SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen besiegen Waldkirchen mit 8:0 – Skenderovic trifft vier Mal.

Kam zur 2. Halbzeit und erzielte vier Treffer in Folge: Löwen-Neuzugang Meris Skenderovic. 

Standesgemäß besiegten die Löwen in ihrem ersten Testspiel den Landesliga-Aufsteiger TSV Waldkirchen mit 8:0. Zur Pause stand es nach Treffern von Yannick Deichmann, Semi Belkahia und Erik Tallig bereits 3:0. Nach dem Seitenwechsel erzielte Meris Skenderovic vier Treffer in Folge. Den Schlusspunkt setzte Martin Kobylanski per Hacke. Insgesamt kamen 23 Spieler zum Einsatz.

Personal: Verzichten musste Löwen-Trainer Michael Köllner auf die grippekranken Marcel Bär und Chris Lannert. Joseph Boyamba muss vor seinem ersten Einsatz noch den medizinischen Test absolvieren. Dazu fehlten die Rekonvaleszenten Daniel Wein, Marius Willsch und Lorenz Knöferl.

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Spielbericht: Keine zwei Minuten waren gespielt, da lag der Ball zum ersten Mal im Tor des Neu-Landesligisten. Nach einem Pass von Phillipp Steinhart aus der eigenen Hälfte lief Yannick Deichmann über halblinks seinem Gegenspieler davon, zog Richtung Tor und ließ im Eins-gegen-Eins Simon Boxleitner im Waldkirchener Tor keine Chance (2.). Drei Minuten später prallte die Kugel im Anschluss an eine Ecke an den rechten Innenpfosten, wurde anschließend von der Hintermannschaft der Gastgeber geklärt (5.). Eine Ecke von Erik Tallig köpfte Niki Lang über den Querbalken (7.). Fynn Lakenmacher scheiterte in der 9. Minute aus spitzem Winkel. Danach war der Landesligist besser im Spiel, hatte aber immer wieder bei Standards der Löwen so seine Probleme. Zur Mitte der 1. Halbzeit gab es die erste Trinkpause, was bei Temperaturen weit über 30 Grad Sinn machte. Bei einem 24-Meter-Freistoß von Manuel Karl aus halbrechter Position musste Marco Hiller nicht eingreifen. Der Schuss ging knapp am langen Eck vorbei (25.). Ansonsten blieb der 1860-Keeper weitgehend beschäftigungslos. Ein 24-Meter-Freistoß von Steinhart faustete Boxleitner ins Tor-Aus (29.). Kurz danach lag die Kugel erneut im Tor der Gastgeber. Tallig hatte von links geflankt, Semi Belkahia kam am ersten Pfosten frei zum Kopfball, versenkte die Kugel zum 2:0 (29.). In der 34. Minute passte Stefan Lex auf Steinhart, der ihn hinterlaufen hatte. Seine Flanke nahm Milos Cocic im Zentrum direkt, brachte den Ball aber nichts aufs Tor von Waldkirchen. Nach einer Ecke von links durch Lex verpassten gleich drei Löwen-Spieler am ersten Pfosten die Hereingabe, ehe Keeper Boxleitner die Kugel unter sich begrub (36.). In der 37. Minute war es Michael Glück, der nach einer Lex-Ecke und Kopfballverlängerung am langen Eck den Ball knapp verpasste. Vier Minuten später waren sich Lakenmacher und Tallig uneins, wer den Ball am Strafraum annimmt. Tallig nahm den Abschluss, aber sein 17-Meter-Schuss war nicht platziert genug, so dass Boxleitner parieren konnte (41.). In der 44. Minute passte Deichmann von rechts in die Gasse auf Tallig, der lief frei auf Boxleitner zu, traf aus kurzer Distanz zum 3:0 ins lange Eck. Kurz danach war Pause in einem unterhaltsamen Spiel.

