SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner vor Würzburg: „Das neue System soll der Mannschaft Halt geben!“

Trainer Michael Köllner (li.) und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (re.) bei der Löwenrunde vor dem letzten Spiel des Jahres. 

Für die Löwen geht es zum Jahresabschluss und zum Rückrundenstart zum FC Würzburger Kickers. Anpfiff in der flyeralarm ARENA ist am Montag, 20. Dezember 2021 um 18.60 Uhr. Die Partie ist live bei MAGENTA SPORT zu sehen. Außerdem überträgt das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab etwa 18.45 Uhr das Spiel in voller Länge.

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Löwen-Trainer Michael Köllner blickte nochmals zurück auf das Spiel bei der Reserve von Borussia Dortmund II und dem wichtigen Auswärtssieg nach zuvor zwei Heimniederlagen. „Wir sind zufrieden, wie die Mannschaft aufgetreten ist“, lautete sein Resümee. Gerade nach den vielen Gegentoren in den Spielen zuvor „haben wir bis auf die erste Aktion mit der Doppelchance defensiv eine super Partie abgeliefert und uns gute Möglichkeiten herausgespielt. Am Ende war der 2:0-Sieg verdient.“

Mit Würzburg treffe man jetzt auf ein Team, das als Zweitliga-Absteiger sicher keiner auf dem vorletzten Platz nach der Vorrunde erwartet hätte. „Wir werden alles dafür tun, dass wir auch dort drei Punkte holen können und uns mit sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen in die Winterpause verabschieden und den Löwenfans ein einigermaßen normales Weihnachtsfest bescheren.“

Ein Selbstläufer, so der 51-Jährige, werde das aber nicht. „Wir wissen, dass Würzburg ein Kaliber ist, dass es zu schlagen gilt.“ Bedingt durch den Trainerwechsel hätte das Team einen kurzfristigen Aufwind gehabt. Pikant: Mit Cheftrainer Danny Schwarz und Assistent Benjamin Schwarz, bis Oktober Co-Trainer der Löwen-U21, sind zwei ehemalige 1860-Profis bei den Kickers tätig.

„In den letzten Wochen klemmt es bei ihnen wieder“, weiß Köllner, der besonders vor dem Ex-Löwen Marvin Pourié warnt. „Mit ihm haben sie einen Stürmer, der weiß, wie das Tore schießen geht. Er wird mit seiner Art und Weise versuchen, gegen uns die Mannschaft zum Sieg zu führen.“ Mit drei Unentschieden und zwei Niederlagen in den letzten fünf Spielen ist die Bilanz der Unterfranken aber nicht gerade furchteinflößend.„Ich hoffe, dass wir das ausnutzen können“, so der Oberpfälzer.

Weiterhin muss Köllner am Dallenberg auf Daniel Wein verzichten. Dagegen trainiert Niklas Lang bereits wieder. „Er baut noch Muskulatur auf, damit er spätestens beim Trainingslager am Start ist.“ Damit ist auch der Innenverteidiger kein Thema für Würzburg. Nathan Wicht ist weiterhin krank. Optimistisch hatte sich der Coach noch vor einer Woche wegen Merveille Biankadi geäußert. Hier musste er zurückrudern, da die muskulären Probleme bisher kein Training zuließen. „Ein Einsatz am Montag ist unrealistisch. Es ist nichts Schlimmeres, aber die Beschwerden gehen nicht weg. Bei bestimmten Bewegungsmustern hat er nach wie vor Probleme.“

Fraglich ist auch der Einsatz von Richy Neudecker, der wegen entzündeter Mandeln ebenfalls die Woche über nicht mittrainieren konnte. „Das wird für Montag relativ eng“, ist Köllner pessimistisch, was einen Einsatz des Vorbereiters der Tore in Dortmund betrifft. „Da müssen wir abwarten Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf!“

Ein Ausfall des 24-Jährigen würde die Löwen hart treffen. Das weiß auch Köllner. „Er hat unser Spiel in Dortmund gut im Griff gehabt. Das war das, was wir uns auch von Richy erwarten, dass er die Zügel bei uns im Mittelfeld in der Hand hält.“ Keiner könne ihn Eins-zu-Eins ersetzten. „In seiner Art, Fußball zu spielen, ist er einzigartig. Sollte er ausfallen, dann hätte ich zwei Ideen im Kopf. Dann müssen wir unseren Plan etwas verändern und die Stärken des Spielers, der reinkommt, besonders herausstellen.“ Letztlich gehe es immer darum, die beste Lösung zu finden.

