SECHZIGMÜNCHEN.
 

Unpräzise Löwen unterliegen effizientem 1. FC Saarbrücken 0:2.

Der Kapitän der U19-Bundesliga-Mannschaft, Mansour Ouro-Tagba, gab in der 2. Halbzeit sein Drittliga-Debüt bei den Löwen. 

Die Löwen verloren das Auswärtsspiel bei einem höchst effizienten 1. FC Saarbrücken mit 0:2. Aus dem Nichts heraus erzielte Julian Günther-Schmidt die Führung (24.) für die Hausherren. Bereits zehn Minuten später traf Marcel Gaus zum Endstand (34.). gegen einen gut organisierten FCS fanden die Sechzger, bei denen der 18-jährige Mansour Ouro-Tagba sein Debüt gab, auch im zweiten Durchgang keine Lücke.

Personal: Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci musste in Saarbrücken verletzungsbedingt auf Tim Rieder, Erik Tallig (beide Knieverletzung), Albion Vrenezi (Oberschenkelprobleme) und Marius Willsch (Trainingsrückstand) verzichten. Nicht im 20er Kader standen der dritte Torhüter Julius Schmid, Alexander Freitag, Marcel Bär, Daniel Wein, Devin Sür, Nathan Wicht, Raphael Holzhauser und Joseph Boyamba. Dafür nahm erstmals das 18-jährige Sturmtalent Mansour Ouro-Tagba auf der Bank Platz. Gegenüber dem 2:0-Heimsieg über die SpVgg Bayreuth gab es vier personelle Änderungen in der Startelf. Für Vrenezi begann Kapitän Stefan Lex, für Quirin Moll spielte wieder Yannick Deichmann von Beginn an, für Boyamba durfte Fabian Greilinger ran und Fynn Lakenmacher ersetzte Marcel Bär im Sturmzentrum.

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Spielverlauf: Die Löwen hatten bereits in der 1. Minute einen gelungenen Angriff. Stefan Lex schickte Fynn Lakenmacher auf der rechten Seite auf die Reise, doch dessen Flanke war etwas zu hoch für Meris Skenderovic angesetzt, so dass Torhüter Daniel Batz die Hereingabe abfangen konnte. Einen Freistoß von Lex auf der linken Strafraumseite zwei Meter vor der Grundlinie klärte Ex-Löwe Adriano Grimaldi am ersten Pfosten per Kopf vorm eigenen Tor (8.). Über eine Viertelstunde brauchten die Saarländer für den ersten Torschuss. Ex-Löwe Richy Neudecker hatte halbrechts aus 25 Metern abgezogen, zielte aber weit übers Tor von Marco Hiller (17.). Bereits in der 18. Minute der erste Wechsel. Nach einem Zusammenprall mit Julian Günther-Schmidt ging’s für Phillipp Steinhart nicht weiter. Für ihn kam Christopher Lannert in die Partie. Aus dem Nichts heraus erzielte Saarbrücken die Führung. Kasim Rabihic hatte einen Diagonalball auf die rechte Seite gespielt, wo Calogero Rizzuto die Kugel direkt in die Mitte auf Günther-Schmidt weiterleitete, der vollkommen frei am Fünfmeterraum zum 1:0 einköpfte (24.). Einen Freistoß aus 19 Meter halbrechts zirkelte Neudecker mit links aufs kurze Kreuzeck, aber Hiller streckte sich, lenkte die Kugel über die Latte (33.). Aus dem Eckball heraus entwickelte sich der zweite Treffer für den FCS. Die Eckballflanke von rechts wehrte Deichmann genau vor die Füße von Marcel Gaus ab, der aus neun Metern keine Probleme hatte, den Ball einzuschieben (34.). Jesper Verlaat kam in der 40. Minute nach einem Lex-Eckball von rechts zum Kopfball, die Kugel ging aber noch leicht abgefälscht am kurzen Eck vorbei. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Pause, obwohl die Löwen über weite Strecken in der 1. Halbzeit die bessere Mannschaft stellten, jedoch zu selten gefährlich in Tornähe wurden.