Löwen-Coach Michael Köllner brachte zur 2. Halbzeit ein komplett neues Team aufs Spielfeld. In der 49. Minute fiel das 4:0. Fabian Greilinger hatte halbrechts Martin Kobylanski steil geschickt, der legte quer in die Mitte, wo der eingelaufene Meris Skenderovic aus kurzer Distanz traf. Kobylanski leitete auch das 5:0 ein. Er legte die Kugel aus dem Zentrum nach links raus auf Devin Sür, der passte mit viel Übersicht in die Mitte auf Skenderovic, der mit seinem zweiten Ballkontakt seinen zweiten Treffer erzielte (52.). Eine Flanke von rechts durch Alexander Freitag nahm Kobylanski am zweiten Pfosten direkt, verfehlte aber knapp das lange Eck (55.). Einen Schritt zu spät kam Skenderovic nach Freitag-Hereingabe (56.). Beinahe hätte Lukas Schätzl den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielt. Er luchste Quirin Moll die Kugel ab, zielte dann aber aus 16 Metern um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (60.). In der 66. Minute machte Skenderovic dann seinen Hattrick perfekt. Über rechts lief er seinem Gegenspieler davon, traf dann an Benjamin Hannak vorbei zum 6:0 ins lange Eck. Ein perfekter Einstand des Stürmers! Nach einem Dribbling kam Kobylanski im Strafraum zum Abschluss, doch Hannak parierte seinen Schuss (73.). Tor Nummer vier ließ Skenderovic in der 76. Minute folgen. Albion Vrenezi hatte von halbrechts in die Mitte gepasst, der Stürmer stand einmal mehr goldrichtig, musste nur noch einschieben. Beim 8:0 glänzte Skenderovic als Vorbereiter. Seinen Querpass vollendete Kobylanski mit dem Rücken zum Tor per Hacke vom rechten Torraumeck (81.). Äußerst sehenswert dieser Treffer! Kurz vor Schluss verhinderte Johannes Schrank nach einem Zehn-Meter-Schuss von Moll das 9:0 (90.). So blieb es bei acht Löwen-Treffern in einem kurzweiligen Spiel, bei dem die 2.100 Zuschauern auf ihre Kosten gekommen waren.

Löwen-Trainer Michael Köllner war zufrieden. „Ich glaube, die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel gesehen. Es war für alle Seiten ein gelungener Nachmittag. Wir haben uns 90 Minuten gut bewegt, obwohl wir gestern schon zu Hause hart trainiert hatten und hier heute Morgen auch nochmals. Kompliment an die Mannschaft, dass sie sich bei dieser Hitze so durchgebissen hat und immer wieder aufs nächste Tor aus war.“ Für den 52-Jährigen war es keine Überraschung, dass Meris Skenderovic bei seiner Premiere gleich vier Tore erzielen konnte. „Ich kenne ihn schon länger. Es freut mich für ihn.“ Köllner bedauerte, dass in der 1. Halbzeit Fynn Lakenmacher als Sturmspitze ohne Tor blieb, obwohl er einige mal gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auftauchte. „In der 2. Halbzeit waren wir effektiver“, so sein Resümee.

Köllner hatte bereits eine „gute Struktur“ bei seinem Team trotz der kurzen Zeit erkannt. „Wir hatten schon in der letzten Saison eine gute Mannschaft. Jetzt haben wir noch richtig gute Jungs dazu geholt. Das macht ein Riesenspaß!“ Den hätten auch die Zuschauer am Auftritt der Löwen gehabt. „Das Tor von Martin Kobylanski war das Sahnehäubchen“, war auch der Chefcoach von dem Kabinettstückchen des Neuzugangs begeistert. „Solche Tore sieht man ganz, ganz selten!“

STENOGRAMM, Testspiel, 19.06.2022, 16 Uhr

TSV Waldkirchen – TSV 1860 München 0:8 (0:3)

TSV: 1 Boxleitner (Tor) – 2 Resch, 5 Neuwirth, 32 Karl, 13 Stegbauer – 29 Autengruber, 8 Strohmaier, 22 Giller – 15 Krieg, 9 Strahberger, 21 Schätzl.
Ersatz: 20 Hannak, 34 Schrank (beide Tor) – 10 Hilgart, 11 Pauli, 16 Weber, 17 Pfeil, 19 Eberle, 23 Gruendinger, 27 Summer, 31 Heß.

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 3 Lang, 27 Belkahia, 35 Glück, 36 Steinhart – 6 Rieder – 8 Tallig, 20 Deichmann, 30 Cocic, 7 Lex – 19 Lakenmacher.
1860, 2. Halbzeit: 40 Kretzschmar (Tor) – 24 Wicht, 39 Morgalla, 4 Verlaat, 11 Greilinger – 5 Moll – 9 Vrenezi, 10 Kobylanski, 13 Freitag, 23 Sür – 14 Skenderovic.
Nicht eingesetzt: 12 Schmid.

Wechsel: Heß für Resch (46.), Pauli für Stegbauer (46.), Gruendinger für Giller (46.), Hannak für Boxleitner (60.), Weber für Strohmaier (60.), Summer für Schätzl (60.), Eberle für Autengruber (60.), Hilgart für Krieg (80.), Schrank für Hannak (87.) – Wörl für Sür (78.).

Tore: 0:1 Deichmann (2.), 0:2 Belkahia (29.), 0:3 Tallig (44.), 0:4 Skenderovic (49.), 0:5 Skenderovic (52.), 0:6 Skenderovic (66.), 0:7 Skenderovic (76.), 0:8 Kobylanski (81.).

Gelbe Karte: –.
Zuschauer: 2.100 im Knaus-Tabbert-Stadion Waldkirchen.
Schiedsrichter: Felix Grund (Haidlfing); Assistenten: Michael Freund (Perlesreut), Thomas Huber (Dornwang).

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