Tor) – 16 Thaqi, 4 Maloney, 6 Coulibaly – 21 Viet, 37 Raschl, 23 Pfanne, 19 Pohlmann – 28 Pherai – 11 Tachie, 10 Taz.
Ersatz: 1 Reckert (Tor) – 2 Bah-Traore, 3 Guille Bueno, 7 Pasalic, 8 Hober, 9 Tattermusch, 13 Bafounta, 17 Bornemann, 20 Finnsson, 22 Amedick, 24 Krebs, 27 Makreckis, 33 Broschinski, 36 Knauff.
Nicht dabei: 18 Papadopoulos (5. Gelbe Karte), 25 Unbehaun (Handverletzung), 30 Dams (Bänderriss).

1860: 1 Hiller (Tor) –25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart– 20 Deichmann, 14 Dressel, 31 Neudecker– 7 Lex,11 Greilinger–15 Bär.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 8 Tallig, 16 Goden, 18 Knöferl, 21 Ngonou Djayo, 22 Linsbichler, 23 Staude, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler.
Nicht dabei: 3 Lang (Knieverletzung), 9 Mölders (nicht berücksichtigt), 17 Wein (Fußverletzung), 19 Biankadi (muskuläre Probleme), 24 Wicht (krank).

Schiedsrichter: Nico Fuchs (Bergisch Gladbach); Assistenten: Florian Visse (Ibbenbüren), Martin Ulankiewicz (Oberhausen).

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