SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner schwärmt: „Das war heute eine Marcel Bär Show!“

Löwen-Trainer Michael Köllner versprach den Fans ein starkes Sechzig München für die kommende Saison. 

Nach aufregenden 90 Minuten war das Minimalziel, Platz vier, gleichbedeutend mit der Qualifikation für den DFB-Pokal erreicht. Als Zuckerl gab’s noch die Torjägerkanone für Marcel Bär, der mit fünf Scorerpunkten den Rekord von Stefan Lex aus dem Spiel beim MSV Duisburg einstellte.

„Das Spiel heute war noch mal ein Knaller“, bilanzierte Löwen-Trainer Michael Köllner. „Du führst bereits 2:0 und gehst dann mit 2:2 in die Pause. Da haben wahrscheinlich einige gedacht: die werden das auch noch vermurksen, werden Fünfter oder Sechster!“ Umso besser sei die 2. Halbzeit gewesen, in der seiner Mannschaft den Fans nochmals ein „Spektakel“ geboten habe. „Es war heute eine Marcel Bär Show!“ Der Torjäger hatte nicht nur zwei Treffer erzielt, sondern drei weitere aufgelegt. „Das war ein fulminantes Spiel. Und das Tor zum 2:0“, geriet der Coach ins Schwärmen, „findest du in der Liga nicht oft.“ Er habe nochmals untermauert, dass er zu Recht der beste Torschütze der Liga ist.

Mit dem Sieg habe man gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. „Wir haben die Vorfreude auf die kommende Saison und auf den DFB-Pokal geweckt“, so der 52-Jährige. „Wir wollten, das haben wir vor dem Spiel klargemacht, wieder Giesinger Pokalnächte erzeugen. Das haben wir geschafft. Und wenn man ehrlich ist. Als wir Vierzehnter in der Vorrunde waren, hätte niemand gedacht, dass wir über die Liga den Pokal erreichen!“ Heute hätte das Team nochmals alles rausgehauen.

Natürlich sei übers Jahr gesehen nicht alles optimal gelaufen. „Wir haben viel Käs‘ gebaut, hatten einen guten Start, haben aber in der Vorrunde nicht das geliefert, was wir eigentlich können. Dadurch sind wir auch zu einer Entscheidung gezwungen worden“, sprach der die Trennung von Sascha Mölders an. „Was wir dann aber in der Rückrunde gemacht haben, da kann man vor der Mannschaft nur den Hut ziehen. Wir sind zweitbeste Rückrunden-Mannschaft hinter einem so tollen Team wie Magdeburg“, sagte der Oberpfälzer nicht ohne Stolz.

Der Löwen-Trainer nimmt sich Meister Magdeburg als Vorbild. „Bei denen war es letztes Jahr ähnlich. Es muss auch unser Ziel sein, dass wir den Schwung in die kommende Saison mitnehmen. Das ist auch mein persönliches Ziel, dass wir – wenn ich hier bleibe – nächstes Jahr aufsteigen!“ Er habe klar dem Verein seine Vorstellungen mitgeteilt. „Wir wollen für die gleich Kohle, vielleicht sogar noch einen Tick billiger, eine Mannschaft in der kommenden Saison an den Start bringen, mit der wir um den Aufstieg mitspielen können.“ Er habe schon die Präferenzen des Präsidiums im Auge, wirtschaftlich zu arbeiten. „Ich will den Verein nicht aussaugen. Am Ende muss auch Hasan Ismaik den Kurs mittragen.“

Köllner wurde vor der Kurve nach Spielende gefeiert. Er teilte den Fans über Megaphon seine Einschätzung mit: „Wir brauchen nächstes Jahr ein starkes Sechzig München“, was zu Jubelstürmen führte. Alles andere zähle für ihn nicht. Er mache auch vor nichts Halt, auch bei seinem Trainerstab nicht. „Ich will nicht für irgendwelche Kumpels Jobs besorgen. Mir geht es um den nächsten Schritt und nicht um irgendwelche persönlichen Befindlichkeiten. Allein der Erfolg zählt!“ Die Konkurrenz sei auch in der kommenden Saison hart.

SPIELBERICHT Löwen besiegen BVB-U23 mit 6:3 & spielen kommende Saison im DFB-Pokal.

