SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen unterliegen unglücklich Klagenfurt mit 1:2 im Finale des Wörthersee-Cups.

Verteidiger Leandro Morgalla verkürzte mit seinem zweiten Turniertreffer im Finale auf 1:2. 

Die Löwen unterlagen im Finale des Wörthersee-Cups dem Gastgeber Austria Klagenfurt mit 1:2. Das Ergebnis stand bereits nach der 1. Halbzeit fest. AndyIrving (5.) und Jonas Arweiler hatten für die Kärntner getroffen (23.), Leandro Morgalla gelang der Anschlusstreffer (37.). Die Sechzger versuchten im zweiten Durchgang alles, brachten aber den Ball nicht im gegnerischen Tor unter.

Personal: Löwen-Trainer Michael Köllner musste beim Wörthersee-Cup verletzungsbedingt auf Semi Belkahia (Knieverletzung), Milos Cocic (Aufbautraining nach Mittelfuß-OP) und Michael Glück (Nasen-OP) verzichten. Yannick Deichmann und Christopher Lannert fehlten aufgrund ihrer im Halbfinale zugezogenen Verletzungen. Stefan Lex und Marius Willsch hatten die Reise in die Hauptstadt des Bundeslands Kärnten erst gar nicht mitgemacht, wurden geschont, Nathan Wicht und Devin Sür spielten in der U19-Bundesliga-Mannschaft.

Das Spiel bei Löwen-TV zum Nachschauen >>

Spielbericht: Bereits in der 5. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Von rechts kam der Ball von Christopher Wernitznig zu Andy Irving an der Strafraumkante, der ließ Leandro Morgalla stehen und traf anschließend aus 13 Metern zum 1:0 ins linke Eck. Nach einer Ecke von links durch Phillipp Steinhart kam Niklas Lang am ersten Pfosten an den Ball, köpfte aber deutlich neben das Tor (9.). Tom Kretzschmar musste sich in der 20. Minute Wernitznig entgegen werfen, um einen Steilpass vor dem Österreicher abzufangen. Ansonsten machten die Klagenfurter einen wesentlich frischeren Eindruck als die Sechzger. Drei Minuten später erhöhte Jonas Ahrweiler auf 2:0. Simon Straudi hatte von rechts geflankt, der Stümer stand vollkommen frei am zweiten Pfosten, traf per Scherenschlag ins kurze Eck (23.). Erstmals eingreifen musste Austria-Keeper Phillip Menzel nach einer hohen Hereingabe von links durch Steinhart im Luftduell mit Fynn Lakenmacher im Fünfmeterraum (29.). Die Löwen wurden nun, lautstark angefeuert von Trainer Michael Köllner, zum Ende der 1. Halbzeit aktiver. Doch nach einem Pass in die Tiefe von Arweiler lief Solomon Bonnah über rechts auf und davon, kam im Strafraum zum Abschluss, setzte die Kugel aber am langen Eck vorbei (32.). Erneut war es Lang, der nach einem Eckball von rechts durch Daniel Wein zum Kopfball ansetzte, aber den Ball nicht drücken konnte (34.). Kurz danach dribbelte Joseph Boyamba über links in den Strafraum, ein Klagenfurter spitzelte ihm den Ball vom Fuß, der danach durch den Fünfmeterraum kullerte, jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei im Tor-Aus landete (35.). In der 37. Minute war es passiert. Florian Rieder hatte per Kopf den Ball nach einer Flanke von links genau vor die Füße von Morgalla geklärt, der wuchtete halbrechts aus acht Metern die Kugel ins kurze Kreuzeck zum 1:2. Langsam entwickelt sich der 18-jährige Verteidiger zum Torjäger, nachdem er schon tags zuvor das 3:3 gegen Hertha erzielt hatte! Ein Schuss von Steinhart vom linken Torraumeck konnte Menzel gerade noch mit einem tollen Reflex über die Querlatte lenken (39.). Das 2:2 wollte aber trotz aller Bemühungen vor der Pause nicht mehr gelingen.

