SECHZIGMÜNCHEN.
 

Jacobacci-Premiere misslungen: Löwen unterliegen Viktoria Köln 0:1.

Yannick Deichmann und die Löwen taten sich schwer gegen die massierte Defensive von Viktoria Köln. 

Auch unter dem neuen Trainer Maurizio Jacobacci gelang den Löwen nicht der Befreiungsschlag. Im Gegenteil: Durch den Treffer von David Philipp (41.) kurz vor der Pause verloren sie das Heimspiel mit 0:1 und verloren weiter Boden zur Tabellenspitze.

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Personal: In seinem ersten Spiel als Löwen-Coach musste Maurizio Jacobacci verletzungsbedingt auf Tim Rieder (Knie-OP) verzichten. Nicht im 20er Kader standen Alexander Freitag (U21), Meris Skenderovic und Marius Willsch. Der dritte Torhüter Julius Schmid und Milos Cocic spielten in der U21 gegen Hallbergmoos, Devin Sür, Nathan Wicht und Marius Wörl in der U19 beim FC Augsburg. Gegenüber dem 0:0 beim Halleschen FC gab es drei personelle Änderungen in der Startelf: Für Christopher Lannert kam Semi Belkahia wieder ins Team, dafür verteidigte Leandro Morgalla auf der rechten Seite, Stefan Lex begann rechts vorne für Quirin Moll, auf dessen Position im Mittelfeld Yannick Deichmann rückte und Albion Vrenezi tauschte Eins-zu-Eins mit Erik Tallig auf der linken offensiven Außenbahn.

SPIELERSTIMMEN >>

Spielverlauf: Die Löwen begannen im Vergleich zu den letzten Heimspielen eher verhalten, versuchten ruhig von hinten aufzubauen. Erstmals gefährlich wurden sie in der 9. Minute. Einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld spielte Albion Vrenezi scharf auf den ersten Pfosten, Stefan Lex verlängerte ihn mit dem Kopf auf Marcel Bär am langen Eck, der im Fünfmeterraum in die Hereingabe grätschte, sie aber nicht mehr aufs Tor brachte. Nach einer Viertelstunde kamen die Hausherren mehrmals hintereinander gefährlich in den Viktoria-Strafraum, aber der letzte Pass oder die Flanke waren zu unpräzise (16.). Im Anschluss an einen Eckball von links durch Raphael Holzhauser köpfte Semi Belkahia am zweiten Pfosten aus acht Metern frei aufs Tor, Keeper Ben Voll konnte den Aufsetzer abwehren, der Ball war kurz frei im Fünfmeterraum, doch Jesper Verlaat kam nicht an die Kugel (17.). Glück hatten die Löwen in der 22. Minute, als Robin Meißner einen Lupfer von Marcel Risse über die Innenverteidigung hinweg am Elfmeterpunkt um einen Schritt verpasste, so dass Marco Hiller den Ball vor dem Stürmer aufnehmen konnte. Eine mit viel Schnitt von Holzhauser aus dem linken Halbfeld hereingetretene Freistoßflanke konnte Jamil Siebert gerade noch vor Lex am zweiten Pfosten klären (25.). Ein Schuss von Risse von der rechten Strafraumkante ging in der 31. Minute knapp am linken Pfosten vorbei. Beinahe wäre der nachsetzende David Philipp noch mit der Fußspitze drangekommen. Einen Risse-Eckball von links verlängerte Siebert am ersten Pfosten mit dem Kopf, setzte die Kugel aber deutlich übers 1860-Tor (36.). Eine Ecke von rechts, die Holzhauser mit links getreten hatte, verlängerte Phillipp Steinhart mit der Hacke aufs kurze Eck, Voll war aber unten, fing das Spielgerät sicher ab (38.). In der 41. Minute lag der Ball im Löwen-Tor und wieder machte die Defensive keine glückliche Figur. Voll hatte die Kugel nach vorne geschlagen, Robin Meißner verlängerte auf Phillipp, der ohne Gegnerdruck frei auf Hiller zulief und den 1860-Schlussmann zum 1:0 für die Gäste überwand. Mit diesem Ergebnis ging’s auch in die Pause.

