SECHZIGMÜNCHEN.
 

2.800 Zuschauer beim Benefizspiel am Königssee: Löwen besiegen Schönau 8:0.

ERzielte beim 8:0-Sieg in Schönau zwei Treffer: Martin Kobylanski. 

Die Löwen waren zum Benefizspiel für die Hochwasser-Betroffenen aus dem vergangenen Jahr zur SG Schönau an den Königssee gereist und 2.800 Zuschauer wollten die Partie für den guten Zweck im Alpenstadion sehen. Der 8:0-Erfolg für den Drittligisten war da nur Nebensache. Gewinner waren am Ende alle.

Personal: Verzichten musste Löwen-Trainer Michael Köllner im Benefizspiel am Königssee auf auf Marcel Bär, Chris Lannert, Stefan Lex und Jesper Verlaat. Lex und auch Marco Hiller, der nicht zum Einsatz kam, waren trotzdem an den Königssee angereicht. Dazu fehlten die Rekonvaleszenten Daniel Wein, Marius Willsch und Lorenz Knöferl sowie Kevin Goden.

Das Spiel bei Löwen-TV zum Nachschauen >>

Spielbericht: Vor tollem Alpenpanorama traten die Löwen zum Benefizspiel gegen die SG Schönau an und machten von Beginn an Druck. Eine Hereingabe von Martin Kobylanski verpasste Meris Skenderovic am ersten Pfosten knapp (5.). Einen Freistoß aus 30 Metern zog Kobylanski in der 6. Minute frech aufs kurze Eck, aber Torhüter Christian Thurner war zur Stelle, lenkte die Kugel um den Pfosten. Zwei Minuten später war es passiert. Fabian Greilinger hatte mit viel Gefühl an den zweiten Pfosten auf Kobylanski geflankt, der vollkommen freistehend zum 1:0 einköpfte (8.). In der 17. Minute das 2:0. Marius Wörl hatte geflankt, der Abschluss von Skenderovic wurde geblockt, der Abpraller kam zu Devin Sür, der die Kugel ins Netz setzte. Ein Kopfball von Skenderovic nach Wicht-Flanke prallte an den rechten Pfosten (21.) Kurz nach der Trinkpause kam Wörl frei vor Thurner zum Abschluss, setzte die Kugel aber links am Pfosten vorbei (29.). In der 33. Minute hatten die Gastgeber unter großem Jubel der Zuschauer sogar einen Eckball. Zwei Minuten später kam Rade Kocic sogar zum Abschluss, zielte aber knapp am langen Eck von Tom Kretzschmar vorbei. Kurz vor der Pause erhöhte Skenderovic auf 3:0. Eine Rechtsflanke von Wörl stoppte er herunter, schloss dann in zentraler Position aus 13 Metern ab und ließ Thurner keine Chance (44.). Mit diesem Ergebnis ging’s in die Pause.

Zunächst begann die gleiche Löwen-Mannschaft, nur Julius Schmid kam für Kretzschmar ins 1860-Tor. Ein Kopfball von Michael Glück wurde in der 50. Minute von Daniel Widl gerade noch geblockt. Kurz danach kam Torhüter Franz Lenz gegen Skenderovic im Strafraum zu spät, Schiedsrichter Patrick Schönherr zeigte sofort auf den Punkt. Kobylanski lief an, verlud den Keeper und schob rechts unten zum 4:0 ein (56.). Kurz danach parierte Lenz einen Schuss von Sür (57.). In der 60. Minute wechselte Löwen-Trainer Michael Köllner die Felkdspieler komplett durch. In der 69. Minute dribbelte Joseph Boyamba durch den Strafraum, legte die Kugel zurück auf Milos Cocic, der freistehend aus zehn Metern zum 5:0 einschob. Nach einem Diagonalpass von Phillipp Steinhart nahm Yannick Deichmann den Ball halbrechts im Rücken des Abwehrspielers an, traf anschließend aus spitzem Winkel zum 6:0 ins lange Eck (72.). Im Anschluss an eine Ecke von Erik Tallig landete der Kopfballaufsetzer von Semi Belkahia über dem Schönauer Tor (87.). Kurz danach passte Steinhart von links scharf in die Mitte, wo der eingelaufene Fynn Lakenmacher nur noch den Fuß zum 7:0 hinhalten musste (88.). Wenig später rettete Lenz gegen Tallig, der legte zurück auf Boyamba, der volley die Kugel zum Endstand einnetzte. Die Amateure wehrten sich vehement, ließen keine Tore mehr zu. Das 8:0 aus Löwen-Sicht passte zu einem gelungenen Fußball-Nachmittag, bei dem der Sport nur Nebensache war.

