SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner fordert vor Türkgücü: „Wir müssen resoluter spielen!“

Der zweite Anlauf zum Stadtduell bei Türkgücü München: 1860-Cheftrainer Michael Köller (li) und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (re.). 

Für die Löwen geht es im Nachholspiel des 22. Spieltags zu Türkgücü München. Anpfiff im Olympiastadion ist am Mittwoch, 16. Februar 2022 um 18.60 Uhr. Insgesamt sind aufgrund der Corona-Bestimmungen in Bayern 15.000 Zuschauer zugelassen. Die Partie ist live bei MAGENTA SPORT zu sehen. Außerdem überträgt das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab etwa 18.45 Uhr das Spiel in voller Länge.

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Ob Derby oder Stadtduell: Für Löwen-Trainer Michael Köllner zählen letztlich nur die drei Punkte. Deshalb sei die Partie bei Türkgücü ein „sehr, sehr wichtiges Spiel. Wir biegen jetzt langsam ins letzte Drittel der Saison ein.“

Nach vier Siegen in Folge gab’s zuletzt für die Sechzger zwei Unentschieden – beide Male nach Führung. Auch wenn für den 52-jährigen Coach die Gründe dafür unterschiedlicher Natur sind, hat er doch einige Schwachpunkte erkannt. „Wir müssen in der Schlussphase resoluter spielen, auch mal den Ball auf die Tribüne schlagen oder mit Fouls den Spielfluss unterbrechen.“ Da sei sein Team zu brav und vielleicht ein Stück weit zu unerfahren. Aber vor allem müsse es die Kontermöglichkeiten nutzen. „Wir hatten in Meppen zwei Riesenchancen in der Schlussphase. Wenn du die Dinge nicht erledigst, dann wir es schwer. Hintenraus kann immer mal etwas passieren. Genau das macht die Liga aus!“

Seine Mannschaft sei noch im Entwicklungsprozess. „Wir dürfen nicht zu passiv werden, sondern müssen starke körperliche Präsenz zeigen. Das muss reifen, so etwas kann man nicht auf Knopfdruck provozieren.“ Köllner merkte zu Recht an, dass man die letzten beiden Partien auch unter dem Corona-Aspekt sehen muss. „Da waren wir schon geschwächt.“ Durch Quarantäne- und Isolationsanordnung war teilweise das Mannschaftstraining ausgesetzt. Das hätte sich bemerkbar gemacht. Dazu kamen Verletzungen und Sperren.

Umso mehr freut er sich, dass mit Stephan Salger nach Gelbsperre und Fabian Greilinger nach muskulären Problemen zwei wichtige Stützen gegen Türkgücü in den Kader zurückkehren. Auch sonst lichtet sich langsam das Lazarett. Marius Willsch ist wieder im Lauftraining, Nathan Wicht trainiert bereits teilweise mit der Mannschaft und auch bei Daniel Wein deutet sich an, dass er nächste Woche wieder mit Laufen beginnen kann.

Wenig beschäftigt sich Köllner mit der Situation beim Gegner, der sich in einem Insolvenzverfahren befindet und nicht weiß, ob die Saison zu Ende gespielt werden kann. „Für mich geht es darum, dass wir erfolgreich sind, alles andere interessiert mich Null-Komma-Null“, so der Oberpfälzer, der aber mit den Angestellten mitfühlt. „Für sie ist es problematisch, weil sie nicht wissen, wie es weitergeht.“

Köllner sieht Türkgücü unter dem neuen Trainer Andreas Heraf stabiler aufgestellt. „Sie bekommen weniger Gegentore.“ Ansonsten bezeichnet er seinen Kollegen als „sehr experimentierfreudig mit den Systemen“, was die Vorbereitung nicht einfacher mache. Letztlich nimmt er aber seine Mannschaft in die Verantwortung. „Wir visieren die drei Punkte an gegen ein Team im unteren Tabellendrittel. Da geht es nicht darum, ob der Gegner insolvent ist oder mit einem Rumpfteam spielt. Wir müssen Türkgücü in Verlegenheit bringen.“

Von seiner Mannschaft fordert er eine besseren fußballerische Vorstellung als zuletzt in Meppen und Leidenschaft. Das Ganze gepaart mit dem „Support von der Tribüne“. Köllner weiß, dass unter den Fans konträr diskutiert wird, ob man mit dem Besuch des Spiels den insolventen Klub unterstützen soll. Er kann es verstehen, wenn sich manche dagegen entscheiden. „Aber für uns ist es wichtig, dass wir unterstützt werden. Momentan sind wir in einer Phase, wo man sich dauerhaft in der Tabelle einordnen kann.“ Wenn es in die „Crunch Time“ geht, möchte er mit den Löwen vorne dabei sein. „Darauf arbeiten wir hin. In den letzten Wochen haben wir eine stabile Punktequote hinbekommen.“

Das soll sich am Mittwoch nicht ändern. Köllner hat gute Erinnerungen ans Olympiastadion, schließlich gab es letzte Saison dort einen 2:0-Erfolg – damals ohne Zuschauer. Doch egal, wie viele der 15.000 erlaubten Plätze letztlich belegt sind: Die 1860-Fans sind mit Sicherheit in Überzahl. Und sie werden eine Löwen-Mannschaft sehen, die trotz der Englischen Woche frisch ist. „Wir haben alles in der Regeneration und Pflege getan, damit wir ein Team auf den Platz bringen, dass die drei Punkte holen kann“, verspricht der Coach.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

TGM: 26 Flückiger (Tor) – 23 Kuhn, 13 Sorge, 15 Chato, 3 Römling – 17 Rieder, 37 Gorzel –22 Karweina, 6 Irving, 9 Vrenezi – 24 Hottmann.
Ersatz: 1 Vollath (Tor) – 7 Mickels, 8 Tosun, 10 Sararer, 11 Maier, 14 Scintu, 16 Jakobi, 20 Türpitz, 21 Knöll, 30 Scepanik, 35 Zorba, 36 Kusic, 39 Tikvic.
Nicht dabei: 5 Mavraj (Lungenprobleme), 18 Barry (Herzmuskelentzündung).

1860: 1 Hiller (Tor) – 27 Belkahia, 6 Salger, 3 Lang – 20 Deichmann, 8 Tallig, 14 Dressel, 36 Steinhart – 31 Neudecker – 15 Bär, 7 Lex.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 5 Moll, 11 Greilinger, 16 Goden, 18 Knöferl, 19 Biankadi, 21 Ngonou Djayo, 22 Linsbichler, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 34 Freitag, 39 Morgalla.
Nicht dabei: 17 Wein (Fußverletzung), 23 Staude (Herzmuskelentzündung), 24 Wicht (Trainingsrückstand), 25 Willsch (Trainingsrückstand).

Schiedsrichter: Richard Hempel (Großnaundorf); Assistenten: Johannes Schipke (Landsberg-Queis), Christian Allwardt (Kritzmow).

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