HACKER-PSCHORR FANTALK >>

Die Löwen griffen die Kölner im zweiten Durchgang früher an, versuchten Druck aufzubauen. Doch vielen Aktionen der Hausherren fehlte die Genauigkeit, so dass sich die Gäste immer wieder befreien konnten. Nach einer Kopfball-Abwehr der Viktoria nahm Vrenezi in der 58. Minute den Ball volley aus der Luft, setzte die Kugel aus 20 Metern knapp neben den linken Pfosten. Im Anschluss an einen Rückpass von Marcel Bär kam Holzhauser halblinks aus 17 Metern zum Abschluss, sein Schuss strich knapp über die Querlatte (63.). Einen Pass in die Tiefe erlief sich halblinks der eingewechselte Joseph Boyamba, sein Schuss aus spitzem Winkel parierte jedoch Voll (66.). Einen Freistoß von der linken Strafraumseite setzte Martin Kobylanski in der 73. Minute mit rechts deutlich übers Viktoria-Tor. Beinahe hätten die Gäste sogar auf 2:0 erhöht. Die Hereingabe von links durch Niklas May verpasste André Becker im Zentrum nur knapp (80.). Einem Kopfball von Boyamba am zweiten Pfosten fehlte in der 81. Minute der Druck, um Voll vor Probleme zu stellen. So tickte die Uhr gnadenlos nach unten, ohne dass sich die Sechzger klare Chancen erspielen konnten. Am Ende stand die dritte Heimniederlage in Folge.

TRAINERSTIMMEN

Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci war enttäuscht ob des Ergebnisses. „Wir haben wenig zugelassen, hatten selbst in der 1. Halbzeit zwei, drei gute Aktionen und bekommen dann durch einen langen Ball das 0:1.“ Besonders ärgerte den 60-Jährigen, dass man durch aggressives Pressing solche Bälle provozieren wollte. „Aber wir kommen beim Kopfball zu spät und die Absicherung hat gefehlt. Das Gegentor darf eigentlich so nicht passieren.“ Der Rückstand habe mit dem Team was gemacht, befand Jacobacci. Vor allem monierte der Schweizer mit italienischem Pass, dass die letzten Pässe nicht sauber gespielt wurden, dadurch sein Team zu wenigen Tormöglichkeiten erarbeiten konnte. Die einzige im zweiten Durchgang hatte Joseph Boyamba. „Schade, dass Jo zu lange mit dem Abschluss wartet“, bedauerte der Löwen-Coach. „Ein Punkt wäre für uns heute Minimum verdient gewesen. Die Mannschaft hat viel Aufwand betrieben, ist dafür aber nicht belohnt worden.“ Jacobacci nimmt wichtige Erkenntnisse aus dem Viktoria-Spiel mit. „Wir müssen die Abläufe und die Laufwege verbessern, präziser spielen und uns mehr zutrauen. Außerdem müssen sich die Spieler mehr zeigen, den Ball fordern.“

Viktoria-Coach Olaf Janßen sprach von einem „extrem komplizierten“ Spiel, weil keiner gewusst hätte, wie die Löwen unter dem neuen Trainer auftreten werden. „Ich habe zu meinen Jungs gesagt: Das macht was mit einer Mannschaft, wenn sie nach dem überragenden Start seit Wochen in einem Sturzflug ist. Deswegen habe ich von meinem Team gefordert, dass sie mutig sein, aggressiv verteidigen und schnell nach vorne spielen sollen. Das war dann auch der Schlüssel über die 90 Minuten. Sechzig war nicht im Flow, meine Mannschaft hat alles investiert und am Ende verdient gewonnen.“

STENOGRAMM, 25. Spieltag, 04.03.2023, 14 Uhr

1860 München – FC Viktoria Köln 0:1 (0:1)

1860: 1 Hiller (Tor) – 39 Morgalla, 27 Belkahia, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 20 Deichmann, 17 Wein –7 Lex, 26 Holzhauser, 9 Vrenezi – 15 Bär.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 5 Moll, 8 Tallig, 10 Kobylanski, 11 Greilinger, 19 Lakenmacher, 22 Lannert, 33 Boyamba.

VIK: 1 Voll (Tor) –20 Siebert, 2 Dietz, 3 Schultz – 7 Handle, 23 Fritz, 37 May – 31 Risse, 6 Sontheimer – 14 Meißner, 10 Philipp.
Ersatz: 24 Rauhut, 25 Bördner (beide Tor) – 5 Buballa, 9 Becker, 18 Lankford, 26 Saghiri, 29 Amaniampong, 30 Marseiler, 38 Hong.

Wechsel: Lannert für Morgalla (46.), Boyamba für Vrenezi (59.), Kobylanski für Wein (65.), Lakenmacher für Holzhauser (84.) – Marseiler für Philipp (67.), Saghiri für Risse (77.), Becker für Meißner (77.), Lankford für Handle (84.).

Tor: 0:1 Philipp (41.).
Gelbe Karten: Verlaat – Sontheimer, Fritz, Becker.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Luca Jürgensen (Hamburg); Assistenten: Rene-Alexander Rose (Wolfenbüttel), Jarno Wienefeld (Hamburg).

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Spielbericht Spieltag 25

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