SECHZIGMÜNCHEN.
 

Aus für die Löwen im Toto-Pokal nach 0:1-Niederlage in Illertissen.

Yannick Deichmann und die Löwen fanden kaum eine Lücke in der Defensive der Schwaben (Foto: Max Braun). 

Für die Löwen ist der Toto-Pokal 2022/2023 Geschichte. Im Viertelfinale unterlagen sie Regionalligist FV Illertissen mit 0:1. Das „Tor des Tages“ erzielte Maurice Strobel in der 15. Minute. Jetzt muss das Team von Trainer Michael Köllner die DFB-Pokal-Teilnahme über die Liga sichern.

Personal: Löwen-Trainer Michael Köllner musste in Illertissen verletzungsbedingt auf Jesper Verlaat (muskuläre Probleme), Quirin Moll (Adduktorenprobleme, Fabian Greilinger (krank), Marcel Bär (Reha-Training), Milos Cocic (muskuläre Probleme), Phillipp Steinhart (Aufbautraining) und Torhüter Tom Kretzschmar (krank) verzichten. Nathan Wicht weilte bei der U19-Nationalmannschaft der Schweiz, Leandro Morgalla kehrte bereits verletzt vom DFB-Team zurück. Eine Pause erhielten Albion Vrenezi, Daniel Wein und Marius Wörl. Gesperrt fehlte Lorenz Knöferl.

Spielverlauf: Munteres Scheibenschießen im Strafraum der Schwaben nach einem Eckball von links durch Alex Freitag, doch immer wieder war ein Bein der Gastgeber dazwischen (2.). In der 7. Minute hatte auch der Regionalligist seine erste gefährliche Aktion Yannick Glessing war auf der rechten Seite Freitag enteilt, zog am Strafraum nach innen, legte sich den Ball aber etwas zu weit vor, so dass er nicht zum Abschluss kam. Nach knapp einer Viertelstunde die Führung für die Gastgeber. Kento Teranuma hatte sich an der linken Grundlinie gegen Michael Glück durchgesetzt, passte in den Rückraum, wo der völlig freistehende Maurice Strobl aus 14 Metern die Hereingabe direkt nahm und zum 1:0 im rechten unteren Eck versenkte (15.). Nach einer Freitag-Flanke von links stieg Meris Skenderovic am höchsten, sein Kopfball parierte jedoch Torwart Malwin Zok mit einer Glanzparade (20.). Im Gegenzug ging ein abgefälschter Schuss nur um Zentimeter am Tor von Marco Hiller vorbei (21.). Die Löwen wurden in dieser Phase nur nach Standards gefährlich. Einen Eckball von Martin Kobylanski verlängerte Skenderovic, Glück am zweiten Pfosten kam zum Kopfball, brachte die Kugel aber zu zentral auf Keeper Zok, der klären konnte (26.). Ähnlich wie bei der Führung legte Teranuma in der 31. Minute den Ball zurück auf Strobel, der diesmal aber weiter weg vom Tor und nicht so frei stand. Der Mittelfeldspieler schoss rechts am Löwen-Tor vorbei. Skenderovic narrte wenig später Darius Held im Strafraum, lupfte dann aber den Ball aus spitzem Winkel aufs Tor statt Yannick Deichmann am langen Pfosten zu bedienen. Wieder hatte Zok keine Mühe, den Ball abzuwehren (37.). Nach einem Eckball wurde zunächst der Schuss von Glück geblockt, Niki Lang kam an den Abpraller, setzte ihn aber aus neun Metern am langen Eck vorbei (42.). Kurz vor der Pause bewahrte Hiller die Löwen vor dem 0:2-Rückstand. Glessing enteilte den Innenverteidigern, kam an der Strafraumkante zum Schuss, aber der Löwen-Keeper lenkte die Kugel mit einem Reflex um den rechten Pfosten (45.+1). So blieb es beim Ein-Tore-Rückstand zur Pause.

