SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner sieht es positiv: „Ein Punkt in Meppen ist immer viel wert.“

Löwen-Trainer Michael Köllner erlebte in Meppen einen stimmungsvollen und abwechslungsreichen Nachmittag. 

Die Zuschauer sahen ein Kampfspiel mit vielen Torraumszenen. Dass es nur zwei Treffer gab, lag zum einen an den beiden Torhütern, zum anderen am Aluminium. Sowohl 1860-Coach Michael Köllner als auch SVM-Trainer Rico Schmitt kamen zu dem Fazit, dass die Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis sei. Aufgrund des späten Treffers mit einem besseren Gefühl für die Hausherren.

Löwen-Trainer Michael Köllner sprach von einem „packenden Spiel mit vielen Torraumszenen, vor allem in der 2. Halbzeit.“ Natürlich sei das 1:1 schade, „wenn du bis kurz vor Schluss 1:0 führst und zuvor mit zwei Riesenkonterchancen das Ding eintüten kannst. Es ist einfach ärgerlich, wenn dir gefühlt in der letzten Sekunde zwei Punkte weggerissen werden.“ Auf der anderen Seite, so musste der 52-Jährige ehrlich zugeben, sei es für sein Team in der 2. Halbzeit Schwerstarbeit gewesen, die knappe Führung zu verteidigen.

„Meppen hat mit vielen langen Bällen und mit großen Spielern – wir hatten schon einen Größennachteil – am Ende alles versucht. Sie sind mit großer Vehemenz auf den Ausgleich gegangen. Für uns war es schwer, wir hatten einige Male richtig Glück“, räumte Köllner ein. „So ist Fußball. Wir hätten direkt nach der Halbzeit mit 2:0 in Führung gehen können, als der Ball an den Pfosten klatscht.“ Danach hätte auch bei seinem Team das Aluminium mehrmals gerettet. „Da hatten wir Glück. Hinten raus war es schade, dass wir uns nicht belohnt haben.“

Der Oberpfälzer bemängelte, dass sein Team die Konterchancen nicht sauber ausgespielt habe. „So bleibt am Ende, dass wir mit einem Wahnsinnstor von Richard Neudecker in Führung gegangen sind und zum Schluss noch eins kassiert haben.“ Er ärgerte sich, dass der Spielverlauf die Woche zuvor gegen Braunschweig ähnlich gewesen sei und man wieder nur mit einem Punkt dastehe. „Aber wenn man die Ergebnisse heute anschaut: Es bleibt weiterhin alles eng, interessant und herausfordernd. Ein Punkt in Meppen ist immer viel wert.“

Köllner bemängelte, dass die vielen Eckbälle und seitlichen Freistöße von seiner Mannschaft ungenutzt blieben. „Es ist uns kein Standardtor gelungen. Am Ende läufst du den Dingen ein Stück weit hinterher.“ Es sei gegen das frenetische Heimpublikum schwer gewesen, die Null zu halten. „Das ist uns nicht gelungen, aber der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Der Ball vor dem 1:1 wurde zweimal verlängert. Dazu weiß ich nicht, ob das vorher nicht Abseits war.“

Von „Aufstiegskampf“ wollte Köllner nichts wissen. „Ich weiß nicht, wer den ausgerufen hat.“ Er sieht sein Team körperlich für die Englische Woche gerüstet. „Heute war ein tiefes Geläuf, die Anreise nach Meppen ist nicht die einfachste“, verwies er auf die Gegebenheiten. Dagegen sei das Spiel am Mittwoch bei Türkgücü wie ein Heimspiel. „In 20 Minuten sind wir im Olympiastadion. Das werden wir hinbekommen. Ich denke schon, dass wir bis dahin wieder frisch sind und ein gutes Spiel machen werden.“

SPIELBERICHT Löwen verspielen in der Schlussminute den Sieg in Meppen.

„Es hat sich fantastisch angefühlt, wieder vor Zuschauern zu spielen“, freute sich Meppens Coach Rico Schmitt, dass das Oberverwaltungsgericht Lüneburg tags zuvor einem eingereichten Normenkontrolleilantrag stattgegeben hatte und 5.000 Zuschauer anstatt 500 in die Hänsch-Arena durften. „Das war in der 2. Halbzeit der Grund, das Letzte nochmals reinzugeben. Die Fans haben gepowert, uns nach vorne getrieben.“ Den Zeitpunkt des Treffers bezeichnete Schmitt als glücklich, „aber auch verdient“. Sechzig sei eine abgezockte Mannschaft mit einem herausragenden Umschaltspiel. „Das konnten wir in vielen Situationen sehr gut unterbinden.“ Seinem Team attestierte er ein gutes Aufbauspiel. Leider habe man es oft nicht geschafft, in der Box gefährlich zu werden. Den Treffer zur Löwen-Führung bezeichnete der SVM-Coach als „Sensationsaktion von Neudecker“. Aber seine Mannschaft hätte schon in der 1. Halbzeit zwei, drei Möglichkeiten zum Ausgleich gehabt. In der Pause habe er nachjustiert. „Wir wollten den Ball schneller in die letzte Linie reintransportieren. Das haben wir super umgesetzt. Natürlich hatten wir in der einen oder anderen Situation auch das Glück des Tüchtigen.“ Seine Mannschaft hätte alles gegeben. „Wichtig war, dass sich die Jungs und das Publikum belohnt haben mit dem 1:1. Für uns war das ein toller Nachmittag!“

Richy Neudecker hatte mit einem Traumtor die Führung erzielt. „Ich habe gesehen, dass der Torwart weit draußen steht. Da hab‘ ich mir gedacht: Ich probiere es einfach mal“, beschreibt der Spielmacher selbst die Szene. Er habe erst gedacht, dass sein Schuss etwas zu kurz sei, aber er hatte genau ins obere rechte Eck gepasst. Richtig freuen konnte sich der 25-Jährige darüber nicht. „Letztlich ärgere ich mich, dass wir die drei Punkte nicht mitgenommen haben. Wir hatten in der 2. Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen. Wenn du einen davon machst, dann gehst du als Sieger nach Hause.“ Neudecker gab aber ehrlich zu, dass man in einigen Szenen auch richtig Glück hatte. „Am Ende ist das 1:1 leider verdient. Es tut natürlich weh, wenn du wie gegen Braunschweig und jetzt in Meppen Punkte liegen lässt. Am Ende haben wir zu wenig gemacht, nicht konsequent genug verteidigt. Das ist der Knackpunkt.“

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