SECHZIGMÜNCHEN.
 

Toto-Pokal: Löwen scheitern im ElfmeterschieSSen in Aubstadt.

Kapitän Stefan Lex, hier gegen Aubstadts Leonhard Langhans, hatte mit den Löwen gegen den Regionalligisten einen schweren Stand. 

Die Löwen sind im Halbfinale des Toto-Pokals am TSV Aubstadt gescheitert. Nach 1:1 in der regulären Spielzeit – Christian Hüttl (67.) und Marcel Bär (74.) hatten getroffen– scheitertete der Drittligist mit 2:3 im Elfmeterschießen. Der Torhüter der Gastgeber, Lukas Wenzel, der sein Team überhaupt erst dorthin gebracht hatte, hielt die Strafstöße von Erik Tallig, Stefan Lex und Marcel Bär.

Personal: Trainer Michael Köllner musste in Aubstadt neben den langzeitverletzten Daniel Wein (Fußverletzung), Keanu Staude (Herzmuskelentzündung) und Marius Willsch (Rehatraining) auch auf Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Tim Linsbichler (Knie-Verletzung) sowie die Corona-infizierten Semi Belkahia, Dennis Dressel und Quirin Moll verzichten. Außerdem fehlten Leandro Morgalla und Nathan Wicht wegen Länderspiel-Abstellungen (U18 Deutschland und Schweiz). Drei Änderungen in der Startelf gab es im Vergleich zum Liga-Spiel in Mannheim: Tom Kretzschmar ersetzte Marco Hiller im Tor, Niklas Lang ersetzte Morgalla und Milos Cocic begann für Fabian Greilinger.

Spielverlauf: Die Löwen versuchten es mit frühem Pressing, während die Aubstädter auf schnelles Umschaltspiel setzten. In der 4. Minute setzte sich Leon Heinze auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe an den ersten Pfosten brachte Joshua Endres aber gestört durch Stephan Salger nicht aufs 1860-Tor. Ein Distanzschuss von Timo Pitter brachte keine Gefahr für Tom Kretzschmar, der den Ball sicher aufnehmen konnte (8.). Eine Rechtsflanke von Heinze segelte gefährlich über Kretzschmar hinweg durch den Fünfmeterraum (10.). In der 17. Minute tauchte Michael Dellinger nach einem Ball in die Tiefe halblinks im Strafraum auf, aber Salger grätschte den Schuss der Sturmspitze des Regionalligisten ins Tor-Aus. Im Gegenzug flankte Merveille Biankadi aus dem Halbfeld vors Tor der Gastgeber, Stefan Lex kam aber nicht an den Ball, so dass ihn Lukas Wenzel im Tor der Unterfranken aufnehmen konnte (18.). Einen Freistoß am rechten Strafraumeck setzte Erik Tallig mit links knapp über die Querlatte (21.). Die Löwen in dieser Phase etwas stärker. Einen 26-Meter-Schuss von Biankadi konnte Wenzel nur wegfausten, bekam aber im Nachfassen die Kugel unter Kontrolle (23.). In der 37. Minute war es Niklas Lang zu verdanken, dass Aubstadt nicht in Führung ging. Marcel Volkmuth hatte in die Tiefe gepasste, Heinz hatte freie Bahn, zögerte aber einen Augenblick mit dem Abschluss, so dass der zurückgeeilte Löwen-Innenverteidiger im letzten Moment zur Ecke klären konnte. Milos Cocic kam zwei Minuten später auf der linken Strafraumseite mit rechts zum Schuss, setzte die Kugel aber weit übers Tor (39.). Im Gegenzug flankte Pitter von rechts über Kretzschmar hinweg, Lang war jedoch vor Dellinger mit dem Kopf zur Stelle (40.). In der 44. Minute musste Kretzschmar sein ganzes Können zeigen, um den Gegentreffer zu verhindern. Ingo Feser hatte einen 19-Meter-Freistoß halblinks direkt aufs lange Eck gezogen, aber der Keeper war zur Stelle, wehrte den Schuss ab. Kurz danach war Pause.

