SECHZIGMÜNCHEN.
 

Bittere 0:3-Niederlage der Löwen gegen den SC Verl.

Die Löwen, hier Stefan Lex (li.) und Marcel Bär (re.) taten sich schwer gegen die Abwehr des SC Verl. 

Die Löwen laufen weiterhin ihren eigenen Ansprüchen hinterher, verloren auch die Heimpartie gegen den SC Verl mit 0:3. Maximilian Wolfram (51.), Jesse Tugbenyo (78.) und Joscha Wosz (90.+1) erzielten die Treffer für die Ostwestfalen unter kräftiger Mithilfe der Sechzger.

Personal: Interimstrainer Günther Gorenzel musste verletzungsbedingt gegen erl auf Leandro Morgalla (Muskelverletzung) verzichten, krankheitsbedingt fehlten Marco Hiller und Fynn Lakenmacher, dazu Qurin Moll wegen seiner 5. Gelben Karte. Nicht im 20er Kader standen Alexander Freitag (U21) und Marius Willsch sowie Devin Sür, Nathan Wicht und Marius Wörl, die fast zeitglich in der U19 beim FSV Mainz 05 spielten. Gleich fünf personelle Änderungen gab es in der Startelf gegenüber dem Auswärtsspiel in Meppen: Tom Kretzschmar ersetzte den erkrankten Hiller im Tor, Christopher Lannert den verletzten Morgalla. Fabian Greilinger musste Phillipp Steinhart nach verbüßter Sperre weichen. Yannick Deichmann kam für kden gesperrten Moll ins Team und Daniel Wein ersetzte Tim Rieder.

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Spielverlauf: Die Löwen begannen vom Anpfiff weg druckvoll, attackierten Verl schon im eigenen Strafraum. Einen Freistoß halblinks aus 25 Metern jagte Albion Vrenezi in der 3. Minute links am Kasten vorbei. Nach einem Diagonalpass von Stefan Lex kam Raphael Holzhauser am rechten Strafraumeck mit links zum Abschluss, aber der Schuss kam zu zentral, um Niclas Thiede im Tor der Ostwestfalen ernsthaft vor Probleme zu stellen (6.). Zwei Minuten später faustete Thiede eine scharfe Flanke von Holzhauser aus der Gefahrenzone (8.). In der 12. Minute forderten die Löwen vehement Elfmeter, als Holzhauser gegen Tom Baack im Strafraum zu Fall kam, aber Schiedsrichter Patrick Kessel ließ weiterspielen. Erstmals musste Tom Kretzschmar nach einer Ecke von links durch Nicolas Sessa eingreifen. Stijn Meijer kam aus sechs Metern zum Kopfball, der Keeper wischte mit einem Reflex den Ball über die Latte (20.). Die anschließende Ecke von der rechten Seite führte ebenfalls Sessa aus. Mit links schlug er den Ball auf den kurzen Pfosten, Lex war mit dem Kopf dazwischen, prüfte seinen eigenen Torhüter (20.). Die dritte Ecke in Folge kam wieder durch Sessa von links. Erneut stieg Meijer am Fünfmeterraum hoch, fand aber seinen Meister in Kretzschmar (21.). Nach dem furiosen Auftakt passierte bis zur Pause vor den Toren wenig. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld. Lediglich nach einer Ecke von links durch Holzhauser köpfte Verlaat die Kugel über die Querlatte (43.). So ging es torlos in die Kabine.

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Bereits nach 70 Sekunden feuerte Vrenezi halblinks aus spitzem Winkel einen Schuss aufs SCV-Tor ab, traf aber nur das Außennetz (47.). Nach einer Hacken-Ablage von Holzhauser kam Phillipp Steinhart im Zentrum aus 18 Metern zum Schuss, zielte aber knapp rechts am Pfosten vorbei (50.). Wenig später war es Yannick Deichmann, der nach Lex-Zuspiel an der Strafraumkante zum Abschluss kam, aber seinem Schuss fehlte der Druck (50.). Im Gegenzug gelang Verl die Führung (51.). Nach einer scharfen Hereingabe von der rechten Seite durch Nikos Zografakis klärte Verlaat unglücklich den Ball direkt vor die Füße von Maximilian Wolfram, der aus fünf Metern Kretschmar zur Gästeführung überwand. In der 55. Minute blockte Lex im letzten Moment einen Schuss von Luca Stellwagen an der Strafraumkante zur Ecke. Erst eine Viertelstunde später kamen die Löwen ihrerseits zu einer Chance. Einen Abpraller nahm Deichmann im Strafraum per Scherenschlag, zielte aber links am Tor vorbei (71.). Nach einem Solo scheiterte zunächst Marcel Bär an Thiede, der Abpraller kam zu Steinhart, dessen 14-Meter-Schuss der SCV-Schlussmann aus dem kurzen Eck fischte (72.). Eine Hereingabe von rechts durch Meris Skenderovic konnte Paetow gerade noch vor Bär zur Ecke klären (73.). In der 78. Minute gar das 0:2. Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld wollte Steinhart klären, prallte dabei aber mit Mael Corboz zusammen, der den Ball auf den kurz zuvor eingewechselten Jesse Tugbenyo ablegte. Der kam halbrechts aus 14 Metern zum Schuss und traf eiskalt ins lange Eck. Beinahe noch das 0:3 gegen konfuse Löwen. Paetow traf aber nach einem Eckstoß per Kopf nur die Latte, von dort sprang der Ball auf die Linie und dann in die Arme von Kretzschmar (82.). In der Nachspielzeit setzte Joscha Wosz mit dem 3:0 für die Gäste den Schlusspunkt (90.+1). Durch die Niederlage liegen die Sechzger weiterhin fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz.

