SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner lobt die Hartnäckigkeit: „Das Tor war eine Willensleistung!“

Konnte den zweiten Sieg im zweiten Spiel seiner Mannschaft bejubeln: Löwen-Trainer Michael Köllner. 

Sowohl Oldenburgs Coach Dario Fossi als auch Löwen-Trainer Michael Köllner waren zufrieden, obwohl nur einer von beiden Punkte hatte. Während Fossi das Ergebnis ausblendete, sah Köllner im permanenten Anlaufen und der guten Balance den Schlüssel zum Erfolg.

Trainer Michael Köllner hatte eindringlich vor dem Aufsteiger gewarnt und wurde in seiner Einschätzung bestätigt. „Es war ein sehr schwer zu bespielender Gegner, der uns das Leben sehr schwer gemacht hat. Das haben wir über die kompletten 90 Minuten gesehen, dass Oldenburg taktisch sehr gut entwickelt ist, eine gute Mannschaft hat und der eine oder andere Spieler einem sehr weh tun kann.“

Umso zufriedener zeigte sich der 52-Jährige, dass bei seinem Team am Ende die Null stand, nachdem es in den ersten beiden Pflichtspielen jeweils drei Gegentore gegeben hatte. Auf der anderen Seite lobte der Löwen-Trainer die Hartnäckigkeit seiner Mannschaft, ein Tor zu machen. „Dass das Tor dann ein Stück weit eine Willensleistung war, spricht für das Spiel“, so Köllner. „Es war immer wieder ein Anlaufen, immer wieder haben wir versucht, eine Lücke zu finden im gegnerischen Verbund. Oldenburg hat extrem leidenschaftlich verteidigt und versucht, uns hoch anzulaufen.“

Am Ende sei es eine Kunst gewesen, die Balance zwischen dem Erhöhen der Offensivpower und der Konterabsicherung zu finden. „Das ist uns über große Teile des Spiels gelungen“, fand der Oberpfälzer, „dennoch haben wir die eine oder andere Konterchance hinnehmen müssen. Auch Oldenburg hatte die Möglichkeit, ein Tor zu machen“, räumte Köllner ein. „Aber so wie wir aufgetreten sind, war es am Ende ein verdienter Sieg.“ Vor allem, weil sein Team nach der Führung dem Gegner keine Chancen mehr gestattete. „Wir haben nichts mehr zugelassen. Das hat uns heute ausgezeichnet, haben sehr kompakt gespielt. Das ist am Ende der Unterschied zur letzten Saison. Da haben wir immer wieder mal Möglichkeiten zugelassen“, lobte er die souveräne Defensivleistung in der Schlussphase.

Köllner freut sich über den optimalen Start. „Wir konnten unseren Fans die ersten drei Heimpunkte schenken. Zu Hause zu Null zu spielen, ist richtig gut. Jetzt geht es darum, am Dienstag gegen Meppen die drei Punkte in München zu behalten.“ Es wäre eine tolle Aussicht, nach drei Spielen mit der Optimalausbeute von neuen Punkten sich oben festsetzen zu können. „Aber wer heute das Ergebnis von Meppen gegen Zwickau gesehen hat, weiß auch, wie schwer die Aufgabe wird.“ Mit 3:0 gewannen die Emsländer ihr Heimspiel gegen die Sachsen.

SPIELBERICHT Löwen feiern Heimsieg gegen Oldenburg – Verlaat erzielt „Tor des Tages“.

Natürlich wurde Köllner auch zur Personalie Fynn Lakenmacher befragt, die überraschend erst mal auf der Bank Platz genommen hatte. Er habe schon die Woche über betont, dass der Ausfall von Marcel Bär auf mehrere Schultern verteilt werden müsse. „Meris Skenderovic hat eine gute Trainingswoche hingelegt, hat mit den fünf Toren im Landespokal ein Zeichen gesetzt“, wollte der Löwen-Trainer die Umstellung nicht als eine Entscheidung gegen Lakenmacher, sondern eher für Skenderovic sehen. „Schade, dass sich Meris nicht mit einem Tor belohnt hat. Mit Fynn konnten wir dann nochmals nachlegen. Er hat bisher viel gespielt. Wir tuen deshalb gut daran, ihn nicht zu verheizen. Mit seiner Wucht ist er ein außergewöhnlicher Spieler.“