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in die 2. Halbzeit. Die Löwen versuchten die Initiative zu übernehmen, scheiterten aber zunächst an der gut gestaffelten Defensive des Regionalligisten. Ein Tallig-Schuss nach Doppelpass mit Biankadi aus 21 Metern ging knapp rechts am Tor vorbei (56.). In der 58. Minute versuchte es Tallig nach einer Umschaltsituation mit einem Heber über den weit vor seinem Tor stehenden Wenzel von der Mittellinie, der völlig verunglückte. Der rechts völlig freistehende Marcel Bär beschwerte sich lautstark und gestikulierend bei seinem Kollegen. Denn das war eine der wenigen Konterchancen, die die Unterfranken bis zu diesem Zeitpunkt den Löwen gestattet hatten. In der 67. Minute lag der Ball im Löwen-Tor. Nach einem Eckball von rechts durch Ingo Feser stieg Tim Hüttl am kurzen Pfosten am höchsten, köpfte aus sechs Metern zum 1:0 ein. Zwei Minuten später beinahe der Ausgleich. Einen Freistoß von Tallig verlängerte Salger mit dem Kopf, von der Unterkante der Latte prallte der Ball ab. Während die Sechzger die Kugel hinter der Linie sahen, gab Schiedsrichter Thomas Stein den Treffer nicht (69.). Der Ausgleich fiel fünf Minuten später. Tallig hatte geflankt, Christian Köttler lief seinen eigenen Torwart um, Bär war der lachende Dritte, traf aus kurzer Distanz ins leere Tor zum 1:1. In der 78. Minute vergab Bär die Riesenchance zum 2:1. Neudecker hatte den Stürmer mit einem Heber bedient, der lupfte die Kugel über Wenzel hinweg, jedoch auch übers Tor. Eine Minute später passte Bär auf Neudecker, dem aber im Strafraum der Ball versprang (79.). Die Löwen waren nun absolut dominant. Aubstadt versuchte sich über die Zeit zu retten. Eine Linksflanke von Tallig klärte Hüttl im Fünfmeterraum vor dem einschussbereiten Lex (84.). Eine Tallig-Ecke von links köpfte Lang aufs kurze Eck, doch Wenzel war zur Stelle, begrub den Ball unter sich (85.). Ein Drehschuss von Bär halblinks aus acht Metern landete auf der Werbebande (88.). In der 1. Minute der Nachspielzeit passte lang auf Neudecker, der an der Strafraumkante mit dem Rücken zum Tor den Ball annahm, aus der Drehung aufs linke untere Eck schoss, aber Wenzel war erneut zur Stelle. Nach einem weiten Einwurf kam Bär im Strafraum halbrechts aus neun Metern zum Abschluss, aber erneut parierte Wenzel (90.+3). Danach war Schluss. Es ging ins Elfmeterschießen.

Löwen-Routinier Salger begann, Wenzel ahnte das Eck, kam aber nicht an den platzierten Schuss. Den ersten Schuss der Aubstädter von Joshua Endres parierte Kretzschmar. Doch auch Wenzel konnte den anschließenden Strafstoß von Tallig parieren. Christopher Bieber verwandelte sicher zum 1:1, obwohl Kretzschmar die Ecke geahnt hatte. Als nächstes scheiterte Kapitän Lex mit seinem Schuss. Feser brachte den Regionalligisten erstmals in Führung. Biankadi glich zum 2:2 aus. Doch Behr brachte Aubstadt mit 3:2 erneut in Front. Nun musste Bär treffen, doch der Torjäger scheiterte an Wenzel, womit das Elfmeterschießen zugunsten des Regionalligisten entschieden war. So kommt es im Finale zu einem reinen Regionalliga-Duell gegen den FV Illertissen, der sich gegen die Würzburger Kickers durchsetzte.

Löwen-Trainer Michael Köllner sprach von einem „sehr intensiven Spiel mit wenigen Torchancen bis zum 0:1 auf beiden Seiten“. Der Rückstand sei für sein Team ein Weckruf gewesen. „Die Mannschaft hat danach Gas gegeben, hat sich gute Möglichkeiten herausgespielt. Sicher haben wir von dem Fehler in der Hintermannschaft von Aubstadt profitiert, der zum 1:1 führte.“ Danach hätte sein Team „drei, vier klare Möglichkeiten“ gehabt, „um das Spiel in der regulären Spielzeit für uns zu entscheiden. Im Elfmeterschießen waren wir heute nicht gut und kaltschnäuzig genug. Am Ende haben wir es auch nicht verdient, ins Finale einzuziehen“, gab der 52-Jährige offen zu und wünschte den Gastgebern viel Erfolg im Endspiel gegen Illertissen.

STENOGRAMM, Toto-Pokal, Halbfinale, 26.03.2022, 14.03 Uhr

TSV Aubstadt 1921 – TSV 1860 München 4:3 n.E. (0:0/1:1)

AUB: 20 Wenzel (Tor) – 11 Langhans, 3 Hüttl, 4 Köttler, 23 Feser – 17 Trunk, 6 Volkmuth – 10 Pitter, 31 Heinze, 33 Endres – 19 Dellinger.
Ersatz: 1 Schneider (Tor) –16 Behr, 22 Hofmann, 27 Schebak, 29 Schönwiesner 30 Harlaß, 37 Bieber.

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 8 Tallig, 31 Neudecker – 30 Cocic, 19 Biankadi, 7 Lex – 15 Bär.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 11 Greilinger, 16 Goden, 21 Ngonou Djayo, 28 Mannhardt, 32 Gresler, 34 Freitag.

Wechsel: Behr für Volkmuth (65.), Hogfmann für Pitter (73.), Schönwiesner für Dellinger (76.), Harlaß für Langhans (78.), Bieber für Köttler (89.) – Greilinger für Steinhart (57.), Mannhardt für Cocic (63.).

Tore: 1:0 Hüttl (67.), 1:1 Bär (74.).
Elfmeterschießen: 0:1 Salger, 0:1 Endres, 0:1 Tallig, 1:1 Bieber, 1:1 Lex, 2:1 Feser, 2:2 Biankadi, 3:2 Behr, 3:2 Bär.
Gelbe Karten: Dellinger, Pitter, Hüttl – Tallig, Köllner.
Zuschauer: 3.000 in der NGN-Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg am Main); Assistenten: Alexander Arnold (Waldberg), Kay Urbanczyk (Unterpleichfeld); Vierter Offizieller: Bernd Reitstetter (Kleinrinderfeld).

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