TRAINERSTIMMEN

Löwen-Interimscoach Günther Gorenzel hatte in der 1. Halbzeit zwei Mannschaften gesehen, „die sich im Pressing gegenseitig aus dem Spiel genommen haben“. Seiner Meinung nach seien die Gäste in den ersten 45 Minuten etwas mutiger gewesen und bei Standards gefährlicher. „Wir wollten in der 2. Halbzeit mutiger werden. Das hat auch funktioniert, bis wir wieder ein Gegentor nach einem individuellen Fehler bekommen haben.“ Auch nach dem Rückstand hätte sein Team Druck entfaltet. „Aber wir machen das Tor nicht und bekommen nach dem nächsten individuellen Fehler erneut ein Gegentor. Dadurch machen wir uns selbst immer wieder alles kaputt. Solche Tore kannst du als Kollektiv nicht verteidigen. Diese individuellen Fehler sind nur aus der psychischen Situation der Spieler zu erklären.“ Er bescheinigte seinen Jungs, dass sie physisch alles gegeben hätten. Noch einmal betonte der 51-Jährige, dass er seine Aufgabe im Management sehe. „Mein Ziel war es von Anfang an, nur vorübergehend Trainer zu sein.“ Auf die Frage, wann die Verpflichtung des neuen Löwen-Coachs zu erwarten sei, antwortete Gorenzel: „Es sind noch entscheidende Punkte zu klären, bevor wir endgültig handeln können.“

Verls Trainer Michel Kniat freute sich verständlicherweise über den ersten Dreier seines Teams gegen die Löwen. „Der Sieg geht in Ordnung, ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden.“ Er erwarte auch in der kommenden Woche gegen Oldenburg das gleiche Engagement und Herangehensweise seines Teams wie gegen die Löwen.

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STENOGRAMM, 23. Spieltag, 19.02.2023, 13 Uhr

1860 München – SC Verl 1924 0:3 (0:0)

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 22 Lannert, 27 Belkahia, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 17 Wein – 7 Lex, 20 Deichmann, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 15 Bär.
Ersatz: 12 Schmid (Tor) – 3 Lang, 6 Rieder, 8 Tallig, 10 Kobylanski, 11 Greilinger,14 Skenderovic, 30 Cocic, 33 Boyamba.

SCV: 1 Thiede (Tor) – 21 Knost, 16 Paetow, 4 Mikic, 20 Stellwagen – 27 Corboz, 5 Baack, 30 Sessa – 26 Zografakis, 14 Meijer, 7 Wolfram,
Ersatz: 32 Pekruhl (Tor) – 3 Ezekwem, 9 Probst, 15 Kammerbauer, 17 Batista Meier, 23 Tugbenyo, 24 Stöcker, 28 Otto, 29 Wosz.

Wechsel: Skenderovic für Vrenezi (60.), Boyamba für Holzhauser (60.), Tallig für Lex (76.) , Lang für Belkahia (85.), Rieder für Wein (85.) – Stöcker für Stellwagen (67.), Tugbenyo für Sessa (67.), Wosz für Zografakis (75.), Batista Meier für Wolfram (75.).

Tore: 0:1 Wolfram (51.), 0:2 Tugbenyo (78.), 0:3 Wosz (90.+1).
Gelbe Karten: Tallig, Wein – Wolfram, Stellwagen.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Patrick Kessel (Norheim); Assistenten: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach), Henning Reif (Weißenthurm).

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Spielbericht Spieltag 23

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