Oldenburgs Trainer Dario Fossi wollte das Spiel differenziert bewerten. „Das eine ist, dass wir mit dem Ergebnis unzufrieden sind und dass wir mit einer Niederlage nach Hause fahren müssen.“ Auf der anderen Seite aber müsse er sich für die Leistung seines Teams bedanken. „Wir waren heute mit Abstand nicht die schlechtere Mannschaft. In meinen Augen hatten wir die klareren Chancen in der 1. Und 2. Halbzeit.“ Am Ende sei ihnen aber „die Körner ausgegangen. Aber wie die Jungs hier performt haben, das ist nicht selbstverständlich. Deshalb kann ich als Trainer sehr zufrieden sein.“ Man hätte nicht alles wegverteidigen können, aber das sei zuvor schon klar gewesen. „Meine Mannschaft muss versuchen, das Ergebnis wegzudrücken und diese Leistung mit ins Spiel am Dienstag zu nehmen und zu punkten. Dann bin ich frohen Mutes, dass es klappt!“

Wieso die Löwen Tim Rieder immer wieder zurückholen wollten, unterstrich der defensive Mittelfeldspieler einmal mehr. Als Abfangjäger vor der Abwehr ist er ebenso wichtig wie im Spielaufbau. „Das war sehr hart“, brachte Rieder die Partie auf den Punkt. „Oldenburg hat das super gemacht. Wir mussten geduldig bleiben, durften nicht in Hektik verfallen.“ Umso mehr freute sich der gebürtige Dachauer, dass dies durch den Treffer von Jesper Verlaat gelang. „Wir haben wieder einen Dreier, das ist ein perfekter Start für uns.“ Rieder sah in der 1. Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel. Nach der Pause sah er die Löwen im Vorteil. „Wir haben mehr Druck gemacht, waren spritziger. Dazu haben uns die Fans nach vorne gepeitscht. Das sind manchmal die fünf Prozent, die letztlich den Sieg ausmachen.“ Er fühle sich „puddelwohl“ bei den Löwen. „Ich denke, das merkt man auf dem Platz. Sechzig ist eben meine Heimat!“

Sein Debüt in einem Pflichtspiel gab Joseph Boyamba, der in der 68. Minute für Martin Kobylanski eingewechselt wurde. Der Neuzugang zeigte sich zufrieden. „Wir haben gegen eine eklige Mannschaft zu Hause drei Punkte geholt, wollten zu Null spielen und das Spiel ziehen. Das ist uns geglückt. Wir haben unsere Arbeit getan.“ Ob er sich einen Startelf-Einsatz gegen Meppen am Dienstag zutraue, wurde der Stürmer gefragt. „Ich fühle mich gut, war aber einige Zeit raus.“ Letztlich müsse das der Trainer entscheiden. Für den Torschützen Jesper Verlaat, mit dem er zuvor bereits in Mannheim zusammengespielt hatte, freute er sich besonders, „dass er gleich im ersten Heimspiel als Abwehrchef auch offensiv eine Marke setzen konnte“.

Jesper Verlaat fand es „sehr geil! Als Verteidiger ist es deine Aufgabe, die Null zu halten. Wenn du dann vorne noch das entscheidende Tor machst, dann ist das perfekt.“ Oldenburg hätte die Löwen vor eine schwere Aufgabe gestellt. „man muss in solchen Spielen ruhig bleiben, darf kein Harakiri spielen, wenn die erste Chance nicht gleich drin ist.“ Außerdem lobte der Abwehchef Schlussmann Marco Hiller, der in der 67. Minute das 1:0 der Gäste durch Jakob Bookjans verhinderte. Bei seinem Treffer spekulierte der Niederländer darauf, dass die Flanke verlängert wird. „Das hat Yannick Deichmann gut gemacht. Ich habe dann versucht, mich vor den Verteidiger zu drücken.“ Was auch gelang. Die Oldenburger reklamierten Handspiel, der Schiedsrichter fragte sogar bei Verlaat nach. „Es war die Brust“, stellte der 26-Jährige klar. „Nach der Führung haben wir gut verteidigt. Wir haben jetzt sechs Punkte – das fühlt sich gut an.“

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