„Wir haben den Sinn des Spiels erfüllt“, kommentierte Löwen-Cheftrainer Michael Köllner die 90 Minuten am Königssee. „Ich denke, wir konnten die Leute, die schwer von der Flutkatastrophe getroffen sind, etwas ablenken. Wir haben ihnen einen schönen Tag beschert, Hoffnung gegeben und es werden sicher auch ein paar Euro übrig bleiben.“

Seine Mannschaft habe eine „gute Bewegung in einem tollen Ambiente“ gehabt. „Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat.“ Für den 52-Jährigen war es ein besonderer Tag, weil er mit Hilde Gerg zusammen traf, die privat mit ihrer Familie das Spiel besuchte. „Sie ist ein absoluter Weltstar für meine Generation, auch von ihrer Art ist sie sehr angenehm. Sie wollte ein Foto mit mir machen. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich ein Foto mit ihr machen will!“

Es sei ein schwieriges Spiel für seine Mannschaft gewesen. „Die Beine waren schwer. Wir haben am Morgen nochmals trainiert. Die Spieler sind froh, wenn es morgen nur eine lockere Regenerationseinheit mit Fußballtennis gibt.“ Das bisherige Programm sei sehr anstrengend gewesen.

Besonders stolz ist Köllner, dass es in der vier Testspielen bisher keinen Gegentreffer gab. „Das ist mir wichtig. In der Disziplin haben wir letztes Jahr nicht geglänzt. Wir wollten den Laden hinten stabil halten. Das ist uns bisher gelungen.“ Ohnehin ist er mit dem bisher Gezeigten zufrieden. „Was die Mannschaft auf dem Platz anbietet, schaut momentan richtig gut aus!“ Zudem gab er bei Jesper Verlaat, der sich tags zuvor gegen den KSC verletzt hatte, Entwarnung. „Es ist ein kleine Wadenprellung. Ich gehe davon aus, dass er Mitte der Woche wieder ins Training einsteigt.“

STENOGRAMM, Testspiel, 26.06.2022, 16 Uhr

SG Schönau – TSV 1860 München 0:8 (0:3)

SGS: 1 Thurner (Tor) – 3 Laue, 2 Popp, 5 Widl, 4 Klaus, – 6 Weinbuch – 7 Hirtl-Stanggaßinger, 8 Lochner, 10 Maier, 11 Wessels – 9 Kocic.
Ersatz: 23 Lenz (Tor) – 12 Handke 13 Moric, 14 J. Stromitzky, 15 R. Stromitzky, 16 Graßl, 17 Pletzer, 18 Herdecke, 19 Angerer, 20 Roth, 21 Pfnuer, 22 Meyer, 23 Lenz.

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 24 Wicht, 35 Glück, 11 Greilinger, 39 Morgalla – 5 Moll - 38 Wörl, 10 Kobylanski, 34 Freitag, 23 Sür – 9 Skenderovic.
Ersatz: 12 Schmid (Tor) – 3 Lang, 6 Rieder, 8 Tallig, 9 Vrenezi, 19 Lakenmacher, 20 Deichmann, 27 Belkahia, 30 Cocic, 33 Boyamba, 36 Steinhart.

Wechsel: Lenz für Thurner (46.), R. Stromitzky für Lochner (46.), Herdecke für Weinbuch (46.), Angerer für Hirtl-Stanggaßinger (46.), Moric für Widl (60.), J. Stromitzky, für Laue (60.), Graßl für Klaus (60.), Pletzer für Maier, Meyer für Popp (60.), Pfuner für R. Stromitzky (80.) – Schmid für Kretzschmar (46.), Belkahia für Glück (60.), Lang für Morgalla (60.), Steinhart für Greilinger (60.), Rieder für Moll (60.), Vrenezi für Wicht (60.), Deichmann für Kobylanski (60.), Boyamba für Freitag (60.), Tallig für Sür (60.), Lakenmacher für Skenderovic (60.), Cocic für Wörl (60.).

Tore: 0:1 Kobylanski (8.), 0:2 Sür (17.), 0:3 Skenderovic (44.), 0:4 Kobylanski (56., Foulelfmeter), 0:5 Cocic (69.), 0:6 Deichmann (72.), 0:7 Lakenmacher (88.), 0:8 Boyamba (90.).

Gelbe Karte: Weinbuch –.
Zuschauer: 2.800 im Alpenstadion Schönau am Königssee.
Schiedsrichter: Patrick Schönherr (Piding); Assistenten: Dominik Petzke (Surheim), Verena Weber (Laufen).

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