SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner: „Es geht nicht um mich, sondern darum, dass Sechzig gegen Zwickau gewinnt!“

Bei allem Druck bleibt Löwen-Trainer Michael Köllner vor dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau gelassen. 

Die Löwen empfangen zum ersten Heimspiel 2023 den FSV Zwickau. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Samstag, 21. Januar um 14 Uhr. Das Spiel ist live bei Magenta Sport zu sehen und wird im Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ übertragen.

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„Mir sind die Mechanismen im Fußball bekannt“, ließ 1860-Chefcoach Michael Köllner in der Löwenrunde vor dem Zwickau-Spiel wissen. „Die letzten Spiele waren nicht gut und wir haben nicht so gepunktet, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Seit fünf Partien sind die Löwen ohne Sieg, trotzdem schaut der 53-Jährige optimistisch nach vorne. „Ich lebe im Hier und Jetzt. Das Training war diese Woche gut, wir wollen gegen Zwickau den zehnten Sieg in der Vorrunde einfahren.“

Lediglich vier Punkte trennen die Löwen von einem direkten Aufstiegsplatz. „Wir sind immer noch top im Rennen“, stellt Köllner fest. „Unter mir haben wir schon einige Serien gestartet. Wieso sollen wir gegen Zwickau nicht wieder eine beginnen?“, fragt er. „Wir werden an unseren Zielen festhalten. Wir haben eine gute Mannschaft und mit Raphael Holzhauser nochmals einen Klassespieler hinzubekommen.“

Die Mannschaft, so Köllner, sei Willens. „Das hat man auch in Mannheim am Anfang gesehen. Das 1:1 hat uns leider aus dem Konzept gebracht.“ Gleichzeitig hätte der Gegner „ein super Spiel gemacht. Sie sind zu Hause eine Macht.“ Trotzdem blieb dem Oberpfälzer nicht verborgen, dass seine Mannschaft nach der Pause in den Zweikämpfen oftmals nur zweiter Sieger war. „In der 2. Halbzeit haben wir keine gute Leistung gezeigt, es zu oft mit langen Bällen versucht.“ Das sei nicht das Spiel seines Teams. „Wir haben uns diese Woche wieder auf Fußball programmiert. Gegen Zwickau wollen wir wieder ein gutes Spiel bei eigenem Ballbesitz machen, wollen Fußball spielen, was uns zuletzt nicht gelungen ist.“

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Köllner fordert im Heimspiel gegen die Westsachsen mehr Aggressivität bei eigenem Ballbesitz. „Wir müssen dem Spiel wieder unseren Stempel aufdrücken und den starken Support unserer Fans nutzen.“ Teile der Anhänger hatten zuletzt auch Kritik am Coach geübt. Der stellt jedoch klar. „Es geht gegen Zwickau nicht um meine Person, sondern darum, dass Sechzig gewinnt. Mein Auftrag ist es, die Mannschaft entsprechend vorzubereiten. Noch ist alles möglich, wir haben nach wie vor Tuchfühlung nach oben.“

Personell ist der Löwen-Trainer in einer glücklichen Situation. „Keiner ist verletzt, alle waren zuletzt im Training. Das ist ein Glücksfall.“ Das gelte für Stefan Lex, Erik Tallig und Yannick Deichmann, die krank in Mannheim gefehlt hatten, ebenso wie für Marcel Bär. Der Torschützenkönig der Vorsaison musste zwei Tage mit starkem Durchfall pausieren, absolvierte aber am Donnerstag bereits wieder die volle Übungseinheit. „Wir müssen jetzt schauen, wie die Rückkehrer die Trainingsbelastung verkraftet haben“, wollte er sich noch nicht endgültig festlegen, wer am Samstag von Beginn an spielt.

Nicht nur die Löwen stehen am 19. und letzten Vorrundenspieltag unter Druck. Auch Zwickau ist mit einer Niederlage ins Punktspieljahr 2023 gestartet – und das auch noch zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei dominierten die Schwäne die Partie, hatten 6:1-Torschüsse und 12:0 Ecken bei 58 Prozent Ballbesitz. „Mit dem einzigen Torschuss hat Oldenburg getroffen, Zwickau ist dann dem Rückstand hinterhergelaufen“, so Köllner. Da alle anderen hinten gepunktet hätten, sei das Team von Trainerkollege Joe Enochs jetzt in einer „fatalen Situation. Zwickau wird alles reinwerfen“, rechnet der Löwen-Coach mit einem harten Fight. „Aber das ist 3. Liga! Es ist unheimlich schwer, Spiele zu gewinnen.“

Umso wichtiger sei es, zu Hause den Dreier einzufahren „und wieder Konstanz in unsere Spiele zu bringen. Du darfst nicht die Nerven verlieren. Wichtig ist, dass wir bei uns bleiben und mit der nötigen Gelassenheit an die Aufgabe rangehen. Wir haben einen tollen Charakter in der Mannschaft“, ist sich Köllner sicher, dass seine Löwen alles geben werden, um die Trendwende einzuleiten.

Positiv stimmt den Trainer auch, dass sich Neuzugang Holzhauser immer mehr „an die Art, wie wir Fußball spielen, gewöhnt. Er hat richtig Bock drauf, wird alles dafür tun, dass wir die drei Punkte gegen Zwickau holen.“ Nach drei Tagen Training sei es für den Österreicher in Mannheim schwer gewesen, „dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Er kommt aus einem ganz anderen Trainingsrhythmus, musste zudem den Umzug und die ganzen Formalitäten erledigen. Das kostet viel Energie“, räumt Köllner ein. „Rapha ist ein Spieler, der die Taktik schnell versteht. Wir brauchen seine Führungsqualität, seine Leaderfunktion, seine Erfahrung und seine Ruhe. Schon jetzt sieht man deutlich, dass er uns als Mannschaft weiterbringt.“

Köllner kündigt zudem an, vor dem wichtigen Heimspiel gegen den FSV „ein paar Kleinigkeiten“ ändern zu wollen. „Wir werden sicher keine wilden Dinge veranstalten, wollen aber nochmals die Sinne schärfen.“ Hektische Betriebsamkeit sei aber kein guter Ratgeber. „Wir werden mit einer gewissen Gelassenheit und Vertrauen in unsere Qualitäten ins Spiel gehen.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 39 Morgalla, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 6 Rieder – 7 Lex, 10 Kobylanski, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 15 Bär.
Ersatz: 12 Schmid, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 8 Tallig, 11 Greilinger, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 17 Wein, 19 Lakenmacher, 22 Lannert, 23 Sür, 24 Wicht, 27 Belkahia, 33 Boyamba, 35 Glück, 38 Wörl.
Nicht dabei: 5 Moll, 18 Knöferl, 25 Willsch (nicht berücksichtigt), 30 Cocic, (Fußprobleme).

FSV: 1 Brinkies (Tor) – 4 Ziegele, 10 Löhmannsröben, 19 Frick – 31 Göbel, 6 Jansen, 13 Könnecke, 16 Butzen – 18 Gomez – 28 Baumann, 11 Eichinger
Ersatz: 25 Engelhardt, 26 Sprang (beide Tor) – 7 Voigt, 8 Herrmann, 15 König, 17 Susac, 20 Agbaje, 21 Streller, 27 Möker, 29 von Schroetter.
Nicht dabei: 5 Brand (erkrankt), 22 Coskun (Meniskus-OP), 23 Krüger (Schambeinentzündung), 24 Assibey-Mensah (muskuläre Probleme), 36 Kusic (Kreuzbandriss).

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