Erneut wechselten die Löwen bis auf Morgalla und Lang komplett durch. Beinahe hätte Morgalla seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag folgen lassen. Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß kam er am Elfmeterpunkt zum Abschluss, setzte die Kugel aber übers Tor (50.). in der 56. Minute kam Irving gegen Jesper Verlaat von der rechten Grundlinie zum Flanken, Arweiler im Zentrum kam frei an den Ball, konnte die Hereingabe aber nicht sauber verarbeiten, so dass nur ein Roller aufs 1860-Tor zustande kam. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß, den Martin Kobylanski auf den gestarteten Marcel Bär gelupft hat, kam Menzel aus einem Kasten, klärte die Szene (64.). Der eingewechselte Michael Blauensteiner setzte sich in der 66. Minute auf der rechten Seite durch, seine Flanke kam genau auf den Kopf von Arweiler, der aber unbedrängt aus sechs Metern deutlich übers 1860-Tor köpfte. Eine Unsicherheit von Menzel, der eine Hereingabe nicht festhalten konnte, hätte beinahe Albion Vrenezi ausgenutzt, doch ein Verteidiger brachte noch den Fuß dazwischen (71.). In der 76. Minute tauchte Sinan Karweina frei vor Hiller auf, aber der Löwen-Keeper lenkte den Linksschuss aufs rechte untere Eck um den Pfosten. Nach einer Balleroberung von Marius Wörl und schnellem Umschaltspiel verdribbelte sich Vrenezi im Austria-Strafraum (79.). Die Löwen initiierten Angriff auf Angriff, aber oft fehlte die Präzision auf dem durch das vierte Spiel in zwei Tagen sehr aufgeweichten und unebenen Platz. Bär setzte einen Schuss aus der Drehung von der Strafraumkante knapp neben den rechten Pfosten (81.). Einen 24-Meter-Freistoß setzte Erik Tallig knapp übers linke Kreuzeck (85.). So tickte die Uhr gnadenlos nach unten. Ein 23-Meter-Freistoß von Kobylanski landete in der Mauer (88.). In der 3. Minute der Nachspielzeit hatte Verlaat nochmals den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Keeper Menzel. Kurz danach war Schluss. Damit bleibt der Wörthersee-Cup in Klagenfurt!

„Es war ein sehr intensives Spiel. Für ein Freundschaftsspiel ist es ganz schön zur Sache gegangen“, fand Löwen-Trainer Michael Köllner. Mit der ersten halben Stunde der 1. Halbzeit war der 52-Jährige nicht zufrieden, mit den 15 Minuten vor der Pause und dem zweiten Durchgang schon. „Schade, dass wir in der 2. Halbzeit uns nicht mit einem Tor belohnt haben. Dann hätten wir gute Chancen gehabt, dieses Turnier zu gewinnen“, so Köllner. Sein Fazit aus den beiden Spielen gegen Hertha BSC und Klagenfurt fiel trotzdem positiv aus. „Darauf lässt sich sicher aufbauen!“

STENOGRAMM, Finale Wörthersee-Cup, 20.11.2022, 16 Uhr

SK Austria Klagenfurt – TSV 1860 München 2:1 (2:1)

SKA: 13 Menzel (Tor) – 17 Straudi, 31 Mahrer, 37 Wimmer, 33 Schumacher – 4 Djoric – 2 Bonnah, 24 Wernitznig, 19 Irving, 23 Rieder – 39 Arweiler.
Ersatz: 29 Shaoziyang (Tor) – 5 Blauensteiner, 8 Gkezos, 9 Karweina, 11 Soto, 12 Francis, 25 Kujrakovic, 28 Metu, 34 Robatsch.

1860, 1. Halbzeit: 40 Kretzschmar (Tor) – 39 Morgalla, 3 Lang, 5 Moll, 36 Steinhart – 17 Wein – 33 Boyamba, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 18 Knöferl,– 19 Lakenmacher.
1860, 2. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 3 Lang, 39 Morgalla, 4 Verlaat, 11 Greilinger – 6 Rieder –9 Vrenezi, 10 Kobylanski, 38 Wörl, 8 Tallig – 15 Bär.

Wechsel: Blauensteiner für Wernitznig (46.), Karweina für Bonnah (46.), Gkezos für Rieder (65.), Soto für Djoric (65.), Robatsch für Blauensteiner (68.), Francis für Straudi (85.), Pejic für Irving (85.).

Tore: 1:0 Irving (5.), 2:0 Arweiler (23.), 1:2 Morgalla (37.)
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 1.500 in der 28 Black Arena Klagenfurt.
Schiedsrichter: Philip Gadler; Assistenten: Jürgen Hartenberger, Edin Avdic (SVE Kärnten).

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