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Zur 2. Halbzeit verhalf Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci dem 18-jährigen Sturmtalent Mansour Ouro-Tagba zum Drittliga-Debüt. Einen 20-Meter-Freistoß setzte Skenderovic in der 54. Minute mit links auf die Oberkante der Latte über dem rechten Kreuzeck. Die Löwen drängten auf den Anschlusstreffer, doch oft war das Zuspiel im letzten Spieldrittel zu ungenau, um die gute FCS-Abwehr vor Probleme zu stellen. Dazu kamen immer wieder Spielunterbrechungen, die den Gastgebern in die Karten spielten, weil sie den Angriffsdruck der Löwen unterbanden. Eine Hereingabe von Martin Kobylanski nach Doppelpass mit Ouro-Tagba am linken Flügel klärte Rizzuto am zweiten Pfosten per Kopf zur Ecke (73.). Ansonsten fand das Jacobacci-Team keine Lücke in der gut organisierten Defensive von Saarbrücken, auch die vielen Standards wurden von den Hausherren gut wegverteidigt. Einen Eckball von rechts durch Kobylanski köpfte Semi Belkahia deutlich über die Querlatte (84.). Belkahia kam nach einem Gewühl im FCS-Strafraum an den Ball, schob die Kugel aber vom Elfmeterpunkt knapp am linken Pfosten vorbei (87.). Aus der anderen Seite köpfte Grimaldi eine Flanke aus sieben Metern neben das Tor (88.). Somit blieb es bei dem Ergebnis, dass schon nach knapp einer halben Stunde feststand.

TRAINERSTIMMEN

Löwen-Coach Maurizio Jacobacci ärgerte sich sichtlich über die 0:2-Niederlage. „Saarbrücken war sicher nicht überlegen. Wir haben die zwei Tore sehr naiv bekommen. Das darf so nicht passieren“, monierte der 60-Jährige. Mit der Offensivleistung war der gebürtige Schweizer mit italienischem Pass ebenfalls nicht zufrieden. „Wir waren vorne in den letzten 30 Metern zu unpräzise.“ Einzig das Debüt von Mansour Ouro-Tagba war ein Lichtblick. „Es war zwar nicht seine Position auf der linken Seite. Normalerweise spielt er im Zentrum. Wir haben aber versucht, seine Geschwindigkeit, seine Schnelligkeit ins Spiel zu bringen.“ Für den 18-Jährigen sei es am Flügel schwierig gewesen. „Ich hätte mir gewünscht, dass er besser angespielt wird, um noch mehr das Eins-gegen-Eins zu suchen.“

Glücklich war Saarbrückens Trainer Rüdiger Ziehl über den Sieg, der seinem Team im Aufstiegsrennen alle Optionen offenlässt. „In der 2. Halbzeit mussten wir viel laufen, viel verteidigen, viele Standards der Löwen abwehren.“ Trotzdem hätte sein Torhüter Daniel Batz nichts zum Halten gehabt, lobte er die Defensivleistung seiner Jungs, die noch unter der Woche im Saarland-Pokal beim FC Homburg 120 Minuten gehen mussten. „Die Mannschaft hat Charakter, das hat sie heute gezeigt. Selbst ein Adriano Grimaldi marschiert bis zum Schluss“, hatte er einen gewonnen Zweikampf seines Torjägers in der Nachspielzeit mit der Becker-Faust gefeiert.

STENOGRAMM, 34. Spieltag, 30.04.2023, 14 Uhr

1. FC Saarbrücken – 1860 München 2:0 (2:0)

FCS: 1 Batz (Tor) – 16 Thoelke, 8 Zeitz, 14 Uaferro – 27 Rizzuto, 26 Gnaase, 28 Gaus – 20 Günther-Schmidt, 31 Neudecker – 7 Rabihic, 39 Grimaldi.
Ersatz: 30 Paterok (Tor) – 4 Krätschmer, 6 Frantz, 9 Cuni, 17 Becker, 18 Breuer, 19 Steinkötter, 22 Ernst, 29 Boeder.

1860: 1 Hiller (Tor) – 39 Morgalla, 3 Lang, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 20 Deichmann, 38 Wörl – 7 Lex, 14 Skenderovic, 11 Greilinger,– 19 Lakenmacher.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 5 Moll, 10 Kobylanski, 22 Lannert, 27 Belkahia, 30 Cocic, 32 Ouro-Tagba.

Wechsel: Cuni für Rabihic (53.), Ernst für Gaus (71.), Boeder für Zeitz (71.), Becker für Günther Schmidt (82.). – Lannert für Steinhart (18.), Ouro-Tagba für Greilinger (46.), Belkahia für Lang (46.), Kobylanski für Skenderovic (61.).

Tore: 1:0 Günther-Schmidt (24.), 2:0 Gaus (34.).
Gelbe Karten: Zeitz, Gaus, Gnaase – Lakenmacher, Verlaat, Ouro-Tagba, Kobylanski.
Zuschauer: 14.617 im Ludwigsparkstadion.
Schiedsrichter: Florian Exner (Münster); Assistenten: Dominik Jolk (Köln), Nikolai Kimmeyer (Mainz).

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Spielbericht Spieltag 34

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