Der Coach der BVB-Reserve Enrico Maaßen zeigte sich angefressen. „Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, hätten eigentlich 1:0 in Führung gehen müssen durch Justin Njinmah. Dann war ein völlig verrückter Spielverlauf, plötzlich steht es dann 2:0 für den Gegner.“ Sein Team sei aber zurückgekommen. „Wir müssen dann vor der Pause eigentlich durch Njinmah das 3:2 machen“, monierte er die Abschlussqualität seines Angreifers. Auch mit dem Beginn der 2. Halbzeit war der BVB-Trainer zufrieden. „Wir kommen gut aus der Pause, kriegen dann aber aus einer einfachen Situation – wir spielen den Ball ins Aus, schalten dann nicht schnell genug – das 2:3.“ Erneut hätte im Anschluss Njinmah die Möglichkeit zum Ausgleich vergeben. „Direkt im Gegenzug fällt dann das 2:4. Da hat man dann gemerkt, dass die Luft raus war.“ In Summe hätte seine Mannschaft ein tolles Spiel gezeigt, tollen Fußball gespielt, „aber die Gegentore sind zu einfach gefallen. Beim 3:2 hat man gesehen, dass der Gegner wacher im Kopf war und seine Chancen besser genutzt hat.“

Der scheidende Stephan Salger war erleichtert. „Gottseidank haben wir den 4. Platz geschafft. Das war wichtig“, erklärte der 32-jährige Verteidiger. Er hätte sich einen ruhigeren Nachmittag gewünscht. Schließlich wurde es nach dem 2:2 zwischenzeitlich nochmals eng für seine Löwen. „Für mich war es ein schöner Abschluss, ich werde jetzt den Tag genießen.“ Gemeinsam mit der Mannschaft fliegt Salger kommende Woche nach Mallorca. „Ich werde auf jeden Fall für Stimmung sorgen“, so seine Ankündigung. Der Rheinländer kam 2020 nach München, um aufzusteigen. Mit zwei vierten Plätzen verpasste er zweimal dieses Ziel knapp. „In der Hinrunde war die Phase, wo wir nicht gewonnen haben, einfach zu lang“, analysierte er als Grund, wieso es am Ende erneut nicht reichte. „Trotzdem hatte ich hier eine schöne Zeit. Wenn der Verein mehr Qualität reinbekommt, wird es sicher nächstes Jahr für den Aufstieg reichen“, prophezeite er. Gerade bei den Innenverteidiger, seiner Position, hätte das Team viel Talent und Potential. Dass die Fans die Mannschaft wie bei einem Aufstieg gefeiert hatten, konnte der Routinier einordnen. „sie haben das letzte halbe Jahr honoriert. 2022 haben wir einen super Schnitt gespielt.“

Marcel Bär trug die ganze Zeit seine Torjäger-kanone spazieren. „Das Ding ist richtig schwer, aber sie war auch schwer zu gewinnen“, wollte sich der 29-Jährige partout nicht von der Trophäe trennen. „Natürlich hätte ich es gerne für den Aufstieg eingetauscht.“ Trotzdem sei ihm diese Auszeichnung wichtig, schließlich musste er sich immer wieder gegen „harte Innenverteidiger“ durchsetzen. Dabei hatte Trainer Michael Köllner im Winter den Propheten gegeben, als er ihm 20 Tore voraussagte. „Das ist crazy, auch wenn er nicht recht hatte, es sind 21“, sagte er mit einem Grinsen. Dass es nicht zu 22 Toren wie im Jahr zu vor bei Sascha Mölders gereicht habe, sei ihm nicht wichtig. „Sascha ist hier eine Legende.“ Gleichzeitig hat er den Scorerrekord von Stefan Lex mit fünf Punkten in einem Spiel eingestellt. „Mit ihm zusammen habe ich im Winter vorne die Verantwortung übernommen. Bei uns ist eine Harmonie entstanden. Auch privat verstehen wir uns gut.“ Für Bär war der Nachmittag perfekt, denn seine Frau Ricarda war mit dem sechs Wochen alten Töchterchen Hanna-Valentina im Stadion. „Das war eine Riesenüberraschung. Ich wusste nichts davon.“ Er wird nicht mit seinen Teamkollegen nach Mallorca fliegen. „Ich freue mich jetzt einfach auf die Zeit mit meiner Frau und Tochter!“

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