Köllner wurde gefragt, ob er bei der taktischen Herangehensweise gegen Würzburg umdenken müsse im Vergleich zum Dortmund-Spiel, wo die Löwen sehr defensiv gegen einen offensivstarken Gegner ausgerichtet waren. „Komplett umdenken wäre fatal. Wir können der Mannschaft nicht jede Woche eine 180-Grad-Drehung verpassen, sonst kennt sich keiner mehr aus auf dem Spielfeld.“

Wichtig sei, den Prinzipien treu zu bleiben, auch wenn man zuletzt das Spiel verändert habe. „Wir haben aus einem defensiv kompakten Block heraus gespielt, waren aber trotzdem sehr torgefährlich. Am Ende geht es darum, mit einer aggressiven Art den Spielfluss von Würzburg zu verhindern.“ Denn der Gegner hätte genügend Spieler in seinen Reihen – neben Pourié mit Moritz Heinrich zum Beispiel einen weiteren bei den Löwen ausgebildeten Offensivspieler – „die wissen, wie’s geht!“ Sie nicht ins Spiel kommen lassen, habe deshalb „oberste Priorität!“

Zufrieden sei keiner mit dem bisherigen Saisonverlauf, zog Köllner eine Halbzeit-Bilanz. „Einige Spieler haben nicht mehr die Form vom letzten Jahr erreicht. Als Mannschaft haben wir keine Konstanz in der Vorrunde gezeigt.“ Auch deshalb habe man vor dem Dortmund-Spiel einiges verändert – nicht nur personell, sondern auch spieltaktisch. „Dadurch haben wir es geschafft, ein konstantes Spiel hinzubekommen.“

Die Partie beim BVB soll als Blaupause für einen „neuen Weg“, wie es Köllner nannte, dienen. „Das neue System soll der Mannschaft mehr Halt geben. Daneben ist es wie in der letzten Saison wichtig, sich von Spiel zu Spiel maximal zu fokussieren.“ Das sei in der Hinrunde nicht immer gelungen. „Wir hatten gute Phasen, um anschließend wieder sehr schlechte Spiele abzuliefern. Daran müssen wir arbeiten!“ Noch sei Vieles möglich, noch mehr, wenn es am Montagabend mit einem Sieg in Würzburg klappt!

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

FWK: 1 Bonmann (Tor) – 2 Waidner, 32 Strohdiek, 6 Kraulich, 26 Lungwitz – 3 Hoffmann – 21 Heinrich, 25 Meisel, 7 Pepic, 29 Kopacz – 9 Pourié.
Ersatz: 24 Richter (Tor) – 5 Schneider, 8 Nikolov, 14 L. Breunig, 20 Perdedaj, 22 Hägele, 37 Adigo, 38 Herrmann.
Nicht dabei: 4 Dietz (Gelbsperre), 10 M. Breunig (Halswirbelsäulenverletzung), 11 Sané (Hexenschuss), 17 Atmaca (Hüftverletzung), 27 Toko (Knie-OP).

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart – 20 Deichmann, 14 Dressel, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 15 Bär, 7 Lex.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 5 Moll, 8 Tallig, 16 Goden, 18 Knöferl, 21 Ngonou Djayo, 22 Linsbichler, 23 Staude, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler.
Nicht dabei: 3 Lang (Knieverletzung), 9 Mölders (Vertragsauflösung), 17 Wein (Fußverletzung), 19 Biankadi (muskuläre Probleme), 24 Wicht (krank).

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach); Assistenten: Roman Potemkin (Friesen), Johannes Hamper (Kulmbach).

 

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