Die Löwen kamen zunächst unverändert aus der Kabine, aber nach wie vor taten sie sich schwer gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Schwaben. In der 60. Minute reagierte 1860-Coach Michael Köllner mit einem Vierfachwechsel. Ein 14-Meter-Schuss von Fynn Lakenmacher wehrte Zok zur Ecke ab (64.). die Löwen erhöhten nun die Schlagzahl. Nach einer Ecke von rechts durch Stefan Lex köpfte Semi Belkahia den Ball knapp über die Querlatte (65.). Nico Fundel köpfte auf der anderen Seiter am zweiten Pfosten eine Hereingabe von Glessing aufs Tor, aber Hiller hatte mit dem Abschluss keine Mühe (68.). Ansonsten fand Illertissen offensiv nicht mehr statt, der läuferische Aufwand forderte seinen Tribut. Die Sechzger kreierten einige brenzlige Situationen, kamen aber nicht entscheidend zum Abschluss. Immer wieder war ein Bein dazwischen. So tickte die Uhr herunter, ohne dass ein Treffer fiel. Stefan Lex hatte noch eine Schusschance, sein Abschluss von der Strafraumkante kam aber zu zentral (89.). In der 90. Minute kam Skenderovic halblinks zum Schuss, zielte aber am langen Eck vorbei. Damit ist der Toto-Pokal 2022/2023 für die Löwen Geschichte.

Natürlich war Löwen-Trainer Michael Köllner nicht zufrieden. „Wir haben es leider nicht geschafft, ein Tor zu erzielen und in den ersten 20 Minuten haben wir nicht gut verteidigt“, analysierte der 52-Jährige. Seiner Mannschaft wollte er aber nicht den Willen absprechen. „In der 2. Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor, der Torwart hat gut gehalten und die Mannschaft von Illertissen leidenschaftlich verteidigt. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und uns jetzt auf die Liga und die Partie am Samstag in Dortmund konzentrieren.“ Köllner haderte vor allem mit der Abschlussqualität im zweiten Durchgang. „Da müssen wir das eine oder andere Tor machen. Wir haben unsere Qualität nicht auf den Platz gebracht, während Illertissen über sich hinausgewachsen ist“, so sein Fazit.

FVI-Interimstrainer Sven Ackermann lobte seinen Vorgänger Marco Konrad und sprach ihm seinen Dank aus. „Wir wollten tief und gut organisiert stehen. Die Mannschaft hat sich mit viel Herzblut hineingeworfen und hatte in der 1. Halbzeit zwei, drei gute Umschaltsituationen.“ Natürlich sei ihm klar gewesen, dass nach der Pause die Sechzger aufdrehen würden. „In der 2. Halbzeit haben wir mit Mann und Maus verteidigt, die Jungs haben eine große Moral bewiesen.“

STENOGRAMM, Toto-Pokal, Viertelfinale, 27.09.2022, 18.30 Uhr

FV Illertissen – TSV 1860 München 1:0 (1:0)

FVI: 1 Zoc (Tor) –18 Gölz, 17 Held, 5 Herzig, 8 Kopf, 16 Mozler – 21 Glessing, 6 Maiolo, 12 Strobel, 19 Fundel – 10 Teranuma.
Ersatz: 28 Nujic (Tor) – 3 Della Schiava, 4 Boyer, 7 Bergmiller, 9 Luibrand, 14 Wanner, 15 Konrad, 20 Kilic, 23 Pöschl.

1860: 1. Hiller (Tor) – 3 Lang, 35 Glück, 27 Belkahia, 13 Freitag – 6 Rieder – 23 Sür, 20 Deichmann, 10 Kobylanki, 25 Willsch – 14 Skenderovic.
Ersatz: 12 Schmid (Tor) – 7 Lex, 8 Tallig, 19 Lakenmacher, 22 Lannert, 33 Boyamba.

Wechsel: Boyer für Mozler (70.), Pöschl für Teranuma (73.) Luibrand für Glessing (77.), Konrad für Strobel (90.+5) – Lex für Kobylanski (60.), Boyamba für Glück (60.), Lakenmacher für Sür (60.), Tallig für Freitag (60.), Lannert für Willsch (79.).

Tor: 1:0 Strobel (15.).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 1.600 im Vöhlinstadion.
Schiedsrichter: Stefan Treiber (Zell-Bruck); Assistenten: Andreas Hummel (Betzigau), Daniela Göttlinger (Adelsried).

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Toto-Pokal Viertelfinale

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